27.10.2013 09:00 Performance - Tanz - Musik - Club

Das Pink Mama Festival bietet vom 14. bis 16. November 2013 in der Dampfzentrale Bern außergewöhnliches Programm

Baby Dee tritt beim Pink Mama Festiva in Bern auf

Die transsexuelle Amerikanerin musste viele Lebenshürden nehmen, bis sie das sein konnte, was sie schon lange wollte: Musikerin und Frau. Bild 1: Baby Dee © Vandenbrink

DJ Marcelle spielt beim Pink Mama Festiva in Bern auf

Bild 2: DJ Marcelle © Trebic

Black Pulp tritt beim Pink Mama Festiva in Bern auf

Bild 3: Black Pulp © Didier philispart

Pinku Chirashi tritt beim Pink Mama Festiva in Bern auf

Bild 4: Pinku Chirashi © Monika Chmielarz

Ariel tritt beim Pink Mama Festiva in Bern auf

Bild 5: Ariel © Monika Chielarz

Collettivo Cinetico tritt beim Pink Mama Festiva in Bern auf

Bild 6: Collettivo Cinetico © Achille Le Pera

Yugoboy tritt beim Pink Mama Festiva in Bern auf

Bild 7: Yugoboy © D. Krawiecki

Von: GFDK - Dampfzentrale Bern - 7 Bilder

Pink Mama Theatre kuratiert als Associated Artist der Dampfzentrale Bern ein schrilles, aussergewöhnliches und mutiges Festival. Die Schweizer Company, deren Schlagworte «Queer, Punk und Theater» sind, trumpft mit internationalen Produktionen und Premieren auf. Ganz nach dem wunderbaren Satz von George Bernard Shaw: «Ihr seht und sagt: Warum? Ich träume und sage: Warum nicht?

Festival in der Schweiz

 

Pink Mama Festival 14. bis 16. November 2013

Tagesticket:

Kleiner Preis: 30.–, Normaler Preis: 40.–, Liebhaberpreis: 50.–

Festivalpass:

Kleiner Preis: 70.–, Normaler Preis 90.–, Liebhaberpreis 110.–

Hier geht’s zum Vorverkauf.

 

Festival in Bern

Programmüberblick

 

Donnerstag 14.11.13

18:30 bis 19:00 Uhr: Skype Performance von Pink Mama Theatre (CH)

19.15 bis 19.45 Uhr: Pinku Chirashi von Pink Mama Theatre (CH), Solo Slawek Bendrat (CH) (Tanz)

20.45 bis 21.15 Uhr: Black Pulp von Martin Harriague / XIN (F) (Tanzpremiere)

21.30 bis 22.30 Uhr: Baby Dee (USA) (Musik)

Freitag 15.11.13

18.30 bis 19.00 Uhr: | x | – No, we won’t destroy von CollettivO CineticO (I) (Performance)

19.30 bis 20.00 Uhr: Yugoboy.com von Bendrat / Krawiecki (CH) von Pink Mama Theatre (Tanztheater)

21.00-21.30 XD von CollettivO CineticO (I) (Performance)

22.00 Uhr: Ralph Kaminski (PL) und Band (Musik)

Samstag 16.11.13

18:45 bis 22:00 Uhr: Interventionen von Marta Zollet (I) Performance

19.15 bis 21.15 Uhr. Ariel oder Swinger’s Planets von Pink Mama Theatre (CH) (Tanztheater)

22.00 bis 22.30 Uhr: All Eyes on Us von Melanie Wirz & Ivan Blagajcevic (CH) (Performancepremiere)

23.00 Uhr: DJ Marcelle / Another Nice Mess (NL / Klangbad) (Musik)

Das Programm im Detail

Donnerstag 14. November 2013

19.15 bis 19.45 Uhr: Pinku Chirashi von Pink Mama Theatre (CH), Solo Slawek

Bendrat (CH) (Tanz) (Turbinensaal)

Pinku Chirashi sind rosarote erotische Filmflyer aus Japan, gestaltet im Stil der Manga-Comics. Die Company Pink Mama Theatre (CH) hat sich dieses Objekt als Ausgangs- und Schwerpunkt für das Solo-Tanzstück mit Slawek Bendrat genommen. Wer kennt sie nicht, die Manga-Comics der Japaner. Sie sind ein Stil- und Werbemittel, zieren Bettdecken, Pullis oder Sexspielzeuge und sind vor allem eines: Ausdruck einer Kultur und einer Lebensweise. Mangas ermöglichen JapanerInnen die Flucht aus einer moralisch-konservativen und beziehungsscheuen Realität in Traumwelten. Auch Pinku Chirashi, die pinken Erotikflyer, übernehmen diese Funktion. Pink Mama Theatre gehen auf dieses Phänomen ein. Sie zeigen im Tanzsolo von Slawek Bendrat in sensibler Art und Weise ein kleines Stück japanischer Kultur: Ein junger, hübscher, neurotischer Mann sucht nach der Realität und nach der Liebe und verliert sich dabei in der virtuellen Welt. 

www.pinkmamatheatre.com

http://vimeo.com/7833969

Von und mit Slawek Bendrat

Biographie Slawek Bendrat

Nach seiner Mitgliedschaft bei der polnischen Akrobatik-Nationalauswahl absolvierte Sławek Bendrat (*1980, PL) eine Ballettausbildung an der Ballettschule Poznan. Danach tanzte er fünf Jahre im Polish Dance Theatre in Poznan. Es folgten Engagements als Tänzer am Theater Nordhausen, am Luzerner Theater und dem Ballet National de Marseille bei Frederic Flamand. Seit 2009 wohnt Sławek Bendrat in Bern und arbeitet als freier Tänzer, Choreograph und Tanzlehrer u.a. an der New Dance Academy Bern. Sein Tanzsolo Pinku Chiraschi wurde am Baltic Movement Contest 2010 mit dem Nachwuchsförderpreis für zeitgenössische Tanzsoli prämiert.

20.45 bis 21.15 Uhr: «Black Pulp» von Martin Harriague / XIN (F) (Tanzpremiere) (Turbinensaal)

«No narration needed here» schreibt Martin Harriague zu seinem neuen Tanzstück «Black Pulp». Nur eines wird verraten: Zur Musik des Franzosen werden Solos, Duos und Ensembles in einer sensiblen, abstrakten und aufregenden Weise zu sehen sein. Inspirieren liess sich der junge Tänzer und Choreograph von den amerikanischen Pulp-Magazinen. Das sind sogenannte «Schundblätter» und Nachfolger der Groschenromane des 19. Jahrhunderts. Die Pulps sind bekannt für sensationslüsterne und reisserische Geschichten und ihre Covers zieren halbnackte junge Frauen, die auf rettenden Helden warten. Das Pink Mama Festival präsentiert Ihnen in Bern eine heldenhafte Premiere eines ausgezeichneten Choreographen und Komponisten. 

Choreographie/Musik: Martin Harriague, TänzerInnen: Luca Cacitti, Aimée Lagrange, Shay Partush, Amir Rappaport, Licht: Paul Frémont, Kostüme: Martin Harriague

Biographie Martin Harriague

Martin Harriague (*1986, F) startete mit klassischem und zeitgenössischem Tanz mit 19 Jahren. Er arbeitete mit dem Ballet Biarritz (F), Ballet National de Marseille (F) und Noord Nederlandse Dans (NL). Neben seiner Tätigkeit als Tänzer ist er Choreograph, Videoproduzent und Musikkomponist. Er kreierte die XIN Company im März 2013. Momentan ist er auf einer Tournée durch Deutschland und Brasilien.

vimeo.com/63749596
www.compagniexin.com
https://www.youtube.com/watch?v=4aVXY5yztks

21.30 bis 22.30 Uhr: Baby Dee (USA) (Musik) (Kesselhaus)

Aus dem Leben von Baby Dee liesse sich locker eine Filmserie drehen. Die transsexuelle Amerikanerin musste viele Lebenshürden nehmen, bis sie das sein konnte, was sie schon lange wollte: Musikerin und Frau. Heute blickt Baby Dee auf erfolgreiche Musikjahre zurück. Und sie wird die Dampfzentrale mit Witz, Charme und Melancholie verzaubern.  

Sie wurde gedemütigt in der Kindheit und ausgegrenzt. Eine innere Zerrissenheit begleitete sie über Jahre, ebenso unzählige Hormontherapien. Bis die erlösende Operation und Geschlechtsumwandlung passierte. Doch dies ist nur die halbe Geschichte von Baby Dee: Als kleines Kind begann die Amerikanerin mit dem Klavier- und Harfespiel, arbeitete im Zirkus, leitete einen Chor für Pensionisten und spielte die Orgel in einer katholischen Kirche. Neben ihrem Brotberuf trieb sich Baby Dee immer in der Nähe von Chanson und Cabaret herum. Sie gab kleine Gigs mit ihrer Harfe oder am Piano und erweckte mit ihrer außergewöhnlichen Stimme zwischen kehligem Blues und Falsett Aufmerksamkeit.

Mit knapp 50 Jahren hörte Baby Dee die Lieder von Antony Hegarty (Antony and the Johnsons) und schickte dem Seelenverwandten ein Demotape, von welchem dieser äusserst begeistert war. Er reichte es David Tibet der Band Current 93 weiter. Ebenfalls von Baby Dees Können angetan, nahm er sie unter Vertrag und veröffentlichte eine Handvoll Alben und EPs. Baby Dee’s sensible und zartgliedrige Kunstwerke, die auf autobiographischen Themen basieren, sind gekonnt gepaart mit Humor.

Die Sängerin und Musikerin ist eine bei KollegInnen gefragte Arrangeurin und Begleiterin; u.a. hat sie mit Little Annie, Bonnie Prince Billy, Marc Almond und Andrew WK gearbeitet. Ihre Auftritte als Sängerin, Pianistin, Harfenistin und Akkordeonspielerin sind einnehmend und berührend. Vielleicht ist ihre Musik mit der Stilrichtung «Kunstlied» am besten betitelt, auszeichnender ist aber die Groteske, Ernsthaftigkeit, das Humorvolle und die Melancholie in ihrem Auftritt. Schön, dass Baby Dee ihren Traum vom Musikerleben hat verwirklichen können.

Freitag 15. November 2013
18.30 bis 19.00 Uhr: «| x | – No, we won’t destroy Dampfzentrale Bern» von CollettivO
CineticO (I) (Performance) (Foyer International)

Was für ein seltsamer Titel fragt sich manch einer/eine beim lesen. Klarer könnte er aber nicht sein: In der interaktiven Performance «| x |» der italienischen Company kann es gut passieren, dass die Artisten kurz davor stehen, das Mobiliar kurz und klein schlagen. Mit einem Baseballschläger.

Die Idee des Stückes von CollettivO CineticO ist simpel: Ausgerüstet mit einem Baseballschläger und mit verbundenen Augen, lassen sich drei Performer von einzelnen Zuschauenden durch den Raum führen. Und zwar mit einer Tastatur. Wählt der Gast gewisse Tastenkombinationen, wird ein Sound ausgelöst, der bei den Performern eine bestimmte Aktion hervorruft. Nur, dass die Zuschauenden nicht wissen welche, denn dies gilt es während der Performance herauszufinden. So kann es also schnell passieren, dass einer der Männer, nur bekleidet mit einer Unterhose, blind auf einen Tisch zugeht und diesen zusammenschlägt – ausser man erkennt die Kombination zwischen Sound und Aktion frühzeitig. Je nach dem wer das Kommando übernommen hat, wird dieser also Spaziergang eher lustig, destruktiv, langweilig oder gar sadistisch. Als Experimental Performing Arts bezeichnet CollettivO CineticO das Stück «| x |», welches sie auf professionellen Bühnen ebenso wie in privaten Räumlichkeiten präsentieren. Sie dürfen sich auf eine unterhaltsame Produktion freuen, deren Ende garantiert ungewiss ist.

Konzept und Direktion: Francesca Pennini, Handlung und Kreation: Andrea Amaducci Nicola

Galli Angelo Pedroni, Proberaum: Teatro Comunale di Ferrara

Biographie CollettivO CineticO

CollettivO CineticO (IT) ist eine experimentelle Performance-Company. Sie wurde 2007 von 6 Francesca Pennini gegründet. Ihre Arbeit ist eine Mixtur aus Choreographie, Theater und visueller Kunst. 2011 vertrat CollettivO CineticO Italien an der European Network IYME (International Young Makers Exchange). Die Company performte in nationalen und internationalen Spielstätten, ob in traditionellen Theatern oder an privaten Orten, in öffentlichen Toiletten oder in Kleidergeschäften. CollettivO Cinetico ist nicht nur vom Programm und seinen Artisten her vielseitig, auch ihre Auftrittsorte sind äusserst heterogen.

www.collettivocinetico.it
www.youtube.com/watch

19.30 bis 20.00 Uhr: «Yugoboy.com» von Bendrat / Krawiecki (CH) von Pink Mama Theatre (Tanztheater) (Turbinensaal)

«Yugoboy.com» ist die Geschichte eines homosexuellen «Yugoboys», der in die Schweiz emigriert ist. Hier trifft er auf eine moderne sexuelle Kultur, die ihn fasziniert und anzieht, weil sie so gar nicht seinen traditionellen Vorstellungen entspricht. Slawek Bendrat und Dominik Krawiecki haben eine mutig und offensive Produktion geschaffen, die nicht nur mit den Klischees der modernen sexuellen Kultur in Westeuropa spielt, sondern diese gekonnt osteuropäischen sexuellen Traditionen und Riten gegenübersetzt, ganz im Stile Marina Abramovics. 

Ein junger Mann in Frauenkleidern liegt auf einem grünen Kunstrasen auf dem Bauch und macht die Bewegungen eines Onanierenden. Daneben steht ein Homosexueller, schätzungsweise 20 Jahre alt und erzählt uns seine Vorlieben beim Essen, beim Sex. Als würde der Zuschauer eine Chat-Konversation mitverfolgen, erfahren wir nach und nach mehr von ihm. Chatrooms, Darkrooms oder masochistische Phantasien definieren die «moderne Sexualität» für ihn. Dem gegenüber steht die Szenerie auf dem Gras, die das «Traditionelle» darstellt – die Handlung des Onanierenden basiert auf der Arbeit «Balkan Epic» der polarisierenden Künstlerin Marina Abramovic aus Belgrad.

Der Balkankonflikt der 90er Jahre hat die weltbekannte Künstlerin Abramovic schwer beschäftigt und dazu bewegt, ihre serbischen und montenegrinischen Wurzeln zu erforschen. Daraus entstand die Arbeit «Balkan Epic», mit dem Teil «Balkan Erotic Epic». Darin präsentiert Abramovic archaische Rituale, die durch erotische Energie das Glück bringen sollten. So stieg bei7 spielsweise der Ertrag der Ernte, indem die Männer auf’s Feld onanierten. Was der junge Mann auf der Bühne auch tut. Oder Frauen versprachen sich ewige Treue von ihren Gatten, wenn sie sich für eine Nacht einen Fisch in die Vagina steckten und ihn am nächsten Tag in Pulverform ihrem Mann servierten. Mit diese Bildern macht Abramovic auf die Nichtanerkennung alter Praktiken aufmerksam und vertieft eines ihrer favorisierten Themen: die Beziehung zwischen Körper, Sex und Tod in der Populärkultur ihres Landes. Und nun nehmen der Schauspieler Krawiecki und der Tänzer Bendrat diese Thematik auf und erschaffen daraus ein unerschrockenes Tanztheater.

Choreographie: Slawek Bendrat, Konzept/Regie/Text: Slawek Bendrat, Dominik Krawiecki, Performance: Slawek Bendrat, Dominik Krawiecki

Biographie Slawek Bendrat

Nach seiner Mitgliedschaft bei der polnischen Akrobatik-Nationalauswahl absolvierte Sławek Bendrat (*1980, PL) eine Ballettausbildung an der Ballettschule Poznan. Danach tanzte er fünf Jahre im Polish Dance Theatre in Poznan. Es folgten Engagements als Tänzer am Theater Nordhausen, am Luzerner Theater und dem Ballet National de Marseille bei Frederic Flamand. Seit 2009 wohnt Sławek Bendrat in Bern und arbeitet als freier Tänzer, Choreograph und Tanzlehrer u.a. an der New Dance Academy Bern.

Biographie Dominik Krawiecki

Der Schauspieler Dominik Krawiecki (*1980, F/PL) studierte Theaterwissenschaften in Krakau. Er gründete das Off-Theater «Zaklad Krawiecki», das bis heute mit viel Erfolg spielt. Mehrfach trat er als Regisseur und Teilnehmer bei nationalen und internationalen Theaterfestivals und - wettbewerben in Erscheinung. Er spielte in Polen, Deutschland, der Schweiz und Frankreich. Viele seiner Produktionen entstanden in Zusammenarbeit mit Slawek Bendrat, mit welchem er und Simon Reimold die Company Pink Mama Theatre gründete. 

www.youtube.com/watch
www.pinkmamatheatre.com

21.00 bis 21.30 «XD» von CollettivO CineticO (I) (Performance) (Turbinensaal)

«XD» ist ein absurdes, witziges und geistreiches Tanztheater, in dem vier PerformerInnen zeitgenössische Pop- und Komikkultur kritisieren und mit unseren Vorstellungen von Branding, also Markenbildung, spielen. 

Eigentlich ist «XD» ein Emoticon. Also eines dieser Smiley-Symbole, die in Emails oder Chats gebraucht werden. Dieses Symbol setzen sich die vier PerformerInnen in «XD» auf’s Gesicht: Streifen in Form eines X kleben über den Augen und im Mund formt eine enormen Mundspange das D. Das machanische Hypergrinsen wird der rote Faden im Stück. Das Format des X definiert in diesem Stück gleichzeitig auch den Raum und zwar in der Struktur eines Comics: Stetig werden kleine Rahmen geformt, oft mit verbundenen Augen. In diesen «Ausschnitten» plazieren sich die Tänzer für Miniperformances. Der Zuschauende soll nur sehen, was in diesen Räumen passiert, während alles andere rundum rein funktional und unsichtbar bleibt. Diese cartoonartigen Tanz-Schnippsel kreieren eine Geschichte, die den übertriebenen Wert, welchem wir Trends und der Popkultur verleihen, verhöhnt. Inhaltsquellen des Stückes sind japanische Manga- Comics, Werbung, Pornographie und Mode. Das Stück zwischen Tanz, Theater, visueller Kunst und Performance bleibt bei den Zuschauenden durch beissende Ironie und herausragende Darsteller garantiert haften.

Konzept, Direktion, Choreographie: Francesca Pennini und CollettivO CineticO, Handlung und Kreation: Andrea Amaducci, Nicola Galli, Angelo Pedroni, Francesca Pennini, Kostüme: Maria Ziosi, Technik: Angelo Pedroni, Unterkunft und Unterstützung: Teatro Comunale di Ferrara, CSC Garage Nardini Operaestate Festival Veneto, Cantieri Danza, Rifrazioni Festival.

Biographie CollettivO CineticO

CollettivO CineticO (I) ist eine experimentelle Performance-Company. Sie wurde 2007 von Francesca Pennini gegründet. Ihre Werke sind eine Mixtur aus Choreographie, Theater und visueller Kunst. 2011 vertrat CollettivO CineticO Italien an der European Network IYME (International Young Makers Exchange). Die Company performte in nationalen und internationalen Spielstätten, ob in traditionellen Theatern oder an privaten Orten, in öffentlichen Toiletten oder in Kleidergeschäften.

www.collettivocinetico.it/eng/video-xd.html

22.00 Uhr: Ralph Kaminski (PL) und Band (Musik) (Kesselhaus)

Der polnische Singer- Songwriter Ralph Kaminski macht Popmusik mit Jazz-Elementen und einem Touch Gospel. Seine klare und helle Stimme schult er an der Academy of Music in Gdansk und Codarts. Kaminski arbeitet zurzeit an seinem Debut-Album. Ans Pink Mama Festival bringt der junge Pole seine 6-köpfige Band mit.

Band: Jakub Ostrowski(Piano), Kinga Prus (Gitarre, Back Vocals), Piotr Lewanczyk (Bass), Magdalena Laskowska (Violine), Beata Cholewa (Cello), Katarzyna Sylla (Violine, Back Vocals). 

https://www.facebook.com/kaminskiralph?fref=ts

Samstag 16. November 2013

Interventionen von Marta Zollet (I) Performance

Die Tänzerin und Choreographin Marta Zollet aus Italien wird das Pink Mama Festival mit Interventionen bereichern. Freuen Sie sich auf eine ausserordentliche, expressionistische und leidenschaftliche Tänzerin.

Marta Zollet studierte in Venedig und Rom an der Accademia Arte e Balletto und am CID (Centro Internazionale della danza). Von 2005 bis 2009 tanzte sie am Tanztheater Verena Weiss am Stadttheater Luzern. Seit Juni 2012 ist sie Mitglied der Companie Fabienne Berger in Lausanne. Von Beginn ihrer Karriere an arbeitete sie zudem aktiv als Choreographin. Sie war Artist in Residence in Milano und zeitweise als Tanzlehrerin tätig. 2009 und 2011 war sie für die Biennale Venedig engagiert.

www.youtube.com/watch

19.15 bis 21.15 Uhr. «Ariel oder Swinger’s Planets» von Pink Mama Theatre (CH) (Tanztheater) (Turbinensaal) (mit 20 Min. Pause)

«Ariel oder Swinger’s Planets» ist ein Stück über die Akzeptanz der eigenen Sexualität – und jener der Mitwelt. «Es ist ein Märchen über Liebe und Beziehungen », meint Dominik Krawiecki. 

Der Held Ariel, ein Jüngling reinen Herzens, findet sich in einem liederlichen Hofstaat wieder. Dort mutiert er zur Projektionsfläche für die Fantasien der Königin und ihrer zwei Söhne (Schauspiel Marek Wieczorek). Wie sich die Anziehungs- und Abstossungsrituale genau ausnehmen werden und welche Rolle der in «Swinger’s Planets» angetönte Partnertausch spielt, lässt das Trio offen. Sicher ist, dass es am Ende zur Hochzeit kommt, wie im Märchen halt. «Wir haben diesmal sehr narrativ gearbeitet. Die Idee einer Figur, die in einer Gesellschaft Entwicklungen anstösst, lässt sich nur als zusammenhängende Geschichte erzählen», so Bendrat.

Idee, Konzept, Regie, Bühnenbild: Slawek Bendrat, Dominik Krawiecki, Simon Reimold, Choreographie: Slawek Bendrat, Dramaturgie: Dominik Krawiecki, Musik. Leitung: Simon Reimold, Schauspiel und Tanz: Sławek Bendrat (PL), Dominik Krawiecki (F), Simon Reimold (D), Marek Wieczorek (D/PL), Management: Angelika Rohrer (Switzerland), Foto: Hermann Posch, Die Produktion wird unterstützt von: Ernst Göhner Stiftung, Burgergemeinde Bern, Gemeinde Köniz.

www.pinkmamatheatre.com

22.00 bis 22.30 Uhr: «All Eyes on Us» von Melanie Wirz & Ivan Blagajcevic (CH) (Performancepremiere) (Turbinensaal)

Melanie Wirz und Ivan Blagajcevic haben ein Stück rund um den weiblichen Run auf Schönheit, Perfektion und der damit attestierten mangelnden Identität geschrieben. Die beiden Tänzer und jungen Choreographen haben sich im Jahre 2005 in Amsterdam auf der «Amsterdamse Hogeschoolvoor voor de Kunsten» während ihrer Tanzausbildung kennengelernt. Melanie Wirz (1986) aus Zürich wohnte die letzten acht Jahre in den Niederlanden und war als freischaffende Tänzerin tätig. Heute ist die Choreographin und Tänzerin wieder in Zürich stationiert. Sie blickt zurück auf Zusammenarbeiten mit Choreographen wie André Gingras, Amos Ben-Tal, Chris de Feyter oder Joost Vrouenraets. Ivan Blagajcevic wohnt seit 2009 in Zürich und arbeitet als freischaffender Tänzer und Tanzlehrer. Er gab u.a. zahlreiche Workshops in Kroatien, Deutschland, Holland und Spanien. Blagajcevic arbeitete u.a. mit Jacqueline Pasanisi, Andrea Boll, flowingdancecompany, öfföffproductions und Marisa Godoy zusammen. Im Mai 2013 gewann er mit seinem Stück «La d`Ivan Show» im Festival «Zürich Tanzt» den Jury-Wettbewerbspreis. 

melaniewirz.com
ivanblagajcevic.weebly.com

23.00 Uhr: DJ Marcelle / Another Nice Mess (NL / Klangbad) (Musik) (Foyer International)

DJ Marcelle aus Amsterdam ist eine Frau mit ausgesuchtem Musikgeschmack und einem radikalen Discjockey-Verständnis. Ihr Ursprung liegt zwar im Punk aber hinter ihren drei Plattenspielern, die sie simultan bedient, existieren für sie keine Stilgrenzen. DJ Marcelle mixt fast alles mit allem, am liebsten aber afrikanische mit neuester elektronischer Tanzmusik. Will man bei den Fakten bleiben, so ist DJ Marcelle van Hoof eine Holländerin um die Vierzig, welche in ihrer Biografie angibt, John Pell als den weltgrößten Fan von The Fall gekannt zu haben. Aber ihr Aktionsradius ist noch viel breiter. Sie streut weit: Dub, Electro Hardcore, Drum and Bass und natürlich auch Punk und Post-Punk.

www.anothernicemess.com
www.facebook.com/marcelle.vanhoof
www.klangbad.de

Weiterführende Links:
http://www.dampfzentrale.ch