11.04.2012 07:22 Ann Vriend hat dieses Feuer

Ann Vriend Love & Other Messes - Tour - Sie hat das kreative Feuer der Musikwelt in Flammen aufgehen lassen

Ann Vriend (c) jprocktor.com

Von: Andreas Fauser

David Ritz, der Biograph von Aretha Franklin und Marvin Gaye sagt über Ann Vriend: In jeder Generation gibt es einen Sänger/Songschreiber, der das kreative Feuer hat, die Musikwelt in Flammen aufgehen zu lassen. Ann Vriend hat dieses Feuer.

Ist sie die "Aretha Franklin of Americana"Oder eine kanadische Kate Bush Einige Fans oder Fachleute erinnert sie an Regina Spektor, andere hören gar eine Nähe zu Joni Mitchell. All das, zusammen mit einem Schuss Country und einer Prise Jazz, führt in die Richtung, in der man die bezaubernde Ann Vriend aus Edmonton ansiedeln kann.

In ihren Liedern erzählt die aparte Frau gerne Geschichten und leitet diese während ihrer erfrischenden Live-Shows oft mit witzigen Anektoden ein. Dabei kann sie literarische Qualitäten entfalten, die, glaubt man Vergleichen von Kritikern, von Leonard Cohen, Paul Simon oder Thom Yorke beeinflusst scheinen. Love & Other Messes heisst ihr aktuelles Studioalbum, dass sie auf ihrer Deutschlandtour vorstellen wird.

Man stelle sich vor, Dolly Parton und Aretha Franklin verwandeln sich in ein einziges, göttlich süßes und gefühlvolles menschliches Wesen, das dann ein Album mit Owen Bradley aufnimmt. Das ist der verblüffende Klang von Ann Vriends neuem Album Love & Other Messes. 

Ein empfindsames Tribut an das Leben einer Musikerin auf Tour und an die komplexen menschlichen Beziehungen, die daraus entstehen: Love & Other Messes ist eine ausgefeilte, Retro-Soul-Americana Aufnahme mit dem zeitlosen, klassischen Geist von K.D. Langs Shadowland

Vriends Gesang ist süß, frech, gefühlvoll und scheinbar unbegrenzt reich und wandelbar. Ihr Songwriting vereint die vielen Klangfacetten des Südens – Country, Soul, Jazz, Blues und Gospel – mit den reifen, nuancierten Texten einer unabhängigen, tourerfahrenen Performerin.  

 “Tin Man” und "Don't Cry" drehen sich um die Herausforderungen, die es mit sich bringt, weit weg von zu Hause zu sein. In “Long Distance Call” geht es um die besondere Verbindung zwischen Künstlern, die viel Zeit auf Tour miteinander verbringen und danach wieder getrennte Wege gehen.

“Somebody on the Ground” ist geprägt von Vriends Ringen mit der Religion, während sie ihren musikalischen Traum verfolgte. Um Träume geht es auch in dem Eröffnungstrack des Albums, “Everybody Sings in Nashville” – eine bittersüße Ballade über die unerfüllten Träume tausender Menschen in der Music City Nashville, inspiriert von der Mischung aus Hoffnung und Verzweiflung, der Vriend bei ihrem kurzen Aufenthalt dort begegnet ist.

Love & Other Messes ist Vriends Einstand als Produzentin ihrer Musik. Deshalb fängt das Album die Vision der Künstlerin besser ein denn je. Unterstützung bekam sie von einer hochkarätigen Auswahl an Begleitmusikern – darunter die Co-Produzenten James Forrest (Bass) und Alan Wall (Gitarre) sowie die Background-Sängerinnen Coco Love Alcorn und Chloe Albert.

Der Song “If You Were Here”, eine Ode an Jeff Buckley, schrieb Vriend gemeinsam mit Matt Epp im Jahr 2009 bei der Folk Alliance-Konferent un Memphis und ist auf der CD in einem ergreifenden Duett zu hören. Das neue Album wurde eiligst in Alberta veröffentlicht, um ihre Tour im Januar zu begleiten und hat bereits Platz 1 bei der kanadischen Radiostation CKUA erreicht.

Vriend wuchs in Alberta in einer fundamentalistisch-christlichen Familie auf – fernsehen oder Radio hören war für sie verboten. Sie hatte lediglich Zugang zu der begrenzten Musiksammlung ihrer Eltern.

Vriends Eltern galten als “liberal”, und so enthielt die Sammlung auch einige Aufnahmen von Cat Stevens, Bob Dylan, Simon and Garfunkle, Mahalia Jackson, und Raffi – dessen Kollege, der Rootsmusiker Ken Whiteley aus Toronto, einen frühen Einfluss auf Vriend haben sollte.

 Die Musikerin absorbierte alles, was sie konnte – und bis sie in die High School kam, spielte sie bereits in mehreren Bands. Zeitgleich zu ihrem Musikdiplom vom Grant McEwan College hatte sie auch einen Vertrag mit einem kleinen, aber feinen Label, das von Mitarbeitern von Sony Music in New York betrieben wurde.

Das Label zerbrach, bevor Vriends Album zustande kommen konnte – eine frühe Lektion über die Realitäten des Musikgeschäfts. Seitdem ist Vriend unabhängig unterwegs und verkaufte dabei mehr als 13.000 Exemplare ihrer ersten drei Alben. Auch in Australien war sie auf Tour, wo sie beauftragt wurde, einen Songs für die Commonwealth Games zu schreiben.

Adelaide’s South Australian Independent Weekly schrieb über sie: “Vriend erschafft Popsongs, die von so einer herausragend entwickelten, reifen Kunstfertigkeit zeugen, dass sie an Tom Waits oder Joni Mitchell erinnern. Aber nur in ihrer Qualität – in ihrem Stil ist Vriend einzigartig.”

Im heimischen Toronto schreibt das Magazin Now: “Die Sängerin stellt Soul auf den Kopf, schmettert feinfühlige Introspektive wie Feuer heraus.” 

Der eindrucksvollste Lobgesang auf Vriend kommt aber wohl von David Ritz, der Biograph von Aretha Franklin und Marvin Gaye.  Ritz sagt: “In jeder Generation gibt es einen Sänger/Songschreiber, der das kreative Feuer hat, die Musikwelt in Flammen aufgehen zu lassen. Ann Vriend hat dieses Feuer.”

Ann hat das Album in 2010 Eigenregie  veröffentlicht, in Deutschland gibt es leider keinen Vertrieb. Kaufen kann man die CD nur über ihre Website (www.annvriend.com) oder am Konzert.

“Ann Vriend singt mit der herzergreifenden Intensität von Aretha Franklin, spielt Klavier mit der Leichtigkeit von Norah Jones, und schreibt Songs mit einer kraftvollen Einfachheit wie bei Paul Simon und Leonard Cohen.” – Elle

17.05. Köln, Kulturcafe Lichtung

18.05. Castrop-Rauxel, Bahía de Cochinos

20.05. Wetzlar Café Vinyl

23.05. Hünfeld, Das Stadtcafé

24.05. Dillenburg, Erbse

25.05. Wiesbaden, Walhalla

26.05. Weilburg, Lindencult

27.05. Grosskarlbach, Franks Bodega

28.05. Trier, Brunnenhof

31.05. Stuttgart, Kiste

01.06. Baiersbronn, Schaukelpferd

02.06. Kaiserslautern, Lautrer Wirtshaus im Bahnheim

04.06. Berlin, Neuköllner Oper

06.06. Berlin, Heimathafen

Andreas Fauser
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