15.09.2012 07:32 das Trio als perfekte Mischung aus Enya und Brian Eno

Daughter: Future of London Music - sie kommen, um uns den Kopf zu verdrehen“ - Shows Mitte November in Berlin und Hamburg

Daughter Kommen nach Deutschland Photography by Stacey Hatfield

Von: GFDK - MLK

Daughter haben zwar bisher erst zwei EPs veröffentlicht, wurden aber unlängst schon als ‚Future of London Music’ tituliert und konnten die renommierte Assembly Hall in London mit 700 Zuschauern ausverkaufen. Der britische ‚Guardian’ beschrieb das Trio als „perfekte Mischung aus Enya und Brian Eno“ und versicherte, dass „sie kommen, um uns den Kopf zu verdrehen“.

Ihr Debütalbum, das sich noch in der Produktionsphase befindet, wird deshalb schon sehnsüchtig erwartet. Neben einigen prominenten Festivalauftritten werden Daughter im Herbst vereinzelt erste Clubshows spielen, darunter auch Berlin (13.11.) und Hamburg (14.11.).

Die Basis von Daughter bilden die zerbrechlichen, sehr intimen, häufig dunkel gefärbten Folksongs der Sängerin und Gitarristin Elena Tonra, die seit einigen Jahren als Solokünstlerin aktiv ist und kontinuierlich neue Lieder schreibt. Nachdem sie auf den Gitarristen Igor Haefeli traf, der ihr Lebenspartner wurde, schlug die Musik von Daughter eine andere Richtung ein.

Die getragenen, schwermütigen Akustiknummern bekamen ein der Ambient-Musik entlehntes, träumerisches, teils bewusst experimentelles Bett aus Synthesizern und Soundscapes, die Tonras Kompositionen eine sehr individuelle Ästhetik verleihen.

Als Duo veröffentlichten die beiden ihre erste EP „His Young Heart“, mit der sie in den Szene-Postillen der britischen Metropole zum außergewöhnlichen Geheimtipp erklärt wurden. Rund um die Herausgabe ihrer zweiten EP „The Wild Youth“ stieß mit Remi Aguilella ein dritter Multi-Instrumentalist zu Daughter, der es ihnen ermöglichte, fortan live ohne die Hilfe von eingespielten Tape-Sequenzen aufzutreten. Kaum war die zweite EP erschienen, füllten sie bereits die großen Londoner Clubs und erhielten Einladungen auf internationale Festivals.

Die Aufregung um das Trio ist berechtigt: Ihr Sound hängt höchst eigenwillig zwischen den Stühlen, ist ebenso vom Folk wie von der Ambient- und Downbeat-Musik beflügelt, spielt mit düsteren, teils fast morbiden Stimmungen, ohne dabei die Spannung und kompositorische Dichte eines guten Popsongs zu vernachlässigen. Ihr Klangverständnis reicht von Irish Folk bis Joy Division, von Björk bis Nick Drake, von abstrakten Soundscapes bis zu kompakten Akustikperlen – und findet dabei stets die richtige Mischung.

Am 1. Oktober erscheint mit „Smother“ die erste Single ihres kommenden Debütalbums, das derzeit in London aufgenommen und produziert wird. Wann es veröffentlicht wird, ist aktuell noch ungewiss: Die Erwartungen liegen derart hoch, dass sich Daughter ausreichend Zeit nehmen, um das bestmögliche Album abzuliefern, das in ihnen steckt.

Links

ohdaughter.com

Termine

13.11.2012 Di. Berlin / Crystal
14.11.2012 Mi. Hamburg / Uebel & Gefährlich
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