12.06.2013 09:00 Festival in der Schweiz - 23. bis 28. Juli 2013, Nyon

Festival: 38. Paléo Festival mit erlesenen Künstlern - Jeder Abend wird garantiert legendär!

Paleo Festival-Atmosphaere in der Schweiz

Neil Young am Dienstag, The Smashing Pumpkins am Mittwoch, Santana am Donnerstag, Nick Cave am Freitag, Blur am Samstag und Patrick Bruel am Sonntag... Bild 1+2: Paléo Festival-Atmosphäre © Pierre Descombes

Festival mit internationalen Kuenstlern in der Schweiz

Beware of Darkness spielen Rock'n'roll aus dem Jenseits

Bild 3: Beware of Darkness © Miguel Starcevich

Pony del Sol, Gael Kyriakidis lädt zu einem froehlichen Spaziergang durch ihre verzaubernde und schelmische Welt ein

Bild 4: Poly del Sol Quelle: Festival Paléo

Palma Violets spielen Indie Garage und Rock

Bild 5: Palma Violets © Tom Beard

Kadebostany ist ein Nationalorchester, das 2011 sein erstes Album mit dem Namen Songs from Kadebostany herausgegeben hat

Bild 6: Kadebostany Quelle: Festival Paléo

Gesaffelstein spielt mentalen Techno und Dark-Techno

Bild 7: Gesaffelstein © Elina Kechiacheva

Lou Doillon gewann 201 ihre erste Victoire de la Musique

Bild 8: Lou Doillon © Zacco

Rokia Traore präsentiert malische Volksmusik und populaere westliche Musik

Bild 9: Rokia Traoré Quelle: Festival Paléo

Santana ist international erfolgreicher Star und seit seinem Konzert in Woodstock 1969 ist er Begruender des Latin Rock

Bild 10: Santana Quelle: Festival Paléo

Von: GFDK - Paléo Festival - 10 Bilder

Neil Young, Santana, Blur, Arctic Monkeys, Nick Cave, The Smashing Pumpkins, Patrick Bruel, Phoenix, -M-, Tryo, Sigur Rós, Saez, The Bloody Beetroots, Keny Arkana, Sophie Hunger – auf dem Programm des 38. Paléo steht jede Menge Rock, von seinen Legenden bis zu grossartigen Entdeckungen. Das Village du Monde segelt im kristallklaren Wasser des Indischen Ozeans und stellt die kulturellen Schätze dieser üppigen Region vor. Die Tickets und Abonnement sind auf www.paleo.ch und an den üblichen Vorverkaufsstellen erhältlich.

Jeden Abend eine Legende! Neil Young am Dienstag, The Smashing Pumpkins am Mittwoch, Santana am Donnerstag, Nick Cave am Freitag, Blur am Samstag und Patrick Bruel am Sonntag : Ungeachtet ihres Alters leuchten diese Sterne nach wie vor im Glanz einer wunderbaren Jugend aus und werden mit Sicherheit auch die Asse-Ebene in strahlendes Licht tauchen.

Im Laufe ihrer Karriere haben sie mit ihrer unablässigen Erkundungen Generationen von KünstlerInnen genährt, von denen einige die Bühnen des Festivals mit ihnen teilen. Von Arctic Monkeys bis Beach House, von Phoenix bis Sophie Hunger, von Sigur Rós bis Crystal Fighters, von -M- bis Etienne de Crécy, von Benjamin Biolay bis Saez oder von Raphael bis Bastian Baker figurieren sie heute selbst unter den grossen Stars.

Festival in der Schweiz

Neben ihnen zeigt sich der Rock-Nachwuchs in seiner vollen Blüte. Darunter ganz vorn die verblüffende Stimme von Asaf Avidan, der Catchy-Folk der Alt-J aus England - die auf der neuen Bühne Les Arches auftreten werden -, der Hardrock von Danko Jones, der Cajun’n’roll der Genfer Mama Rosin, der hochsensible Blues’n’roll von Two Gallants – auf dem Programm des neu gestalteten Détour -, der französische Rock von Saez, der Frenchy-Coldwave von Lescop, der Garage-Indie von Palma Violets, der French-Pop von BB Brunes, der Soul-Rock von The Animen oder der Kraut-Rock der Bombers.

Der Electro, ein eigenständiges und produktives Genre, entwickelt sich unablässig weiter. The Bloody Beetroots und ihr aggressiver Electro-Punk, der Funk-Electro von Breakbot, der düstere Techno von Gesaffelstein, die überspannte portugiesische Gruppe Buraka Som Sistema, der Dubstep von Dirtymadsound feat. Oxsa oder der Down-Tempo von Bit-Tuner, sie alle werden die Asse mit Sicherheit bis zum frühen Morgen in Schwingung versetzen. Die eleganten Deutschen Brandt Brauer Frick ihrerseits werden das Publikum mit ihren Samples aus klassischen Instrumenten in einem intimen Electro-Set verwöhnen.

Mit Protoje & The Indiggnation, dem aufsteigenden Wert der neuen jamaikanischen Generation, und The Skints, den jungen Sprossen des ursprünglichen englischen Ska, wird der Reggae das Festival zum Grooven bringen. Im Soul-Geist à la James Brown skandieren Anthony Joseph & The Spasm Band aus Trinidad & Tobago ihre Prosa zu Blechinstrumenten und afrikanischen Percussions. Und auch der HipHop wird das Festival elektrisieren, insbesondere mit dem Grime von Dizzee Rascal, den schrägen Rappern Stupeflip, der Entdeckung des französischen Rap Gaël Faye, der Kraft der Texte von Youssoupha und Oxmo Puccino, der als Slammer voller Poesie mit der französischen Sprache umgeht.

Ebenfalls um die französische Sprache geht es bei Tryo, der akustischen Reggae-Gruppe, aber auch bei Benjamin Biolay und seinem Classy-Pop-Rock à l'anglaise, Raphael mit seinem reaktualisierten Pop oder auch dem Walliser Marc Aymon, der bei dieser Gelegenheit Special Guests mitbringt.

Kurs auf den Indischen Ozean!

Anlässlich seiner 11. Ausgabe segelt das Village du Monde in den Gewässern des Indischen Ozeans, zwischen Ostafrika und den benachbarten Inseln, darunter Madagaskar, La Réunion, Mauritius oder auch Mayotte. Es vereinigt kulturelle, gastronomische und musikalische Talente und präsentiert KünstlerInnen, die Rock, Rap, Electro oder auch Dubstep in ihre Kreationen einfliessen lassen. Vor allem zu erwähnen sind die südafrikanische Gruppe Skip&Die und ihre Mischung aus traditionellen Musiken und Dubstep-Reggae, Shangaan Electro mit ihrem vitaminstrotzenden New wave-Dance, der Electro-Punk von Jagwa Music oder der mahorische HipHop von Bo Houss. Daneben auch die Afro- Fusion von Mokoomba, der Äthiopier Mulatu Astatke, der als Vater des Ethio-Jazz gilt, die ausgefallene Sängerin Nathalie Natiembé mit dem Hang zu Punk oder die tiefe, dunkle Stimme von Christine Salem und ihr ungeschliffener und engagierten Maloya. Deba, ein mahorisches Frauenensemble und gleichzeitig auch eine muslimische kulturelle Praktik, stellt a capella-Gesänge und anmutige Tänze vor.

Am Sonntag interpretiert der aussergewöhnliche französische Klarinettist Paul Meyer zusammen mit dem Lausanner Streichensemble Le Concert Européen zu Ehren des Paléo-Publikums Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, darunter das Klarinettenkonzert KV 622.

Mit dem genialen Imitator Michael Gregorio, der selten parodierte Sänger und Künstler von Vincent Delerm über AC/DC, U2 und The Clash bis Brel nachäfft, geht das Festival mit einer gelungenen humorvollen Note zu Ende.

 

Festival in Nyon

Alt-J (Vereinigte Königreich), Downtempo Folk

"Nur schon die Form der ägyptischen Pyramiden beweist, dass die Arbeiter bereits damals immer weniger zu tun gewillt waren", lautet eine von Will Cuppys anzüglichen Bemerkungen. Auf die Musik dieser vier jungen britischen Talente scheint diese jedoch nicht zuzutreffen. Nach und nach gesellen sich zu den bodenständigen, Hip-Hop-ähnlichen Schlagzeugrhythmen die anderen Musikinstrumente, bis ein immer exotischerer Folk entsteht. Der Kreis schliesst sich, wenn Joe Newman bei Nachteinbruch zum Trio stösst, dessen unglaubliche Arbeit bestaunt und mit durchdringender Stimme einen melancholisch anmutenden Song anstimmt. (Musikvertrieb)

www.altjband.com soundcloud.com/alt-j

Alvin Zealot (Schweiz) Windy-Pop

Hinter diesem mysteriösen Namen, der einen Formel 1-Champion, einen wirklichkeitsfremden Wissenschaftler oder einen Comic-Helden vermuten lassen könnte, verstecken sich vier Freunde, die zusammen aufgewachsen sind an der frischen Luft einer der symbolischen Städte in unserer schönen Innerschweiz: dem jungfräulichen Luzern. Die kaum mehr als 20jährigen Mitglieder von Alvin Zealot haben 2012 mit "Flux" ein zweites verblüffend reifes und mit schöpferischen Einfällen versetztes Album herausgegeben. Eigentlich müsste Alvin Zealot ein Seiltänzer sein, der sich auf einem zwischen dem Planeten Jeff Buckley und seinem Satelliten Patrick Watson gespannten Seil Schritt für Schritt vorwärts bewegt und hin und wieder anhält, um verzückt der schweigenden Schönheit der Milchstrasse (der Milchstimme?) zu lauschen. (Irascible)

www.alvinzealot.com www.facebook.com/ALVINZEALOTOFFICIAL

Anthony Joseph & The Spasm Band (Vereinigte Königreich/Trinidad und Tobago) Soul/Afro-beat

Bevor er verschlungene und gesungene Musik schrieb, verfasste Anthony Joseph gesprochene Musik, Poesie. Und dieser Einfluss ist spürbar; er ist kein Sänger. Er ist ein Guru, ein karibischer Hexer, der mahnt, die Seelen emporhebt und sie rund um seine Blechinstrumente und seine afrikanischen Percussions flattern lässt. Das Erbe von James Brown, Sly Stone oder Sun Ra ist gegenwärtig, doch Anthony Josephs Charisma und seine Liebe zur Bühne machen ihn einzigartig, einmalig unter den einmaligen Soul-Musikern. "Ausser Sex und bestimmten LSD-Trips gibt es nichts Schöneres, als auf der Bühne zu stehen mit Musikern, die alles geben, und einem Publikum, das brüllt." (Musikvertrieb)

www.anthonyjoseph.co.uk

Arctic Monkeys (Vereinigte Königreich) Britrock

Vor beinahe zehn Jahren überrollte eine Welle englischer Rockgruppen ein nach Neuheiten lechzendes Publikum. Als dynamische Initianten dieser Bewegung brachten die jungen Arctic Monkeys eine bissige Single nach der anderen heraus und provozierten täglich Ohren neu. Das Komponiertalent und die jugendliche Energie haben mit den Jahren kaum nachgelassen, was die Arctic Monkeys bei jedem Konzert erneut beweisen. Dem Produktionseifer dieser bleichen jungen Männer in ihren schwarzen Lederanzügen scheint kein Einhalt geboten werden zu können: Album folgt auf Album, Erfolg auf Erfolg. (Limmat Records)

www.arcticmonkeys.com www.facebook.com/ArcticMonkeys

Asaf Avidan (Israel) Pop-Folk

Es gibt Sänger, die sich durch die Originalität ihrer Musik auszeichnen, andere haben eine stimmliche Besonderheit geerbt, die für sich allein schon ihre Musik interessant macht. Die Stimme des jungen israelischen Romantikers Asaf Avidan schwebt über den Wolken mit seinem hohen und heiseren Timbre, das so fragil ist wie ein betrunkener Schlafwandler über einem Abgrund. Das von Wanklemut neu gemixte Star- Chanson dieses delikaten Musikers hat in zahlreichen europäischen Ländern die Spitzenplätze der Charts erobert und seine Aura auf der ganzen Welt verbreitet. Seine wilden Folk- Balladen sind eine Einladung zu einer Reise der Seele über auf einem in Dunst und Licht getauchten Fluss. (Universal Music)

www.asafavidanmusic.com www.facebook.com/asafavidanmusic

Barcella (Frankreich)

Textbetontes Chanson Als eigentliches Sprachgenie geht Barcella, mit bürgerlichem Namen Mathieu Ladevèze, unglaublich gekonnt mit Feder und Wort um. Der junge Mann aus Reims mit einem Flair für die richtige Formel betört uns mit seinem 2012 herausgekommenen zweiten Album "Charabia". Wie mit einem Zauberstab zeichnet Barcella eine Phantasiewelt mit skurrilen Situationen und Gestalten, deren Alltag, Hoffnungen, Träume und Enttäuschungen er bald singend, bald slammend erzählt. Barcella versucht sich auch als Alchimist und fusioniert Wörter, Ausdrücke, Stile, Genres, Themen und Rhythmen. (Sony Music)

www.barcella.fr www.facebook.com/Barcella

Bastian Baker (Schweiz) Pop-Folk

Bastian Baker wurde mehr oder weniger zufällig entdeckt, als er am Geburtstag einer Freundin ein Ständchen sang, und hat seither einen fulminanten Aufstieg erlebt. Dieser Waadtländer Autor, Komponist und Interpret lässt nunmehr das Hockey in Frieden und widmet sich ganz den Pop- Folk-Balladen, wobei er die Intelligenz und die Sorgfalt einer reifen Komposition mit der für sein jugendliches Alter typischen Frechheit und Verve verbindet. Mit seinem Gehabe eines Bad Boy der 1960er und seinem Aussehen wie ein junger Gott hat er es geschafft, in einer nur dreijährigen Karriere auch die versteinertsten Herzen zu erobern. Und seinen Namen auf die kurze Liste der im Ausland berühmten Schweizer Künstler zu setzen. (Phonag/TBA)

www.bastianbaker.com www.facebook.com/bastianbaker

BB Brunes (Frankreich) French-Rock

2008 fuhren sie auf der Asse-Ebene ein mit ihren Slim-Jeans, ihren Vintage-Gitarren und einem überschwaÅNnglichen Rock auf französisch. Die BB Brunes haben den Rhythmus gehalten und frönen der Musik, die sie mögen. Nach "Blonde comme moi" und "Nico Teen" – zertifizierte Platin- Scheiben – brachten sie Ende 2012 ihr drittes Album "Long Courrier" heraus. Dieses ist reifer und ein wenig anders mit Synthesizern und Programmierungen trotz nach wie vor allgegenwärtigen Gitarren und einem stärker produzierten Sound zwischen Gossip und French- Pop im Stil Daho. Nun heisst es Operation Bühne für die Frenchie-Rocker, die rasch und laut spielen... und das schlägt ein! (Warner Music)

bbbrunes.fr www.facebook.com/bbbrunesofficiel

Beach House (USA) Dream Pop

Beach House, ein Duo aus der blühenden Stadt Baltimore, verbindet wirksamen Pop mit origineller experimenteller Musik. Die Songs auf den Alben bestehen nur aus wenigen Dingen: der himmlischen Stimme von Victoria Legrand, einem Synthesizer, dezenten Gitarrenklängen und leichten Schlagzeugrhythmen. Dennoch: Durch die einfühlsame und talentierte Instrumentierung der Songs wird mit gefälliger Langsamkeit ein mit Melancholie durchdrungenes Gefühl versinnbildlicht: die Erinnerung an einen Spaziergang nach einem letzten Kuss als Symbol des Endes einer Reise mit einem Unbekannten im lichterfüllten, fast irrealen Norwegen. (Pressedienst)

www.beachhousebaltimore.com www.facebook.com/beachhouse

Benjamin Biolay (Frankreich) Französischer Pop

Ein Maler arbeitet mit Farben, ein Musiker malt mit Gefühlen. Benjamin Biolays Palette ist reichhaltig wie die menschliche Seele, tiefgründig sowohl in der Trauer als auch in der Freude. Dank seiner Art, Gefühle einfach und originell auszudrücken, wird er von einem sehr breiten Publikum geschätzt, von den Isabelle Boulay- bis zu den Carl Barat-Fans. Auf seinem letzten Album "Vengeance" führt er die mit der Platin-Platte "La Superbe" begonnene Arbeit weiter: eine hellere und weltoffenere Musik als seine ersten Werke. Benjamin Biolay wandelt auf den Spuren von Bashung nährt sich von dessen Schatten. (Musikvertrieb)

www.benjaminbiolay.com www.facebook.com/benjaminbiolayofficiel

Beware of Darkness (USA) Rock'n'roll aus dem Jenseits

Der Rock'n'roll der Beware of Darkness duftet wunderbar nach Melancholie und nächtlichen Spaziergängen auf Friedhöfen. Die drei Figuren bekennen sich zu einem düsteren und sarkastischen musikalischen Reich, worauf schon die Verwendung von Khol-Stift unter ihren grossen Augen hindeutet. Die Gitarre-Riffs sind zwar stechend und schrill, doch sie verraten einen eindeutigen Hang zum Blues'n'roll, wie ihn hauptsächlich Jack White praktiziert. Die fiesen und obskuren Typen aus Los Angeles schreiben ätzende Songs, die von den talentierten und gequälten Dichterinnen Sylvia Plath und Emily Dickenson beeinflusst sind. Fest entschlossen, im Chor schwarz zu malen, hat "Beware of Darkness" gerade die letzten Arrangements seiner ersten EP mit dem Titel "Ortodox" fertig ausgefeilt. (Pressedienst)

www.bewareofdarknessmusic.com www.facebook.com/BewareOfDarknessMusic

Bit-Tuner (Schweiz) Elektronisches und analoges Downtempo

Bit-Tuner, beim Einwohneramt besser als Marcel Gschwend bekannt, ist alles andere als ein kleiner Möchtegern der schweizerischen elektronischen Musik. Seit 15 Jahren sampelt er alte Vinylplatten, kreiert mit Rhythmusboxen aus den 1990er Jahren langsame und schwere Beats und trampelt auf seinen alten Analog-Pedalen herum. Die kraftvollen und hämmernden Bässe versetzen Erde und Körper in Schwingung, die Atmosphäre ist düster; Bit-Tuner ist ein Gestalter von lärmigen und elektronischen Landschaften, in denen ein von Kraftwerk und englischem Dubstep genährtes Volk tanzt. (Godbrain Distribution)

www.bit-tuner.net soundcloud.com/bit-tuner

Blur (Vereinigte Königreich) Britpop

Früher mochte der legendäre Nieselregen, Nebel und Smog manch einen Besucher nach London locken. Heute ist es eher das neuste englische Phänomen, nämlich Blur: eintrüben, undeutlich machen oder verschwimmen. Als letzte Überlebende des Britpop, einer Musikbewegung, die als eine Art englische Antwort auf den amerikanischen Grunge entstand, beherrscht die Band Blur die englische Szene wie eine halb historische, halb legendäre Despotin, die mit ihren unvergesslichen Melodien seit bald zwei Jahrzehnten die Rockbands in Ost und West inspiriert. Die Gruppe findet sich 2013 für eine Sommertour und vielleicht sogar mehr wieder zusammen. (EMI Music)

www.blur.co.uk www.facebook.com/blur

Bombers (Schweiz) Kraut-Noise

Gewisse musikalische Phänomene kommen ebenso selten vor wie Voll-Eklipsen. Bombers wurde erstmals an der Ausgabe 2012 des Festivals Impetus vorgestellt und ist ein in seiner Art einzigartiges Projekt, für das Christian Pahud, Michel Blanc und Mark Blakebrough, Mitglieder von Honey For Petzi, Larytta oder Brazen, federführend waren. Diese drei Musketiere, die sich unter der Flagge des Total-Analogen zusammengeschlossen und mit Vintage- Synthesizern und einem einzigen Schlagzeug als Schwert bewaffnet haben, kämpfen mit Experimentalstücken und Kraut- und Noisy- Sounds. Bombers erweist uns die Ehre, sich zusammenzufinden für ein Live, das eine ebenso faszinierende und magnetische Atmosphäre in Aussicht stellt wie das einzigartige Schauspiel des Polarlichts. (Service de presse)

Boulevard des Airs (Frankreich) Französisches Chanson und Blaskapelle

Boulevard des Airs wirbelt Staub auf, und zwar mit den vielen Blasinstrumenten - Saxophon, Posaunen, Trompeten und Helikons -, welche diese Gruppe aus Tarbes im Südwest-Frankreich prägt. Die Einflüsse der achtköpfigen Bande reichen von Brel über die Red Hot Chili Peppers oder Rage Against The Machine bis Marley. Ganz zu schweigen von einem ernsthaften Hang zu  Blaskapellen aus dem Balkan. Diese Mischungen machen Boulevard des Airs zu einer Gruppe, die vereint und verbindet. Ähnlich wie Formationen wie "Les Ogres de Barback" oder "Babylon Circus" verteidigt Boulevard des Airs seine Ansichten und seine Philosophie zu Stücken mit Klängen von Rock, Reggae, balkanischer und spanischer Musik. (Sony Music)

www.boulevarddesairs.com www.facebook.com/boulevarddesairsofficiel

Brandt Brauer Frick (Deutschland) Kammer-Techno

Das Berliner Trio Brandt Brauer Frick hat es sich zur ungewöhnlichen Aufgabe gemacht, elektronische Musik mit akustischen Instrumenten zu spielen. Ihr beiden früheren Alben sind das Ergebnis dieser Meisterleistung: minimale Techno auf der Basis von vorwiegend klassischen Instrumenten. Auf der Suche nach immer neuen Herausforderungen haben die Berliner für ihre jüngste Platte "Miami" die Formel überarbeitet. Die Instrumente sind jetzt präsent in Form von zarten und komplexen Samples aus den Synthesizern und Keyboards von Jan Brauer und Paul Frick, sie werden verklärt durch die Stimmen von Erika Janunger, Om’mas Keith Gudrun Gut oder auch Jamie Lidell und am Schlagzeug von Daniel Brandt begleitet. (Namskeio) http://www.brandtbrauerfrick.de

Breakbot (Frankreich) Electro-Funk

Die Versailler French touch-Szene ist international berühmt geworden durch die Kreation des Electro-Funk, und als kleine Schlingel haben ihre Vertreter eine Menge Sprösslinge gemacht. Hinter dem Gehabe als Pariser Grafiker versteckt sich Breakbot, der weisse Mann, der vielleicht den meisten Groove der Welt hat. Unter seinen Händen als Zeremonienmeister verbinden sich helle und synkopische Bässe – im Stil "D.A.N.C.E." –, honigsüsse und süchtig machende Synthesizer und Stimmen, die den Bee Gees entlehnt sein könnten. Seine Musik ist schelmisch wie Bart Simpson und lüstern wie eine Kissenschlacht unter Jugendlichen. (Warner Music) www.facebook.com/breakbot soundcloud.com/breakbot

BRNS (Belgien) Polychromer Indie-Rock

Die 2010 von zwei jungen Männern gegründete Gruppe BRNS hat nicht sehr lange am Bierbusen der Amme Brüssel gesaugt. Dank einem unleugbaren Talent für Komposition und Melodie machte sie rasch auf sich aufmerksam und begab sich auf eine ausgiebige Tournee durch Europa. Ihre unterschiedlichen Klänge sind verstreut zwischen ein paar wilden, von der Musik aus dem schwarzen Kontinent inspirierten Percussions, nebulösen Synthesizern, die sich in den geheimnisvollen Gewässern des Experimental-Pop bewegen, und bisweilen schweren, bisweilen zarten Gitarren aus einem älteren Rock. Es ist höchst wahrscheinlich, dass sich diese Hexenmusik im Konzert zu ihrer vollen Grösse aufschwingt. (Musikvertrieb) **

www.brns.be brns.bandcamp.com www.facebook.com/BRNSmusic

Buraka Som Sistema (Portugal) Tropischer "Bubbling"-Electro

Dantesk, beinahe schon orgastisch! Es fehlt nicht an Adjektiven, um die Live-Performances des Buraka Som Sistema zu beschreiben. Diese überspannte Gruppe (die ihren Namen einem bescheidenen Viertel in der Lissabonner Vorstadt entlehnt) bombardiert seit 2005 ihre hybriden Stücke (ein Mix aus angolesischem Kuduro, Drum'n'bass, Baile-Funk, Breakbeat und sogar Grime) mit einer Menge Percussions, syphilitischen Beats und gewalttätigen Bässen. Mit drei Alben (darunter dem hervorragenden "Black Diamond" aus dem Jahr 2008), einem MTV Award (2008) und einem weltweiten Erfolg im Rücken kommen sie auf die Asse für eine brandheisse Show zwischen Gangsta rap und Dancehall. (Phonag/TBA)

buraka.tv www.facebook.com/burakasomsistema soundcloud.com/burakasomsistema

Chief feat. DJ Deheb (Schweiz/Frankreich) Beatmaking, Abstract HipHop

Chief ist ein brillantes Beispiel für das helvetische Know-how, das in der Schweizer HipHop-Szene grossen Erfolg hat und sich auch im Ausland bemerkenswert gut verkauft. Mit dem Markenzeichen seiner Produktion – Instrumente vom herkömmlichen Typ und raffinierte elektronische Beats – hat er sich auf die Stufe der unumgänglichen Produzenten gehievt. Er hat übrigens auch das 2011 herausgekommene Album "Crickets" von Moka Only vollumfänglich produziert. Er gestaltet seine Musiken als Einzelstücke und ist damit ein würdiger Fortsetzer der Beatmaker-Tradition, wobei er gleichzeitig sehr viel Innovation in Sachen elektronische Sounds an den Tag legt. Seine Show, für die er vom ebenso genialen DJ Deheb begleitet wird, dürfte phänomenal funky werden. (Namskeio)

www.feelinmusic.ch www.facebook.com/Chieffeelinmusic

Crystal Fighters (Vereinigte Königreich/Spanien) Anglo-baskischer Folktronic

Laut einer Legende sollen die Crystal Fighters genauso wie die "Goonies" im Estrich ihrer Sängerin ein in Vergessenheit geratenes und geheimes Manuskript für eine vom Grossvater besagter Sängerin geschriebene baskische Oper gefunden haben. Mit diesem Ausgangspunkt ihres musikalischen Abenteuers haben sich die Londoner von Crystal Fighters aufgemacht, die Welt mit ihrem stark baskisch getönten Electro zu erobern: Synthesizer, Gitarren und Percussions vermischen sich mit traditionellen baskischen Instrumenten wie Txalapartas oder Txistu. Diese fröhlichen Krieger singen im Chor, und dieses Detail verleiht ihren Electrosynthpop- Kompositionen einen Folk- oder sogar tribalen Klang. (Musikvertrieb) www.crystalfighters.com/caveravepreorder www.facebook.com/crystalfighters

Danko Jones (Kanada) Höllischer Hard/Stoner

Danko Jones' Hardrock gleicht dem nordamerikanischen Autobahnnetz: rasch, einfach und direkt. Dieses aus Toronto in Ontario stammende Trio, das vom charismatischen Frontman Danko Jones mit eiserner Gitarre angeführt wird, wurde 1996 gegründet. Seither hat die Gruppe Albums und Lives aneinander gereiht wie ein Lastwagenfahrer Kilometer und Pausen in den Diners auf den amerikanischen Strassen aneinanderreihen würde. Ihr jüngstes Album "Rock'n'roll Is Black And Blue" verwendet ein effizientes Vorgehen: melodiöse Stimme, geschliffene Gitarre, schnurrender Bass und viriles Schlagzeug. Das ist Hard, Stoner, Rock und fährt mit Diesel. (Phonag/TBA)

www.dankojones.com/ www.facebook.com/dankojones

Dirtymadsound feat. Oxsa (Schweiz) Bassmusic, Electro, Dubstep

Auf der Richterskala erreicht die Intensität der von Dirtymadsound und Oxsa hervorgerufenen Erdbeben eine unglaubliche Höhe! Unter dem Patronat des Genfer Labels Argent Sale brauen diese vier verrückten Gelehrten electroabgefrackte Produktionen mit heftigen Basslines und dazu ätzenden Melodien und nahezu elliptischen Rhythmen zusammen. Die sicher schon von Kindsbeinen an damit vertrauten hyperaktiven Mitglieder von Dirtymadsound & Oxsa reihen sowohl im In- als auch im Ausland ein Live ans andere und entfesseln die Mengen mit ihren verheerenden Klang-Erschütterungen. Eine Explosivität, die den berühmten doppelten Mentos Coke übertrifft! (Namskeio)

www.oxsa.ch www.facebook.com/DIRTYMAD soundcloud.com/dirtymadsound

Dizzee Rascal (Vereinigte Königreich) Grime, Electro-Rap

Dizzee Rascal hat seinen unverschämten Punch geschliffen, indem er zu all dem rappte, worauf sich die Londoner Vorstadt in Sachen elektronischer Musik besonders gut versteht: Breakbeat, Drum'n'bass, Jungle, 2-Step, Dubstep usw… Als Anführer der "Grime"- Bewegung – auf englisch so viel wie "Dreck" –, hat sich der Rapper einen Stil geschaffen, der perfekt zu seinem unermüdlichen Flow passt. Die grimmigen und wilden Basslines, denen der Rapper erbarmungslose und tödliche Hiebe versetzt, schlagen Sie früher oder später k.o. Die sechs Spuren seines letzten Opus "DirteeTV" beweisen, dass Dizzee Rascal jederzeit kampfbereit ist. (Universal Music)

www.dizzeerascal.co.uk

Dub Inc. (Frankreich) Reggae / Dub

Als Ikone des französischen Reggae der 2000er Jahre haben Dub Inc. die Geister mit ihren souveränen Melodien und ihren bemerkenswerten Texten geprägt. Seit dem Erscheinen ihres ersten Albums haben die sieben Jungs aus St-Etienne ihre Botschaften voller positiver Schwingungen auf der halben Welt verbreitet. Nach zwei ruhigeren Alben haben sie 2010 ein viertes Werk mit dem Titel "Hors Contrôle" herausgegeben, mit dem sie wieder ganz an die Spitze gelangten und zur besten Gruppe des französischen Reggae gekürt wurden. Nach wie vor fest entschlossen, für seine Anliegen zu kämpfen, wird Dub Inc. das Paléo erneut in den drei Farben der Rastafari- Fahne bemalen. (Musikvertrieb)

www.dub-inc.com www.facebook.com/dubinc

Dubioza Kolektiv (Bosnien-Herzegowina) HipHop/Reggae/folkloristischer und engagierter Rock

Die Mitglieder des Dubioza Kolektiv stammen aus einem von Krieg und zerstörerischen Bruderzwisten heimgesuchten Land. Und sie haben beschlossen, die noch offenen Wunden zu verbinden, indem sie sich zusammenschliessen und Musik komponieren. Die Gruppe verteidigt ihre Vorstellung von Politik, Brüderlichkeit, Gesellschaft, Frieden und Toleranz mit Stücken, die sich ziemlich an HipHop anlehnen, obschon auch Reggae- und Rock-Gitarrenriffs zu hören sind. Das entschieden engagierte und kämpferische Dubioza Kolektiv verbreitet eine universelle Botschaft von Achtung und Hoffnung. (Pressedienst)

dubioza.org www.facebook.com/dubioza

Etienne de Crécy présente Beats'n'Cubes (Frankreich) House / French Touch

Zusammen mit Air, Daft Punk oder auch Alex Gopher war Etienne de Crécy einer der Begründer der französischen elektronischen Musik. Seine Musik wuchs auf dem fruchtbaren Boden, der Versailles in den 1990er Jahren war, und hat sich schon sehr bald auf der ganzen Welt einen Namen geschaffen, der den Ruhm des dortigen Schlosses übersteigt. Seine Klänge gleichen seiner Umgebung, sie vermischen Gitarren und Funk- Melodien, elektronische Beats und, in den jüngeren Kreationen, auch saturierte Bässe à la Mr. Oizo. Der Künstler tritt in einer Art leuchtendem und magischem Rubik-Würfel auf und schafft damit eine digitale, binäre Atmosphäre, eine Welt aus geometrischen Formen im Geiste des Films Tron. (Namskeio) www.etiennedecrecy.com www.facebook.com/EtienneDeCrecyNetwork

Fai Baba (Schweiz) Psyche-Folk

Die psychedelisch angehauchten fragilen Melodien von Fai Baba klingen wie eine Einladung auf eine spirituelle Reise. Dieser zwischen gequältem Flehen und Oden an die Freude hin und her gerissene Schamane aus Zürich beschwört die Geister seiner Bluesmen-Vorfahren und fordert uns auf, ihre Soul-Tiefen zu ergründen. Mit seiner atemberaubenden Stimme an der Grenze zwischen Cat Power und Marc Bolan wird er langsam aber sicher zu einer der Starfiguren der unabhängigen Musik in der Schweiz. Auf der Bühne lässt er, eher der Einzelgänger-Typ, sich von Frank Mottier am Schlagzeug und Lukas Müller am Bass begleiten auf dem Weg zur Eroberung des Klangs aus dem fernen Westen. (Irascible)

www.facebook.com/faibabamusic www.mx3.ch/artist/faibaba

Gaël Faye (Frankreich) Französischer Rap

Gaël Faye ist in Burundi als Sohn einer ruandischen Mutter und eines französischen Vaters zur Welt gekommen. Der in diesem afrikanischen Land wütende Krieg zwang die Familie Faye zum Exil, und so kam sie 1995 nach Frankreich. Ein paar Jahre später begann Gaël mit Schreiben, verlieh seinen Gefühlen, seinen Erfahrungen, seinen Kämpfen und seinen Hoffnungen einen Sinn. Seine Feder ist hart, aber geschliffen, sie deckt Wahrheiten auf, die verletzen und die man lieber nicht hören würde. Der Flow des jungen Rappers fliesst zu melodiösen Produktionen mit Jazzy- und Soul- Klängen. (Universal Music)

www.gaelfaye.fr www.facebook.com/Gaelfaye

Gesaffelstein Live (Frankreich) Mentaler Techno / Dark-Techno

Dieser dunkelhaarige Beau ist der Schützling von The Hacker, mit dem er das Label Zone gegründet hat. Gesaffelstein, Anhänger eines düsteren mentalen Techno mit brutaler Romantik, gab 2008 seine erste EP ("Modern Walk") 2008 heraus, mit der er sich auf Anhieb in der Nähe von DJ Hell und dem Underground-Techno ansiedelte. Danach folgten zwei ebenso beklemmende kraftvolle EPs ("Conspiracy I&II" im Jahr 2011) und viel bemerkte Remixes für Cassius oder auch Lana del Rey. Darüber hinaus untermalt sein Titel "Viol" musikalisch gewisse Werbespots für grosse Marken. Bei Live-Auftritt, wo er ebenso unerbittlich ist, spielt er seine satten Klang- Materien und seine martialischen Beats mit einer kalten Präzision, die den Atem raubt. Schön und zerstörerisch.(Namskeio)

www.gesaffelstein.net www.facebook.com/gesaffelsteinmusic

Hathors (Schweiz) Stoner, Noisy, Trash-Rock

In der ägyptischen Mythologie ist Hathor eine Göttin mit einer vielschichtigen und ambivalenten Persönlichkeit, ebenso fröhlich wie aggressiv, fähig zu schaffen und zu zerstören, Symbol für Frieden und Unordnung. Der Noisy-Grunge von Hathors widerspiegelt die grenzenlose Verehrung der drei Getreuen für ihre Göttin. In einer destrukturierten Messe auf dem Altar des Stoner-Rock skandiert Marc Bouffé mit seiner gefolterten Gitarre in der Hand in Begleitung von Terry Palmer am Bass und Marcel Munz am Schlagzeug Gebete, die ebenso Ekstase wie Schmerz auszudrücken scheinen. Auf ihrem mit kreativer Energie geladenen Album "Keeping Secrets" reihen die Hathors mit eisernem Griff feurige Stücke aneinander, wobei sie dazwischen – wie um ein fragiles Gleichgewicht zu wahren – Kompositionen mit kurzlebiger Ruhe einstreuen. Energie, Enthusiasmus, Tumult, Rock. (Pressedienst)

hathors.info www.facebook.com/HATHORSOFFICIAL Heymoonshaker (Vereinigte Königreich)

Beatbox-Blues

Die beiden Engländer von Heymoonshaker haben sich vor drei Jahren kennengelernt, als sie durch die Strassen der grossen neuseeländischen Städte zogen. Sie sind alle beide Strassenmusiker; Dave Crowe zog die Mengen mit seiner beeindruckenden Beherrschung des Beatbox an, während Andy Balcon sich mit seiner gleichzeitig fragilen und kraftvollen Stimme in die Herzen der Passanten sang. Überzeugt davon, dass man gemeinsam stark ist, stürzten sich die beiden Vagabunden ins Abenteuer und gründeten Heymoonshaker. Aus dieser glücklichen Verbindung entstand eine Musik, welche die urbanen Klänge erforscht, in den Wurzeln des Blues und des Rock'n'roll schöpft und heute die Mengen vereinigt, die ihnen auf der Bühne zujubeln… (Pressedienst) heymoonshaker.com soundcloud.com/heymoonshaker

Jonathan Wilson (USA) Psycho-Rock nach alter Schule

In den Kieferwäldern der Hollywood Hills erklingen die psychedelischen Stimmen und Riffs der Gibson 1969 von Jonathan Wilson. Und auf den Anhöhen des Laurel Canyon (Kalifornien) hat sich der aus North Carolina stammende Künstler niedergelassen, um sein letztes Album aufzunehmen. An genau dem Ort, wo vor vierzig Jahren die gewaltigsten Anlässe rund um die Grössen des Folk und des Psyche-Rock organisiert wurden, von den Crosby, Stills, Nash & Young über Frank Zappa oder John Mayall bis zu Jimi Hendrix. Das vollständig analog aufgenommene "Gentle Spirits" wiedergibt eine Atmosphäre und einen Sound voller Authentizität. Jonathan Wilson ist mehr als ein einfacher Nachfolger, nämlich ein Bindeglied zwischen dem Goldenen Zeitalter des Rock’n’roll und dem 21. Jahrhundert. (Pressedienst) songsofjonathanwilson.com www.facebook.com/songsofjw

Juveniles (Frankreich) Pop post New wave / Electro-pop wave

Im vollen New-wave-Revival ist Juveniles der Terror des Web und des Dancefloor. Das Trio, alles Mitglieder von obskuren Gruppen aus Rennes, entstand 2011 und bekannte sofort Farbe mit einem Synth-Pop, der entschieden auf die 80er, die Epoche von The Smiths und New Order, ausgerichtet ist. Nur gerade drei Monate brauchten sie für das Komponieren und Aufnehmen einer ersten EP "We are Young", die ungeschliffen und effizient klingt und direkt aus den Studios von Manchester zu stammen scheint. Mit Synthesizern, die weit älter sind als sie selbst, schmachtenden Melodien und einer sanften, einschmeichelnden Stimme erfinden sie einen neuen synthetischen und kalten, der grossen Epoche würdigen Pop post New-Wave: retrofuturistisch und höllisch tänzerisch! (Universal Music) * **

www.juvenilesmusic.com www.facebook.com/Juvenilesmusic

Kavinsky (France) Cadillac Electro

What have James Dean, Cuba and Kavinsky got in common? Answer: old American cars. Whereas James Dean used them to seduce the girls and in Cuba they lure thousands of nostalgic tourists, Kavinsky has composed an electronic opus in their honour. His music, quite close to that produced by his mates SebastiAn and Mr. Oizo, smells of leatherette upholstery and walnut dashboards. Already internationally famous thanks to his song "Nightcall", which figures on the original sound track of the film "Drive", this musician has just released a new album – "Outrun" – a homage to the eighties, VHS and vintage video games. (Universal Music) www.facebook.com/KavinskyOfficial soundcloud.com/deadcruiser

Kadebostany (Schweiz) Orchestraler Electro

Kadebostany ist eine Republik. Eine Republik mit einem Präsidenten, der Kadebostan genannt wird. 2008 hat dieser Präsident beschlossen, den Blick der Welt auf die kulturelle Kraft seines Landes zu lenken, und dazu hat er eine Gruppe gegründet, die den Namen seines Landes trägt. Dieses Nationalorchester hat 2011 ein erstes Album mit dem Namen "Songs from Kadebostany" herausgegeben, das sich zwischen elektronischen Musiken, grossspurigen Trommeln und unverschämten Trompeten hin und her bewegt. Das zweite Album von Kadebostany ist eine Kompilation der besten auf dem Landessender ausgestrahlten Hits, und man sagt, die UNESCO erwäge es, dieses Werk unter ihren Schutz zu stellen. (Namskeio)

www.kadebostany.com www.facebook.com/Kadebostany

Keny Arkana (Frankreich) Engagierter Rap

Als junges Mädchen hat Keny Arkana begonnen, vor ihren Heim-Kameradinnen zu rappen. Ihre Reime brachten die Schwierigkeiten und Ungerechtigkeiten zum Ausdruck, mit denen sie damals konfrontiert war. Seither hat sich die junge Frau einen Weg durch die Hindernisse des Lebens gebahnt und sich als unumgängliche Künstlerin der französischen HipHop-Szene durchgesetzt. Keny Arkana ist ein echter Wirbelsturm, der uns mitreisst. Ihre militanten Texte werden begleitet von reichhaltigen und vielfältigen Produktionen, die auch über die Grenzen des HipHop hinausgehen. Die engagierte, rebellische und kämpferische Rapperin kommt auf die Bühne des Paléo, um ihr jüngstes Album "Tout tourne autour du soleil" vorzustellen. (Warner Music)

www.keny-arkana.com

La Femme (Frankreich) Tropical wave-Disco / “Beach Goth”-disco

Eine der im Moment angesagtesten französischen Gruppen, die mit einem sehnlich erwarteten ersten Album ("Psycho Tropical Berlin") voll einschlägt! La Femme, ein inspiriertes und aufsässiges Quintett, wirft seit 2010 tröpfchenweise bemerkenswerte Synthpop- Bömbchen ab ("Paris 2012", "Sur La Planche"), die leicht nostalgisch, ein wenig lo-fi und vor allem sehr synthetisch sind. Im Visier haben sie Cold wave, Marie et les Garçons oder Jacno, Surf music, Yéyé-Geist, Punk, Vintage-Keyboards und Gitarren mit einer Menge Hall. La Femme, genauso beeindruckend auf der Bühne mit Synthesizern, gedrängten Tempi, binären Grooves, Pailletten und Spleen hat viel Klasse... und Empfindungen! (Universal Music) * www.facebook.com/lafemmeressort lafemme.bandcamp.com

Lescop (Frankreich) New Wave-Pop

Obwohl er von Pop culture und englischer Musik durchdrungen ist, ist Lescop glücklich über seine in Frankreich verbrachte Jugend. Dieser junge Mann aus La Roche in der Vendée hat es verstanden, sich von den Klängen und Ambientes von Joy Division oder The Cure inspirieren zu lassen und sie gleichzeitig mit seinem französischen Geist zu kombinieren; eine gewisse Affektiertheit, vermischt mit der Suche nach den richtigen Worten. Die nüchterne und konstante Stimme schreitet in der eisigen Morgendämmerung der Atlantik-Küsten dahin auf ein paar minimalistischen Synthesizer-Stränden mit kriegerischen und unsterblichen Rhythmen. Eine neue Pop-Welle erreicht das Land. Lescop wird zum Schöpfer von Gischt. (Universal Music) www.popnoire.com/lescop www.facebook.com/lescoplescop

Licia Chery (Schweiz/Haiti) Soul-Music, sprühender Pop

Diese Autorin, Komponistin und Interpretin kam in der Schweiz zur Welt als Tochter haitianischer Eltern, die vor der damals auf der Insel herrschenden Diktatur geflüchtet waren. Die junge Frau beeindruckt und fasziniert durch ihre Selbständigkeit und ihre Entschlossenheit. Licia Chery liebt die Musik seit zartester Kindheit. Sie lässt sich von vielseitigen Einflüssen nähren und hegt eine tiefe Verehrung für die grossen Namen des Soul (Otis Redding, Ray Charles, Marvin Gaye), die grossen Damen des Jazz (Ella Fitzgerald, Nina Simone oder Billie Holiday) und natürlich die haitianische Musik. Mit ihrer sonnengetränkten, weichen und zärtlichen Stimme singt Licia Chery aus dem Herzen und aus dem Bauch heraus und zögert dabei nicht, Ungerechtigkeiten anzuprangern und die Übelstände in unserer Welt aufzuzeigen. (Pressedienst)

www.liciachery.com soundcloud.com/liciachery

Loccomotion feat. MC Stone (Schweiz) Drum’n’bass, wütende Bässe

Einst, zur Zeit der Eighties, lud Kylie Minogue im roten Rüschen-Minikleid und mit einer skandalösen Dauerwelle die Jugendlichen ein, ihre naive Choreographie "The Loccomotion" nachzuäffen. Tauchen die peinlichen Erinnerungen an die Samstagnachmittags-Feten wieder auf? Keine Bange: Die beiden Cousins André und Oliv’, die bei Loccomotion auflegen, sorgen dafür, dass Sie dieses bittere Andenken rasch vergessen, und liefern Ihnen einen guten Grund, wie ein kopfloses Huhn wild rumzuhüpfen und rumzurennen. Loccomotion wütet seit gut zehn Jahren in der Schweizer Drum'n'bass-Szene und zögert nicht, die Menge in einen Wirbel von wildgewordenen Infrabässen, berauschenden Rhythmen und dröhnenden Percussions zu stürzen. Der Gedächtnisverlust ist garantiert. (Namskeio)

www.loccomotion.ch loccomotion.bandcamp.com

Lou Doillon (Frankreich) Eleganter Folk

Eine Meisterleistung für Lou Doillon, die im letzten September ein von Kritik und Publikum vielgelobtes Album ("Places") herausgegeben hat, bevor sie 2013 ihre erste Victoire de la Musique einheimste. Nachdem sie mit ihren Talenten als Schauspielerin und Mannequin bekannt wurde, kann man seit ihrer Single "ICU" die bisher verborgene Seite in ihr entdecken: die Sängerin und Songwriterin. Doch Lou hat in erster Linie eine kraftvolle und heisere Stimme, die perfekt zu den dem Besten aus dem angelsächsischen Folk (Patti Smith, Karen Dalton) entlehnten bitter-süssen Ambientes und düsteren Texten passt. (Universal Music)

www.loudoillon.fr www.facebook.com/loudoillon

-M- (Frankreich) Französischer Rock&Pop

In seinem Gewand als maskierter Racheengel kommt M erneut auf die Bühne des Paléo, um mit seinem sechsten Album "Îl" - wie Insel, aber in der männlichen Form - die Liebe zur Herrscherin zu machen. Eine mitten im Ozean verlorene Insel, ein geheimes Labor, in dem die Worte und ihr Sinn auseinandergenommen und zerpflückt, die Töne und Klänge erkundet und dann durchgewalkt werden. Seine Gitarre verwandelt und verändert sich im Laufe der Stücke. Vom entsetzlich elektrischen "Mojo" über das merkwürdig zigeunerhafte "La Maison de Saraï" oder das hispanisierende "Baïa" bis zur nahezu elektronischen Akustik des berührenden "Océan". M ist ein grosser Verfechter des Rock und ein Künstler mit einer starken Persönlichkeit, der immer wieder erstaunt und irritiert. (Universal Music) **

www.labo-m-music.com www.facebook.com/MatthieuChedid

Mai Lan (Frankreich) Rock Pop Folk

Mai Lan hatte die Gemüter schon 2005 geprägt, als sie mit ihrer süsslichen und zarten Stimme Drohungen und bissige Worte ausstiess zum Original-Soundtrack des Films "Sheitan", den ihr Bruder Kim Chapiron realisiert hatte. Das Ende 2012 erschienene erste Album der quirligen Mai Lan öffnet die Tore zu einem Zauberreich. Ihre liebenswürdige Stimme mit dem bisweilen kindlichen Timbre begleitet uns im Laufe der becircenden Balladen, Pop-Rock-Liedchen und Folk-Perlen. Ob auf Englisch oder Französisch verwendet Mai Lan immer eine ganz besondere Sorgfalt auf das Schreiben und Verfassen der schelmischen, lustigen und neckischen Texte.(Disques Office)

www.mai-lan.net www.facebook.com/mailanofficiel

Mama Rosin (Schweiz) Cajun’n’roll

Mit einem jüngsten Album unter dem Titel "Bye Bye Bayou" hätte man annehmen können, dass die Genfer Gruppe Mama Rosin sich vom musikalischen Genre aus dieser Region im Süden von Louisiana verabschiedet hat. Weit gefehlt! Diese neue Platte führt die Reise in die Sümpfe von Louisiana weiter, ein eigentliches Ökosystem mit einer reichen und grossen Artenvielfalt, in der zahlreiche Instrument-Arten wie Violine, Handharmonika, Gitarre, Banjo und Schlagzeug zusammenleben. Das vom Rocker Jon Spencer produzierte "Bye Bye Bayou" fügt all dem noch einen Schuss Punk-Rock-Seele hinzu, der die Bühne Les Arches mit Sicherheit in Stimmung versetzen wird. (Irascible)

www.mamarosin.com mamarosin.bandcamp.com

Marc Aymon (Schweiz) Französisches Folk-Chanson

Dieser junge Walliser Sänger ist ein Abenteurer, der die Gitarren den Schiffen vorzieht. Im Geist der amerikanischen Beat Generation ist er während drei Monaten durchs Innere der Neuen Welt gereist auf der Suche nach einer Gitarre, einem Klang. Auf seiner Reise zwischen Alligator-Jägern und alten Hippies ist Marc Aymon nach Nashville gekommen und hat den Besitzer eines legendären Studios mit einem seiner Chansons für sich eingenommen. Hier nahm er dann sein drittes Album– "Marc Aymon" – auf mit zwei Schweizer und ein paar amerikanischen Musikern, darunter dem Schlagzeuger von Neil Young und dem Pianisten von BB King. Eine Begegnung zwischen französischem Chanson und amerikanischem Folk. (Disques Office)

www.marcaymon.com

Mass Hysteria (Frankreich) Metal/HipHop

Im Jahr 1518 hat eine dem Teufel zugeschriebene kollektive Hysterie Hunderte von Frauen in Strassburg dazu getrieben, während zehn Tagen frenetisch zu tanzen. Das Konzert von Mass Hysteria kann nicht so lange dauern, umso intensiver wird deshalb der Tanz sein. Diese fünf Franzosen verbinden die kraftvollen und sich ständig wiederholenden Riffs des industriellen Metal mit dem HipHop-Flow der Worte von Mouss Kelai. Mit ihren sieben Studio-Alben kann sich diese Rage Again The Machine aus unserm westlichen Nachbarland rühmen, als eine der einzigen Gruppen Metal in der Sprache Molières zu singen und diesen oft ausgegrenzten Stil populär gemacht zu haben. (Disques Office)

www.masshysteriaofficial.com

Mermonte (Frankreich) Akustischer und orchestraler Pop

Bisweilen ist es schwierig, Musik mit Worten zu beschreiben, weil sie in erster Linie eine Frage von Seele und Gefühlen ist. Die Musik von Mermonte braucht keine Worte, um ihre Botschaft hinüberzubringen: Die Klänge und die von ihnen hervorgerufenen Technicolor-Bilder genügen im allgemeinen. An der Spitze dieses akustischen und visuellen Gebirges dirigiert Ghislain Fracapane wie ein stumm gewordener Sufjan Stevens mit Grandezza ein hervorragendes und polyrhythmisches Orchester aus zehn diskreten und glänzenden Musikarbeitern. Eine immense Naturkraft strömt von ihrem Konzert aus und reisst das Publikum mit, wie eine Flutwelle den Sand der bretonischen Strände wegspült. (Pressedienst)

www.mermonte.com www.facebook.com/mermonte

Merz (Vereinigte Königreich / Schweiz) Electro-Folk mit leichtem Ethno-Einschlag

Dieser Musiker britischer Herkunft hat den grössten Teil seines Lebens damit verbracht, rund um die Welt zu reisen, um dann mitten in den Schweizer Alpen vor Anker zu gehen und sein letztes Album "No Compass Will Find Home" unter der Leitung des hochbegabten Electro- Produzenten Matthew Herbert aufzunehmen. Mit Stücken, die Phantasiegestalten und Zauberwelten heraufbeschwören, bahnt sich die ätherische Stimme von Conrad Merz Lambert wie ein Geister-Schiff ihren Weg zwischen melancholischen Balladen, beschaulichen Stücken und unruhigeren Gewässern. Auf der Bühne tritt er zusammen mit dem Spassvogel Julian Sartorius auf, einem der kreativsten Schlagzeuger/Perkussionisten Helvetiens. Ganz einfach konsternierend. (Pressedienst) www.merz.co.uk www.facebook.com/8merz8 soundcloud.com/merz

Michael Gregorio (Frankreich) Chanson / Humor

Der 18jährige Michael Gregorio hat den Globe de Cristal 2013 in der Kategorie "Beste One Man Show" gewonnen und ist kein Anfänger mehr. Er ist kein Imitator, er begnügt sich nicht mit Nachahmen. Er kreiert, erfindet neue Stücke, indem er Raphaël "Ça fait rire les oiseaux" der Compagnie Créole singen oder Shakira und Francis Cabrel in "Je l'aime à mourir" miteinander ins Gespräch kommen lässt. Er ist eine menschliche Jukebox, aber auch ein Krieger der Bühne, ein elektrischer "petit corps valide", wie er sich manchmal in Anspielung auf Grand Corps Malade nennt. Die künstlerische Revolution entsteht aus der Vermischung der Genres, Michael Gregorio hat vielleicht eine angestiftet. (Pressedienst)

www.michaelgregorio.fr

Navel (Schweiz) Psych-Rock/Blues

Die vor nunmehr rund zehn Jahren in Basel unter dem Stern des Blues und des Psyche-Rock geborene Gruppe Navel hat sich ununterbrochen weiterentwickelt, ist durch Europa und die USA getourt. hat sich hin und wieder von Musikern getrennt und andere aufgenommen. Trotz einigen Umwegen auf ihrem Parcours hat es Navel verstanden, wieder an ihre musikalischen Wurzeln anzuknüpfen. Das letzte Album "Loverboy" legt Zeugnis ab von dieser Treue zum Sixties-Rock, zu eindringlichen und verwirrenden Melodien, zum masslosen Gebrauch von Verzerrungen und anderen Wah-Wah und zu hypnotischen Tempi. Eine von den Namen mit "Black" - Black Angels, Black Rebel Motorcycle Club oder auch les Black Keys – beeinflusste Gruppe. (Pressedienst) www.navelband.com www.facebook.com/Navelband

Neil Young & Crazy Horse (Kanada) Legendärer Folk-Rock

Der in seinem Heimatland und dessen Geschichte verwurzelte Neil Young war einer der Begründer des nordamerikanischen Folk-Sounds. Seit fünfzig Jahren beglückt er mit seinen Dauerbrennern die Welt. Mit seinen Songs, die seine Zuhörer beflügeln und selbst gleichgültige Seelen ansprechen, ist es ihm gelungen, noch zu Lebzeiten zu einem zeitlosen Mythos zu werden. Seine Diskografie, und insbesondere sein Album "Harvest", ist ein Schatz, auf den alle Besitzer stolz sind, weil er wie tausend flimmernde Lampions gleich einem Vollmond in einer Herbstnacht schillert. (Warner Music)

www.neilyoung.com www.facebook.com/NeilYoung

Nick Cave & the Bad Seeds (Australien) Classy-Rock

1984 gaben Nick Cave & the Bad Seeds ihr erstes Album "From Her to Eternity" heraus. Seither hat uns Nick Cave zahlreiche Alben und Lives beschert, sei es als Solist, sei es zusammen mit den Bad Seeds oder auch als Mitglied von Grinderman, und damit jedes Mal Meilensteine in einer bemerkenswerten Karriere gesetzt. Ein paar Jahrzehnte später hat Nick Caves Classy- Schmachten nichts von seiner Grösse eingebüsst. "Push the Sky Away", sein fünfzehntes Studio- Album mit den Bad Seeds, besitzt die elektrische Spannung von rostigen Gitarren, die allerdings gemässigt wird durch die eindringlichen Auftritte von Klavier, Violine und Kinderstimmen. Ein Must, ebenso classy wie legendär. (Limmat Records)

www.nickcave.com www.facebook.com/nickcaveandthebadseeds

Nick Porsche (Schweiz) Strange-Pop, Mann mit Stimme und Gitarre

Mit diesem nach einem Fan von Luxusschlitten klingenden Künstlernamen dürfte Nick Porsche all jene enttäuschen, die von ihm erwarten, dass er die "Gasolina" interpretiert und dabei in die Auspuffrohre von grossen Boliden bläst. Der aus Biel stammende Künstler mit den vielseitigen Talenten lässt sich von der Musik aus aller Welt inspirieren und fordert seinen Zuhörer auf, ihm auf seinen Reisen zu folgen. Seine mal fragile, mal sinnliche Stimme ist ohrenbetäubend wie eben die rasende Beschleunigung eines Cabriolets der Marke aus Zuffenhausen. (Pressedienst)

www.facebook.com/nickporschemusic mx3.ch/artist/nickporsche nickporsche.bandcamp.com

Oxmo Puccino (Frankreich) Melodiöser französischer Rap

Wie ein Messerwerfer schleift und wetzt Oxmo Puccino seine Reime, wirft sie dann mit kontrollierter Geste ab und trifft immer ins Schwarze. Als beeindruckender MC jongliert er elegant mit seinen Inspirationen, seien diese HipHop oder Jazz. Der "Black Jacques Brel" kommt erneut auf die Bühne des Paléo, um sein sechstes Album abzuschiessen. "Roi sans carrosse" hat ihm übrigens die zweite Victoire de la Musique seiner Karriere eingetragen und wurde zum besten Album der urbanen Musik erkoren. Dieses Opus mit entschieden auf HipHop ausgerichteten Produktionen passt hervorragend zu den Stilfiguren und dem unvergleichlichen Flow von Oxmo Puccino. (Disques Office)

www.oxmo.net www.facebook.com/OxmoPuccinoOfficiel

Palma Violets (Vereinigte Königreich) Indie Garage & Rock

Sam, Chilli, Pete und Will haben sich auf dem Zeltplatz des Reading Festival kennengelernt. Sie hatten es satt, nur die Künstler auf den Bühnen zu sehen, und wollten es ihnen gleichtun. So begannen die vier jungen Engländer, selbst zu schreiben und Stücke zu komponieren. Darauf folgten zahlreiche Konzerte im entschiedenen Garage-Geist in ihrem kleinen Studio in der Londoner Vorstadt. Schon bald wuchs ihre Bekanntheit, insbesondere dank zahlreichen Videos, die ihre Fans ins Netz stellten. Dieser Buzz, wie man sagt, führte dazu, dass sie in kürzester Zeit entdeckt wurden von Rough Trade, dem Label von Arcade Fire, der Libertines oder auch der Strokes, auf dem die Palma Violets ein erstes vielversprechendes Album unterzeichnen. (Musikvertrieb) **

www.palmaviolets.co.uk www.facebook.com/palmaviolets

Patrick Bruel (Frankreich) Französische und volkstümliche Chansons Patrick

Bruel ist ein vielschichtiges Talent: Sänger volkstümlicher Lieder, ein für die Césars nominierter Schauspieler und auch Poker- Weltmeister. Ausserdem ist er auch politisch gegen den Front National engagiert und setzt sich für den Kampf gegen AIDS ein. Er hat die Musik in derselben Zeit wie Brel, Brassens und Gainsbourg entdeckt und hat mit diesen Musikern die hohe Kunst des Refrains gemein. Mit seinen ersten Hits in den neunziger Jahren wie "Casser la voix" und "Place des grands hommes" hat er seinen tiefgründigen Blick und ab 2000 seine einzigartige Stimme mit den Neuinterpretationen französischer Chansons aus den 1930er Jahre bewiesen. Eine Reise durch französische Traditionen und Unterhaltungsmusik. (Sony Music)

www.patrickbruel.com www.facebook.com/patrickbruelofficiel

Paul Meyer (Frankreich) & Le Concert Européen

Paul Meyer, einer der begabtesten und renommiertesten Klarinettisten der Gegenwart, hat als Solist mit den meisten der grossen internationalen Orchester gespielt. Neben seiner brillanten Karriere als Interpret widmet sich Paul Meyer je länger je mehr auch dem Dirigentenstab, insbesondere mit dem Orchester Kosei aus Tokio, das er seit 2009 als Chef-Dirigent leitet. Der leidenschaftliche Liebhaber von Kammermusik hat mit den hervorragendsten heutigen Künstlern zusammengearbeitet. Er unterrichtet auch am Conservatoire de Paris und erteilt Masterclasses in Klarinette auf der ganzen Welt. Seine diskographische Tätigkeit – über 40 Platten für die grössten Firmen – erhielt zahlreiche Preise, darunter Gramophon und Grammy Awards und viele andere. Und schliesslich wurde Paul Meyer vor kurzem in den Rang des Kommandeurs im Ordre des Arts et des Lettres erhoben. Das Concert Européen, angeführt von seiner musikalischen Leiterin und Solo-Violinistin Julie Lafontaine, begleitet Paul Meyer am Paléo zu Mozarts Klarinettenkonzert. Dieses Westschweizer Streichensemble mit wechselnder Zusammensetzung trägt seit seiner Gründung zur Demokratisierung der klassischen Musik bei, indem es regelmässig prominente Künstler zu sich einlädt und an zahlreichen Festivals auftritt. (Pressedienst) Wolfgang Amadeus Mozart "Don Giovanni" – Ouvertüre Klarinettenkonzert KV 622 www.paulmeyer.fr/indexF.html

Phoenix (Frankreich) Indie-Pop

John Cage war von der Stille fasziniert. Sein Leben lang hat er sie erforscht, um zum Schluss zu kommen, dass es sie in ihrer absoluten Form gar nicht gibt. Anstatt sich in einem schalldichten Raum der NASA einzuschliessen, hätte er besser der Stille in der Musik von Phoenix gelauscht. Als Pionier des French Touch, insbesondere mit der Gruppe Daft Punk, hat sich diese Band aus Versailles danach einer raffinierten, stillen und sauberen Pop-Rock- Musik zugewandt. Phoenix spielt Pop-Rock mit der mechanischen Präzision einer edlen Maschine, die mit spielerischer Leichtigkeit ein beschwingtes Lied nach dem anderen hervorzaubert. (Universal Music)

www.wearephoenix.com www.facebook.com/wearephoenix

Pony Del Sol (Schweiz) Fresh-Chanson

Unter dem merkwürdigen Pseudonym Pony Del Sol lädt uns Gael Kyriakidis ein, sie auf einem fröhlichen Spaziergang durch ihre verzaubernde und schelmische Welt zu begleiten. Ihre auf der Basis einer einfachen Gleichung aus Stimme, Looper und Laptop komponierten Chansons erzählen mit umwerfendem Humor und verwirrender Leichtigkeit von den aussergewöhnlichen Begebenheiten, die ihrem Alltag wie auch ihrer Fantasie entsprungen sind. Die spontane und aufrichtige Freiburgerin wirft sämtliche Konventionen über den Haufen, um alle musikalischen Genres zu erforschen und so ihrer Lust auf Verrücktes nachzugeben. (Pressedienst) www.facebook.com/ponydelsol www.mx3.ch/artist/ponydelsol

Protoje & The Indiggnation (Jamaika) Reggae

Nach Bob Marleys Tod begann die Suche nach seinem Nachfolger. Doch niemand konnte es mit seinem Genie und seiner musikalischen Sensibilität aufnehmen. So verstreute sich seine Seele in den Körpern der Musiker wie Asche im Wind, und Protoje hat einen Teil davon geerbt. Was ihn mit dem Meister verbindet, ist seine Fähigkeit, den kodifizierten Stil des Reggae zu erneuern, und sein Talent, mit verführerischen Melodien die Aufmerksamkeit zu fesseln. Trotz seines jugendlichen Alters und einer noch in den Kinderschuhen steckenden musikalischen Karriere hat es Protoje verstanden, sich auf einen Platz unter den geachtetsten Reggae-Künstlern seiner Generation zu hissen. (Pressedienst)

www.facebook.com/protoje

Raphael (Frankreich) Destukturiertes Pop-Chanson

"Eines der besten Alben 2012" lobt die Kritik. Raphael hat einen grossen Coup gelandet mit seinem sechsten verwirrenden Album, das ihm nicht im Geringsten gleicht. Der harmlos trällernde Sänger hat endgültig mit der Vergangenheit gebrochen (kein Label, keine Tourneen mehr), um sich zurückzuziehen und zusammen mit Benjamin Lebeau (The Shoes) ein packendes Album aus 10 Titeln zusammenzubasteln mit Synthesizern anstelle von Gitarren, destrukturierten Melodien und zwielichtigen Ambientes, wo sich seine erstaunlich dunkle, wie befreite Stimme endlich im inspirierenden Schatten eines Bashung oder auch Manset verkörpert. Wir sind ganz einfach gespannt darauf, uns das live anzuhören. (EMI Music)

www.raphael.fm www.facebook.com/raphaelofficiel

Reptile Youth (Dänemark) Sommerlicher Electropunk-Pop

Seit rund zehn Jahren kann ein geübtes Ohr feststellen, dass die Bass-Frequenzen in der populären Musik zugenommen haben. Reptile Youth liegt voll in diesem Trend. Diese vier Kopenhagener schöpfen in den Sounds des Electroclash und im beissenden Pop von Gruppen wie The Rapture und bieten eine Mischung von Elementen, die an Konzerten in den 2000er Jahren ihre Effizienz unter Beweis gestellt haben. Auf der Bühne entstehen daraus eine Kraft und ein diabolisches Feuer, eine unwiderstehliche Lust, im Schlamm zu tanzen und nackt im See zu baden. (Namskeio)

www.reptileyouth.com www.facebook.com/reptileyouth

Retro Stefson (Island) Pop House

Island, ein durch eine ferne Sprache und Kultur isoliertes Land, hat uns an seine musikalischen Besonderheiten gewöhnt. Und diese aufgestellte junge Gruppe ist keine Ausnahme: Sie tollen herum, singen mehrstimmig auf isländisch, portugiesisch und französisch, hüpfen dann fröhlich zwischen Sequenzen von wiegender Musik, ein paar symphonischen Heavy Metal- Gitarre-Riffs und tänzerischem Pop House hin und her. Ihren Ruf verdanken sie ihren ausgefallenen und spektakulären Performances auf der Bühne und ihrer Fähigkeit, sich jedes neue Publikum zum Freund zu machen. (Universal Music)

www.retrostefson.com www.facebook.com/retrostefson

Rokia Traoré (Mali) World Music

Während ihrer ganzen Kindheit und Jugend reiste Rakia Traoré unablässig um die Welt, da ihr Vater als Diplomat immer wieder anderswo hin berufen wurde. Schliesslich hat Rakia Traoré ihr Gepäck in ihrem Heimatland Mali abgestellt und sich mit traditionellen Musikern zusammengetan, welche die elektrische Gitarre und die eklektischen Inspirationen der jungen Frau begleiten. Die Vielfalt der Einflüsse – malische Volksmusik und populäre westliche Musik – sowie die Mehrsprachigkeit ihrer Stücke – sie singt auf bambara, französisch und englisch – tragen ihr bei jedem neuen Album grosse Anerkennung ein. Die Produktion ihres letzten Albums "Beautiful Africa" wurde John Parish anvertraut, der übrigens lange mit PJ Harvey zusammengearbeitet hat. (Warner Music)

www.rokiatraore.net www.facebook.com/RokiaTraore

Saez (Frankreich) Rock-Chanson

Er füllt die Konzertsäle und verkauft Millionen von Alben ohne grossen Medien-Aufwand. Der nirgends einzuordnende Künstler Damien Saez geht seinen Weg zwischen neoromantischer Poesie und engagiertem Rock unbeirrt weiter. Der Autor, Komponist, Interpret und Instrumentalist feilt oft ganz allein und bis zum Exzess an seinen Alben (bisher 7 in 13 Jahren Karriere) herum, auf denen er einer von Finanz und Überkonsum kranken Welt den Kampf ansagt. 2012 leistet er sich "Messina", ein exaltiertes Dreifach-Album mit Rock à la Noir Désir, Chanson à la Brel und schöner symphonischer Musik. (Disques Office)

www.saez.mu www.facebook.com/damiensaez

Santana (USA) Legendärer Latin Rock

Es gibt Klänge, die so einzigartig sind, dass man sie aus allen anderen heraushört: die Trompete von Louis Armstrong, die Querflöte von Ian Anderson und die Gitarre von Carlos Santana. Letzterer ist einer jener Musiker, die sich ihr Instrument völlig zu eigen gemacht haben und es auf unnachahmliche Weise anstelle ihrer Stimme singen lassen. Seit seinem Konzert in Woodstock 1969 hat der Begründer des Latin Rock nichts an Energie eingebüsst, hat er doch seit Beginn seiner Laufbahn nicht weniger als 36 Alben herausgebracht - das letzte letztes Jahr - und bringt mit jugendlichem Elan weiterhin alle Hüften zum Schwingen. (Sony Music) www.santana.com www.facebook.com/carlossantana

School Is Cool (Belgien) Barocker Pop

Während der Pause Hütten bauen, im Kiosk gegenüber der Schule Bonbons klauen: School Is Cool ist eine orchestrale Ferienkolonie voller Phantasie und kindlichem Schalk. Zwischen Kammer-Streichinstrumenten, schweren Percussions und kriegerischen Chören beherrschen diese jungen Flamen die Kunst des komplexen und erfinderischen Pop-Chansons. Sie konstruieren ihre Songs als majestätische und mehreckige Sandburgen. Ein erstes Album "Entropology" ist 2011 herausgekommen, und Europa wartet ungeduldig auf das zweite. (Disques Office)

www.schooliscool.be

Shantel & Bucovina Club Orkestar (Deutschland) Blech' n'beats

Vor ein paar Jahren ist der in der deutschen Electro-Szene bekannte und anerkannte DJ Shantel in die Gegend von Bukowina (eine ehemalige rumänische Provinz auf moldawischem und ukrainischem Territorium) gereist, aus der ein Teil seiner Familie stammt. Auf dieser Reise zu seinen Ursprüngen hat er den kulturellen und musikalischen Reichtum dieser Region entdeckt und ihn in Form von Samples mitgenommen. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland gründete er die "Bucovina Club"-Abende. Die Stücke mit mitreissenden Melodien, vibrierenden Blechinstrumenten, tänzerischen Beats und betäubenden Slogans waren eine Garantie für durchschlagenden Erfolg! Nun tritt DJ Shantel mit dem "Bucovina Club Orkestar" und einem jüngsten Album mit dem Titel "Planet Paprika" auf den Bühnen Europas auf. (Namskeio)

www.bucovina.de www.facebook.com/#!/ShantelBucovinaClub

Sigur Rós (Island) Himmlischer Post-Rock

Schelmisch und diabolisch wie Kinder spielen die Musiker von Sigur Rós auf ihren Instrumenten, als würden sie nicht wissen wie. Geigenbögen streichen über Pauken oder Gitarren, auf die auch mit Stöckchen geschlagen wird. Der Sänger benutzt seine Stimme wie ein himmlisches Geschöpf, das mit Falsettstimme ein mysteriöses Märchen im Sprechgesang wiedergibt. Die Musik von Sigur Rós wirkt abgeklärt und zauberhaft wie die eines im Wald lebenden Volkes, umgeben von den belebenden Klängen eines Flusses und verspieltem Vogelgesang. Ihre Konzerte sind eine mystische Reise, ein Erlebnis von ätherischer Leichtigkeit. (EMI Music)

www.sigur-ros.co.uk www.facebook.com/sigurros soundcloud.com/sigur-rom

Sophie Hunger (Schweiz) Eleganter Folk

"Der Prophet gilt nichts im eigenen Land", sagt ein altes Sprichwort. Sophie Hunger, Kind des Landes, Wunderkind mit der sanften Stimme, straft dieser Weisheit Lüge, und zwar ziemlich gekonnt. Die bemerkenswerte Künstlerin, die Kilometer frisst und Meere überquert, hat es verstanden, ihren Fans sowohl im In- als auch im Ausland ans Herz zu gehen und sich schon bald einen erstklassigen Platz unter den Grossen zu sichern. Mit ihrem vierten Album "The Danger Of Light" unter dem Arm, einem schlichten, intelligenten, kraftvollen und kühnen Werk, wird Sophie Hunger dem Publikum ihre zahlreichen musikalischen Perlen schenken, mit ihrer bekannten Intensität auf der Bühne. (Pressedienst)

www.sophiehunger.com www.facebook.com/sophiehunger www.soundcloud.com/sophiehungerofficial

Stupeflip (Frankreich) Vergnüglicher Rap Stupeflip

C.R.O.U., eine mysteriöse Organisation, deren Ziel es ist, "die Bevölkerung zu terrorisieren und dadurch eine neue Ära – das Zeitalter des Stup – einzuleiten", schickt sich an, die Bühne des Paléo zu stürmen. Mit einem dritten Album "Terrora" unter dem Arm kommen die vier Unerbittlichen King Ju, Cadillac, Pop Hip und MC Salò wieder hierher, um Unruhe zu stiften und uns mit ihrer Show voller erschreckender Bilder und ihren abgefahrenen Kostümen zum Schaudern zu bringen... vor Vergnügen natürlich. Mit nahezu antagonistischen Einflüssen an der Schnittstelle zwischen HipHop, Punk oder Variété bleibt Stupeflip seinem Ruf als UFO am Himmel der heutigen Musik treu.(Disques Office)

www.stupeflip.com www.facebook.com/stupeflip

The Animen (Schweiz) Garage-Rock

In der Art der Super-Helden oder der Power Rangers sind die Musiker von The Animen eine Mischung aus Mensch und Übermensch, in ihrem Fall aus Mensch und Tier. Mit einem Sänger, der sich auf Schmalz ebenso gut versteht wie auf Gebrüll, einem Bassisten mit Flusspferd-Zähnen und einer Musik, bei der auch der ruhigste Koala ins Toben käme, beherrschen diese fünf Genfer die Kunst des Pop-Rock-Schlagers vermischt mit der Energie von schwarzer und Soul-Musik. Mit ihrem Outfit von Bad Boys der Nouvelle Vague machen The Animen Musik in jenen alten Töpfen, die noch nach Grossmutter-Rezepten riechen, und das schmeckt lecker. (Irascible) www.theanimen.com

The Bloody Beetroots (Italien) Electro-Punk

Stellen Sie sich einen Koitus zwischen der jugendlichen Energie des Punk, der Struktur der Rock-Songs und der Kraft der aktuellen und verzerrten elektronischen Klänge vor, dann erhalten Sie ein ungefähres Bild von The Bloody Beetroots. Im Konzert sind sie zu dritt; anonyme Italiener hinter der Maske des Venom, der das Aussehen von Spiderman angenommen hat und sich von seinem Adrenalin ernährt wie sich The Bloody Beetroots berauschen am Tumult, den sie im Publikum entfachen. Ihre Konzerte sind ein haarsträubendes Experiment, eine Betäubung der Sinne durch die Klänge und Lichter. Wer sie zwei Jahre zuvor gesehen hat, erinnert sich noch an sie wie an eine Geschichte, die man seinen Enkeln erzählt. (Sony Music) www.thebloodybeetrootsofficial.com www.facebook.com/thebloodybeetroots

The Labrats Bugband (Schweiz) Piraten-HipHop

Drei MCs und drei Beatmakers: Diese Symmetrie ist wirklich das einzige nicht chaotische Element dieser der Kumpels und Mitarbeiter der aufsteigenden Rapperin La Gale. Die sechs Pfiffikusse der Labrats haben möglicherweise den genüsslichsten und frechsten HipHop der Nation begründet. Diese aus der Squat-Szene stammenden und an muffige, enge Lives gewohnten Vers-Piraten sind in den meisten inoffiziellen Sälen Europas aufgetreten und haben dabei eine wütende und engagierte Schlacht geliefert mit Instrumenten aus gehärtetem und kugelsicherem Stahl. Unerhörter, gescheiter und aufgestellter Rap. (Pressedienst)

www.artung.ch/artistes/abstral-compost

The Lonesome Southern Comfort Company (Schweiz) Country Folk di Ticino

Die melancholischen Balladen von The Lonesome Southern Comfort Company wecken schöne Erinnerungen an Geschichten am Lagerfeuer und gebratene Marroni. Die wie ein guter Bourbon im Destillierkolben ausgefeilte Stimme berichtet von bestimmten historischen Ereignissen, erzählt Chroniken aus dem vergangenen Jahrhundert. Die in einer eher kargen Landschaft angesiedelten, vorwiegend akustischen Klänge sind geprägt von Banjos, Handharmonikas und Geigen. Gewisse Stücke lassen allerdings raffiniertere Horizonte erahnen. Gemächlich wie ein treuer lahmender Gaul begleitet das Schlagzeug diesen Blues und wirbelt dabei bei jedem Schritt Staub auf. (Namskeio)

helonesomesoutherncomfortcompany.bandcamp.com

The Skints (Vereinigte Königreich) Rocksteady, Ska, Reggae nach englischer Art

In den frühen Achtzigerjahren, parallel zur illustren Punk-Bewegung, wurde die Londoner Vorstadt überflutet von einer ganzen Welle jamaikanischer Musiken, die Namen wie Ska, Rocksteady, Dub und Reggae trugen. The Skints hat diese musikalischen Einflüsse erkundet und es brillant geschafft, sie ins 21. Jahrtausend herüberzubringen. Gitarre mit wütenden Kontratempi, Groovy-Schlagzeug, sehnsüchtiges und eindringliches Keyboard erweisen den grossen Vorfahren Madness oder The Specials die Ehre. Die Stimmen ihrerseits haben einen sympathischen Flow mit Reggae- oder sogar HipHop-Akzenten. Die von ihresgleichen hoch geschätzten The Skints haben nunmehr ein zweites Studio-Album auf ihrem Konto. (Godbrain Distribution) www.theskints.co.uk www.facebook.com/theskints

The Smashing Pumpkins (USA) 1990er Rock

Vier Doppelalben haben die Geschichte des Rock geprägt: "White Album" der Beatles, "London Calling" der Clash, "The Wall" der Pink Floyd und "Mellon Collie and the Infinite Sadness" von The Smashing Pumpkins. Als Schöpfer von Hymnen der Generation X, deren musikalischer Spiegel der Grunge ist, trägt Billy Corgan diese Gruppe seit ihrer Gründung auf seinen Schultern, wie Atlas Erde und Himmel trug. Der Erfolg dieser mythischen Gruppe aus Chicago beruht vorwiegend auf den schweren, saturierten, bisweilen psychedelischen Gitarre-Klängen des Zeremonienmeisters sowie auf seiner so besonderen Stimme, die wie die eines schelmischen, unzerstörbaren und romantischen Jünglings klingt. (Universal Music)

www.smashingpumpkins.com www.facebook.com/smashingpumpkins

Théodore, Paul & Gabriel (Frankreich) Rock/Pop/Folk

Hinter diesen drei männlichen Vornamen stecken Clemence Gabriel, Pauline Thomson und Théodora Delilez. Die drei Pariserinnen setzen voll auf die Karte der Androgynie mit ihrem perfekten Dandy- Look. Abgesehen vom Outfit sind Théodore, Paul & Gabriel vollwertige Musikerinnen: Gabriel betört das Publikum mit ihrer heiseren Stimme, begleitet von Paul an der Gitarre und Théodore am Bass. Das Trio hat soeben sein erstes Album "Silent Veil" herausgegeben, ein entschieden folkbestimmter Sockel, auf dem Stücke mit eindeutig dem Rock und dem Pop entlehnten Reflexen miteinander abwechseln. (Sony Music)

www.kpsule.me/theodorepaulgabriel www.facebook.com/TheodorePaulGabriel

Tryo (Frankreich) Akustischer Reggae

Tryo steht wieder im Rampenlicht mit einem 5. Album "Ladilafé", mit dem die Gruppe sich offensichtlich treu bleibt: kleine Reggae- Rhythmen, akustische Gitarren und einfühlsame Texte, um der verrottenden Welt etwas Neues entgegenzusetzen. Seit "Mamagibuda" im Jahr 1998 haben die vier Querulanten nie klein beigegeben. Im Gegenteil, mit "Ce que l’on sème", einem eigentlichen Anti-Globalisierungs- Pamphlet, haben sie erneut voll in die Kerbe gehauen. Doch richtig grossartig machen diese Agitatoren ihren Job auf der Bühne mit aufgestellten Rhythmen und rotzfrechem Spott, die so richtig in Fahrt bringen. (Sony Music) www.tryo.com www.myspace.com/tryolegroupe

Two Gallants (USA) Melancholischer Garage-Folk

Die Musik von Two Gallants, einer amerikanischen Band bestehend aus Gitarrist und Schlagzeuger, erinnert an die Feierlichkeit eines warmen aber grauen Frühherbstabends. Eine melancholische und auch bittere Erinnerung an den Sommer, die vom Gitarristen mit edler und tiefer Stimme vorgetragen wird. Die Songs des Duos erinnern an die Kraft und Poesie eines von den White Stripes neu interpretierten Liedes von Bob Dylan. Ihre Melodien haben etwas von einer Hand, die in einer von fahlem Mondlicht umschleierten Nacht bedächtig über den Zaun eines menschenleeren Platzes streicht. In ihrer Musik verbindet sich die Schönheit eines rastlosen Wanderers und Songwriters mit der Ausdruckskraft einer überschwaÅNnglichen Garage-Blues Band. (Irascible) www.twogallants.com www.facebook.com/twogallants

Virus Syndicate (Vereinigte Königreich) Dubstep/Grime

Drei MCs - Goldfinger, JSD und Nika D. – zusammen mit zwei DJs - DJ Mark One und Syndicate -, das sind die Bausteine dieser Virus- Gewerkschaft. Die Musik dieses in Manchester beheimateten Kollektivs verbindet die beiden ungestümsten Stile der grossen Rap-Galaxie miteinander: den Grime und den Dubstep. Dem Grime entnehmen sie seine hastigen Rhythmen, die dem Rock näher sind als dem HipHop, und beim Dubstep klauen sie die heftigen und beinahe unhörbaren Bässe, von denen man Bauchkrämpfe kriegt. Diese fünf Bühnen-Eroberer haben ihre Berühmtheit darauf aufgebaut, dass sie dem Publikum ein Gefühl von chaotischem Freudentaumel einzuhauchen verstehen. (Namskeio)

www.facebook.com/virussyndicate

Youssoupha (Frankreich) Polit-Rap

Der vom Klischee des Gangsta-Rap mit seinen grossen Schlitten und vollbusigen Tussis weit entfernte Youssoupha ist ein gesellschaftlich engagierter Rapper, der sich von der Politik seines Landes – Frankreich – betroffen fühlt. Das Schwergewicht des französischen Rap hat seine Feder zu seinem Gewicht gemacht, um sich bei den Politikern Gehör zu verschaffen. Sein drittes Album Noir d**** ist zur Goldenen Platte geworden, obschon keine der grossen Plattenfirmen es produzieren wollte. Die Glamour-Boulevards des von den grossen amerikanischen Namen inspirierten französischen Rap meidet er, seine Kraft schöpft er vielmehr aus seinen Texten, seinem Anliegen und vor allem seinem Glauben an das, was er macht. "Kann denn jemand behaupten, Rap zu machen, ohne Stellung zu beziehen?" (Namskeio)

www.youssoupha.com www.facebook.com/youssouphaofficiel

Zoufris Maracas (Frankreich) Französisches Chanson aus der übrigen Welt

Die Gruppe Zoufris Maracas ist Manu Chaos jüngerer akustischer Bruder und macht französisches Chanson, wie wenn sie in Argentinien, Rumänien, im Kongo, in Mexiko oder irgendwo anders ausser in Frankreich zur Welt gekommen wäre. Als himmlische Penner lieben die Mitglieder von Zoufris Maracas die Musik wie sie die Freiheit lieben: Sie spielen ihre politischen Chansons in der Métro, weil die Radios nur ihre Liebeslieder bringen. Diese Zigeuner, die voller Zartheit Geschichten von Menschen, Liebenden oder Akrobaten erzählen oder gewisse Widersinne der westlichen Gesellschaft lächerlich machen, sind in erster Linie Humanisten, die sich von Exil, Nostalgie und Reisen nähren. (Pressedienst)

23. bis 28. Juli 2013, Nyon

zoufrismaracas.com www.facebook.com/ZoufrisMaracas

Weiterführende Links:
yeah.paleo.ch