05.04.2012 07:47 von 12. bis 22. April in Wien

Festival in Wien - Die sechste Auflage des internationalen Festivals für audio-visuelle Kunst

© sound:frame Festival

Von: sound:frame

Um Visualisierung elektronischer Musik geht es von 12. bis 22. April bei der sechsten Auflage des internationalen Festivals für audio-visuelle Kunst. Denn Visuals gehören zur Party im Club, nicht weniger als der Sound. Heuer begleitet eine Ausstellung im MAK das sound:frame Festival.

Auch in diesem Jahr stehen die Auftritte von audio-visuellen Künstlern in verschiedenen Wiener Locations im Zentrum des sound:frame Festivals. Im Österreichischen Museum für angewandte Kunst/Gegenwartskunst (MAK), im Performancetheater brut sowie in den Clubs Fluc und Morisson findet an zwei Wochenenden im April ein progressives Live-Programm statt - mit visuellen Shows, Installationen, Musik-Acts und DJs.

Das sound:frame Festival steht heuer unter dem Motto "substructions" (Unterbauten) und wirft einen Blick auf die Rahmenbedingungen eines audio-visuellen Festivals. Diesem Thema widmen sich eine zweitägige Konferenz und von 12. bis 29. April auch eine Ausstellung im MAK.

Den Start zum sound:frame macht die Ausstellungseröffnung am 12. März mit einer Aftershow-Party im Morisson Club. Am ersten Wochenende wird das "brut" mit audio-visuellen Live-Performances bespielt. Ein Schwerpunkt ist der Svetlana Industries Showcase, wo mehrere Musiker dieses Plattenlabels zu den Visuals von kon.txt auftreten.

In der Visualisten-Szene gilt Wien als wegweisend - was sound:frame Jahr für Jahr mit erstklassigem Programm, Künstlern, Diskussionen und Workshops bestätigt.

In seiner sechsten Ausgabe 2012 stellt sound:frame unter dem Titel «substructions» (Unterbauten) erstmals die Rahmenbedingungen audiovisueller Tendenzen und Arbeiten zur Diskussion

Themen wie Kulturökonomie, Positionierung im Kunstkontext oder Nachhaltig- keit werden in Hinblick auf das System “Festival” geprüft und im Rahmen von Ausstellung, Conference und Rahmenprogramm zur Diskussion gestellt. Ökonomische, künstlerische, wie gesellschaftliche und ökologische Rahmenbedingungen werden aufgezeigt.

Ein interner Blick des sound:frame Festivals sowie der Community wird dabei mit Betrachtungsweisen und übergreifenden Expertisen verwandter und scheinbar entfernter Disziplinen geschärft. Für die künstlerischen Arbeiten werden technische Grundgerüste fixiert, die künstlerischen Positionen behalten inhaltlich jedoch vollkommene Freiheit.

Damit wird sichtbar, welche Auswirkungen der Unterbau audiovisueller Tendenzen auf kreative Umsetzungen hat und haben kann. Konzepte und Erkenntnisse aus dem Ausstellungs- und Diskursprogramm “substructions” sollen als Basis für die Weiterentwicklung analysiert und diskutiert werden.

sound:frame kann mittlerweile auf einen reichhaltigen Erfahrungsschatz zurückgreifen. In den ersten Jahren stand an vorderster Stelle, Neues auszuprobieren, Grenzen auszuloten und Orte bzw. Kontexte kennen zu lernen, um sie auf ihre Potentiale zu prüfen.

Es ist wichtig (in Hinblick auf inhaltliche als auch auf finanzielle und organisatorische Fragen) äußere Rah- menbedingungen richtig einzuschätzen, die eigenen (Rahmen)strukturen zu festigen und sie sukzessive an die gegebenen Anforderungen anzugleichen.

sound:frame geht nach fünf Jahren des Experimentierens und Wachsens diesen logischen Schritt und passt sich seinem Unterbau, seinen gegebenen Rahmenbedingungen bewusster an. Das Festival wird kürzer und kompakter, die Austragungsorte werden überschaubarer. Die künstlerische Vielfalt und Freiheit stehen im Vordergrund, doch findet das Programm gleichzeitig innerhalb eines fixierten und abgesicherten Rahmens statt.

Selten ist nach außen hin sichtbar, welche Stützen ein Projekt tragen. Das Ergebnis präsentiert sich, der Unterbau bleibt verborgen. Doch das Grundgerüst ist ebenso wichtig wie die Programmierung. Ohne Know-How, 60-köpfigem Team, ohne Finanzierung - kein Festival.

Ohne kompetentem Technikpartner, der die Anliegen versteht - keine künstlerische Instal- lation. sound:frame möchte 2012 Bedingungen transparenter machen, die nur selten im Vordergrung stehen, und dabei sowohl konkret auf das Konstrukt Festival als auch allgemein auf aktuelle kulturelle Tendenzen eingehen.

sound:frame Festival

12.-22.4.2012

Ausstellung "substructions":
12.4.-29.4.2012

MAK - Österreichisches Museum für angewandte Kunst/Gegenwartskunst

Stubenring 5
1010   Wien

Morisson Club

Rechte Wienzeile 2a
1050   Wien

Brut im Künstlerhaus

Karlsplatz 5
1010   Wien

Fluc

Praterstern 5
1020   Wien

WienTourismus
1020 Wien
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Fax +43-1-216 84 92