21.01.2013 08:50 Eine Mischung aus Prince und D’Angelo

Konzert Pop: Miguel mit neuer CD auf Deutschlandtour - Nur 2 Termine in Köln und München!

Konzert Pop: Miguel mit neuer CD auf Deutschlandtour - Nur 2 Termine in Köln und München!

Bild 1+2: Miguel Quelle: Neuland Concerts

Von: GFDK - Neuland Concerts - 2 Bilder

Es passiert nicht oft. Aber ab und zu taucht ein junger Künstler auf, der es mit seiner Vision, seiner Vielseitigkeit und seiner kreativen Überzeugung drauf hat die Musikwelt zu ändern. Miguel ist einer dieser wenigen.

Der elektronisch angehauchte und sich unterschiedlicher Stile bedienende Künstler wurde von Perez Hilton oder dem People Magazine und der Zeitung USA Today als eine Mischung aus Prince und D’Angelo beschrieben und hat nicht nur die Hitliste von Rolling Stone gestürmt. Seine Singles „All I Want Is You“ featuring J. Cole und „Sure Thing“ wurden auch bei den Billboard Charts zu Hits und letztere wurde vom National Public Radio sogar zum „Song Of The Summer“ gekürt.

Der aus Los Angeles, Kalifornien stammende Sänger hat eine dieser geschmeidigen Stimmen, die in die Seele einsickern und noch lange dort nachhallen. Das Billboard Magazine verlautbarte, dass der 24-jährige Miguel „sowohl die Lieblichkeit von Babyface, als auch die Leidenschaft von R. Kelly in sich vereint“.

Und dann wäre da noch die Stärke seiner Texte. Dieser Künstler, vom Sternzeichen Skorpion, schreibt nicht einfach nur Texte, sondern zeichnet viel mehr akustische Porträts seiner Liebesbeziehungen, seiner Herzschmerzen und seiner manchmal etwas verdrehten Fantasien. „Für mich sind diejenigen Songs die besten, die zeigen, wie verletzlich und menschlich wir alle sind“, so Miguel. Und so schrieb er den Text für Asher Roths Song „His Dream“ oder Mary J. Bliges und Musiqs Titel „If U Leave“ und arbeitete an Ushers Album Raymond V Raymond mit. Für ihn sei das wie aus einem Steak und Kartoffeln ein „Happy Meal“ zu zaubern: Die Leitfrage lautet dabei: „Wie arbeite ich mit den Dingen so, dass die Leute immer wieder zurückkommen und mehr davon wollen?“ Dieses Jahr erhielt er die erste Grammy-Nominierung für Jaheims Single „Finding My Way Back“ und erntete zuletzt die Nominierung für den besten Nachwuchskünstler 2011 bei den BET Awards.

Man kann auf jeden Fall sagen, dass Miguel mit seinem bei ByStorm/Jive erschienenen und All I Want Is You betitelten Debütalbum die Erwartungen mehr als erfüllt hat. Durch seine langjährige Kooperation mit den in Los Angeles lebenden Underground-Musikern von Fisticuffs und seine Anleihen bei Vorläufern wie Salaam Remi und Dre & Vidal, hat Miguel wahrlich eine genreübergreifende Mischung kreiert. Auch findet man Spuren seines Schulfreundes und Avant- Garde Hip-Hop-Musikers Blu; die Funk-, Elektro- und Rockklänge hat er wiederum der Plattensammlung seines mexikanisch-amerikanischen Vaters entliehen und den traditionellen Harmoniereichtum der Seele seiner afroamerikanischen Mutter.

„Alles in allem bezeichne ich meinen Stil als ‚eklektrisch’“, sagt der Sänger, der sich selbst als eine Mischung aus Prince, Lenny Kravitz und Pharell Williams versteht. „Er ist ein wenig edgy und geht über Kategorien hinweg, aber spricht immer noch zu den Leuten.“

Der Titelsong bzw. die Hauptsingle des Albums, die von Remi produziert wurde und bei der J. Cole – der als erster von Jay Zs Plattenfirma Roc Nation unter Vertrag genommen wurde – mitwirkte, repräsentiert diese Balance. Seit Beginn des Sommers hat der hypnotische Song eine weitläufige Anerkennung der Kritik sowie eine konstante Radiopräsenz und natürlich eine Menge Lob von Fans im Internet erfahren. Sowohl seine Underground-Hip-Hop-Kollegen, die Miguel von Blus Feature Below the Heavens kennen, als auch die Hipsters, die sich seine experimentelle Elektro-EP Mischief the Mixtape von 2008 aus dem Netz geladen hatten, und die Jugendendlichen, die sich beim Countdown der TV-Sendung 106 & Park lauthals für Miguel einsetzen, haben seine Hitsingle gleichermaßen begeistert aufgenommen.

Auch seine zweite Single „Sure Thing“ (die Nummer 1 der Urban-Mainstream-Charts wurde), hat Fans begeistert und wurde mehr als 11 Millionen Mal auf MySpace abgespielt. Der Song entfaltet sich langsam und vereinigt einige Remix-Effekte mit zuckersüßen Texteinlagen wie: „Auch wenn der Himmel über uns zusammenbricht / auch wenn die Sonne nicht scheint / ich vertraue dir und mir / also leg’ deine kleine Hand in meine.“ Wie jedes Lied auf der Platte, basiert auch „Sure Thing“ auf einer wahren Geschichte. „Ich schrieb den Song als ich damals meine Freundin betrog“, verriet Miguel. Und weiter: „Ich wusste sofort, dass ich einen Fehler begangen habe und das wollte ich nie wieder tun. Ich begann all diese Metaphern darüber aufzuschreiben, dass wir zusammen gehörten, wie etwa: ‚Wenn du das Geld bist, dann bin ich das Band, das es zusammenhält’ oder ‚Du bist das Streichholz und ich deine Zündschnur’. Dieser Song half mir wirklich, mir darüber im Klaren zu werden, was ich für sie empfand.“ Nicht nur gewann Miguel mit „Sure Thing“ seine Freundin zurück, sondern überzeugte auch alte Größen des Musikbusiness wie Mark Pitts, den Chef der Urban Music-Abteilung der Plattenfirma JIVE und den CEO von ByStorm Entertainment, ihn unter Vertrag zu nehmen.

Miguels Liebesgeschichte setzt sich in dem etwas schnelleren Stück „Girls Like You“ fort, das er schrieb als die Beziehung mit seiner Freundin aus „Sure Thing“ endgültig zu Ende war. „Zwar genoss ich es wieder Single zu sein“, so Miguel, „aber immer, wenn ich einen meiner Kumpels mit seiner tollen Freundin sah, dachte ich, dass auch ich gerne eine solche Verbindung mit jemanden hätte. Es war so, als sagte ich ‚schaut her, ich bin zwar hier und mache weiter, aber im Grunde fühle ich mich verdammt einsam’.“

Natürlich ist Miguel nicht nur der brave Romantiker. In „Teach Me“, einem etwas krachigerem Song mit elektrischer Gitarre, der an „Little Red Corvette“ von Prince erinnert, beschreibt er sein Bemühen eine sieben Jahre ältere Frau zufrieden zu stellen. „Das war eine sehr interessante Beziehung“, sagt Miguel mit einem schelmischen Lachen. „‚Teach Me’ handelt davon, wie ich lernte, was ihr gefiel und was sie mochte.“

Und dann wäre da noch seine letzte Single „Quickie“, eine vom Roots-Reggae inspirierte Fantasie eines One-Night-Stands, die Miguel schrieb, nachdem er eine mysteriöse Frau in einem Club beobachtete. „‚Quickie’ ist eine besondere Aufnahme für mich, weil sie meine persönliche Wiedergeburt markiert. Bis zu dem Zeitpunkt kannten mich alle als den netten Typen oder den kleinen Bruder, zu dem die Mädchen kamen, um sich einen Rat zu holen“, erklärt Miguel. „Aber es lag was in der Luft in dieser Nacht – vielleicht lag es daran, dass ich als Minderjähriger in einem Club war und Dinge tat, die Erwachsene tun – und das öffnete mich irgendwie. Ich ging leicht betrunken und voller neuer Eindrücke nach Hause und fing an zu schreiben.“

Angesichts seiner Offenheit und seines Selbstvertrauens könnte man meinen, dass Miguel Jontel Pimentels kreativer Weg schon immer so geradlinig verlief. Aber dies zu denken, wäre schlicht und ergreifend falsch. Nachdem er mit 5 Jahren zu singen und tanzen begann, dann mit 8 Songs zu schreiben, mit 11 zu produzieren und schließlich mit 13 einen Deal für eine Produktion bekam, stieß er an eine Grenze. „Als ich in der Musikindustrie größer wurde, gab es Leute, die mir sagten, dass ich in meinem Kleidungs- und Gesangsstil mehr ‚urban’ werden sollte. Einige sagten sogar, dass ich besser hinter den Kulissen aufgehoben wäre und für andere schreiben sollte, weil ich als Halbmexikaner, der Afroamerikanisch klingt, aber wie ein Filipino aussieht, schwer verkäuflich sei“, so erzählt uns Miguel, ohne dabei verstimmt zu klingen. Und weiter: „Am Anfang folgte ich diesem Rat und begann weiße T-Shirts und die typischen Mützen und baggy Jeans zu tragen und konzentrierte mich auf das Schreiben, aber das war nicht das Richtige für mich. Erst als ich mir sagte: ‚Vergiss, was andere sagen und höre auf dich selbst’, begannen sich die Türen für mich als Künstler zu öffnen.“

Und da werden die Türen auch mit Sicherheit für diesen ‚Künstler-Musiker’ bleiben, der von James Brown, David Bowie, Queen, Kraftwerk und Jimi Hendrix beeinflusst wurde. Und so erhielt er denn auch letztes Jahr positive Kritiken als Opening Act für Mary J. Bliges „Music Saved my Life-Tour“ und Ushers „OMG-Tour“ und beendete erst kürzlich seine eigene Tour durch die USA.

 

Termine:

21.01.2013  Köln / Stadtgarten (ausverkauft)
28.01.2013  München / Ampere




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