09.03.2012 07:11 Konzert im Stadtpark

Konzert Rock/Pop: Die Verlockung der Schlichtheit - Norah Jones Mitte Juli in Hamburg

(c) Marek Lieberberg Konzertagentur

Von: Marek Lieberberg Konzertagentur

Norah Jones verdankt ihren weltweiten Erfolg künstlerischer Integrität, zurückhaltender Performance und betörenden Songs. Gegen Marktgesetze und ohne Medienrummel setzte sich die in New York geborene Interpretin mit subtilen stilistischen Mitteln an die Spitze der internationalen Charts. Seit Veröffentlichung ihres Debütalbums „Come Away With Me“ verkaufte sie sensationelle 36 Millionen CDs. Kaum fassbare neun Grammys sind Ausdruck der Anerkennung für eine unkonventionelle Künstlerin, deren feine Nuancen zwischen Jazz und Folk den Zuhörer überwältigen. Ihre größten Erfolge und die Songs ihres neuen Albums „Little Broken Hearts“ präsentiert Norah Jones am 17. Juli auf einem Konzert im Hamburger Stadtpark.

„Little Broken Hearts“, ihr fünftes Album, ist eine Kollaboration von Norah Jones mit dem Musiker und Produzenten Danger Mouse. Sie enthält ausschließlich Kompositionen beider Künstler, deren individuelle persönliche Stile sich zu einem völlig innovativen Sound verbinden. Norah erweist sich damit erneut als eine der verblüffendsten Sängerinnen der letzten Dekade.

Auf der vorherigen CD „The Fall“, die nahtlos an die vorangegangenen Charterfolge anknüpfte, standen musikalische Experimente und Kooperationen mit anderen Musikern im Vordergrund. Festzustellen war ein stärkerer Fokus auf Rhythmus und eine feine, natürliche Balance zwischen Schönheit und Rauheit.

Mit dem Vorgänger „Not Too Late“ hatte Norah Jones erstmals ein komplettes Werk selbst komponierter Songs vorgelegt. Beim Sturz in emotionale Tiefen und beim Ausloten eines eigenen Weges in einer komplizierter werdenden Welt zeigte sie eine erstaunliche Leichtigkeit.

Das zweite Album „Feels Like Home“ wurde von Produzenten-Legende Arif Mardin betreut. Überraschend ein Duett mit Country-Legende Dolly Parton. Diese Country-Affinität unterstrich Norah Jones auch durch ihre Beteiligung am Patsy Cline-Gedächtnis-Album „Remembering Patsy“. Dies ist dennoch nur eine von vielen Facetten ihres Stils, der Jazz-, Blues-, Soul- und Pop-Zitate verwendet. Eine Vielfalt, die zeigt, wie variabel, versiert und spielfreudig diese leidenschaftliche Interpretin ist.

Ihr Erstling „Come Away With Me“, dieser Glücksfall von Inspiration und Musikalität, hatte ein unglaubliches und nachhaltiges Echo gefunden. „Eindrucksvoll und ungewöhnlich“ urteilte der Spiegel, „schlichtweg großartig“ der Stern, während Norah die CD selbst als „launische, kleine Platte“ bezeichnete, mit der sie einfach Glück gehabt habe, das nicht vielen beschieden sei. Platin für das Album, Charterfolg für die Single „Don’t Know Why“ und ein Echo Award waren sichtbare Zeichen der Zuneigung deutscher Fans.

Norah Jones hatte Ende der 90er als klassisch geschulte Pianistin in den Jazz-Zirkeln von Greenwich Village auf sich aufmerksam gemacht. In der Band von Jazz-Ikone Charlie Hunter und mit ihrer eigenen Formation, zu der auch Bassist und Songwriter Lee Alexander gehörte, unternahm sie die nächsten behutsamen Karriereschritte. So entstand ihr kleines Meisterwerk „Come Away With Me“.

Aufrichtigkeit, Bescheidenheit und Können sind die Tugenden, die Norah Jones offensichtlich bereits in die Wiege gelegt bekam. Die Tochter des genialen indischen Sitar-Virtuosen Ravi Shankar verfügt über eine magische Bühnenpräsenz. An ihrem glänzenden Flügel beschwört sie harmonisch, weich, schwerelos die Kraft der Musik, pur und ohne überflüssige Showeffekte.

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