29.08.2012 07:46 Mit Debütalbum Others Peoples Problems in Deutschland

Breton: Multimedia-Elektronik-Rock - Exklusive Show am 8. Oktober in Berlin

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Von: GFDK - MLK

Das Londoner Quintett Breton schickt sich an, zu einer der großen Sensationen des Jahres 2012 zu werden. Obwohl erst 2010 gegründet, befinden sich die ungewöhnlichen jungen Männer, die ihre Arbeit in den unterschiedlichsten Kunstdisziplinen wie Musik, Video, Grafikdesign, Kurzfilm und Literatur bertreiben, in England derzeit in aller Munde. Mit großer Spannung wurde ihr Debütalbum Others People s Problems erwartet, das im Februar erschien und durchweg überragende Kritiken erhielt.

Es ist aufregend zu beobachten, wie sie ihre Musik, die der britische Guardian treffend als undurchschaubar und rätselhaft beschrieb, live mit ihrer Multimediakunst verknüpfen. Davon können sich die Fans im Rahmen ihres exklusiven Deutschland-Konzertes im Roten Salon in Berlin am 8. Oktober überzeugen. Bereits das Lebenskonzept der fünf Londoner ist ungewöhnlich:

Gemeinsam bewohnen sie ein Loft, in dem zuvor eine Firma namens BretonLABS residierte. Der Name Breton ist allerdings das Einzige, was blieb. Stattdessen füllten Roman Rappak, Adam Ainger, Ian Patterson, Daniel McIlvenny und Alex Wadey ihre Bleibe mit zahllosen Instrumenten, Synthesizern, Computern und Videoschnittplätzen, mit denen sie nun seit gut einem Jahr hochspannende Multimediakunst entwerfen. Es gibt bei Breton weder eine feste Zugehörigkeit zu einem Instrument noch zu einer bestimmten Kunstform.

Vielmehr steuert jeder der fünf Köpfe inspirierende Elemente bei, die das gemeinsame Gesamtkunstwerk voranbringen. Vom ersten Moment an stand bei ihnen die Videokunst gleichbedeutend neben der Musik, weitere Felder wie Grafik oder Literatur werden als zusätzliche Inspirationsquellen in den Kontext eingebunden. Wie sehr diese Fähigkeiten Hand in Hand gehen, lässt sich anhand der Videos feststellen, die sie zu ihren ersten beiden EPs Counterbalance und Sharing Notes produzierten.

Schnell wurden zahlreiche Plattenfirmen auf sie aufmerksam, den Zuschlag erhielt Fat Cat, das Label, auf dem artverwandte Künstler wie Animal Collective oder Sigur Rós zu Hause sind. Letztere zeigten sich derart begeistert von ihren neuen Label-Kollegen, dass sie Breton einluden, ihr Debütalbum in ihrem Studio in Island aufzunehmen. Das Ergebnis ist ebenso erstaunlich und visuell wie ihre überragenden Videoclips.

Other Peoples Problems bietet eine mystische, schwer greifbare Melange aus abgründigem Postrock, knisternder Elektronik, technoidem HipHop und schrägen Pop-Melodien. Ihre ganze multimediale Kraft entfalten Breton allerdings erst in der Konzertsituation. Auch hier gehört der Videoschnittplatz zum festen Gefüge ihrer Performance, wird er doch genutzt wie ein visuelles Instrument.

Alle Mitglieder wechseln stetig zwischen Bass, Drums, Gitarren, Synthies und Laptops, während einer der fünf live zur Musik Videobilder mischt, die Breton überdies als einzige Lichtquelle auf der Bühne dienen. Auch hierin erkennt man ihre ganze Konzentration auf eine unverfälschte, mystische Kunst, die vom Zuschauer erst erschlossen werden will.

Termine

08.10.2012 Mo. Berlin / Roter Salon
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