10.12.2014 08:30 25 Kirchenkonzerte

Zahlreiche Konzerte beim Lux aeterna - ein Musikfest für die Seele vom 03.02. bis 02.03.15 in Hamburg

Chor St. Michaelis gibt Konzert in Hamburg

25 Konzerten in Hamburger Kirchen, der Laeiszhalle und weiteren Spielstätten. Chor St. Michaelis © Michael Zapf

Von: GFDK - Julia Mahns

Vom 3. Februar bis zum 2. März 2015 versammelt das Festival »Lux aeterna« wieder faszinierende Künstler zu einem »Musikfest für die Seele«. In insgesamt 25 Konzerten in Hamburger Kirchen, der Laeiszhalle und weiteren Spielstätten gestalten hochkarätige Hamburger Ensembles das Programm mit spiritueller Musik ebenso wie herausragende Musiker aus aller Welt. Beim Eröffnungskonzert in der Hauptkirche St. Katharinen erklingt am 3. Februar die »Water Passion« des chinesischen Komponisten und Dirigenten Tan Dun – eine besondere Inszenierung für Augen und Ohren, bei der auch 17 gläserne Wasserschalen zu sehen und zu hören sind.

Weitere Festival-Highlights sind die Konzerte des katalanischen Gambisten Jordi Savall: Mit seinem Projekt »Krieg und Frieden« stellt er am 5. Februar in der Hauptkirche St. Michaelis die europäischen Religionskonflikte als Resultat der Reformation in den Fokus, indem er geistliche Musik und Werke unterschiedlicher Nationen kombiniert. Am 7. Februar in der Hauptkirche St. Katharinen geht es dann um einen Briefwechsel zwischen zwei der wichtigsten Vordenker des modernen Europa: Erasmus von Rotterdam und Martin Luther, die sich um den richtigen Weg der Reformation stritten. Vor diesem Hintergrund hat Jordi Savall mit Musik von Guillaume Dufay, Heinrich Isaac, Girolamo Parabosco u.a. ein Konzertprogramm entwickelt, in dem er mit seinen Ensembles und Schauspielern den Konflikt eindrucksvoll darstellt.

Konzerte in Deutschland

Höhepunkte der Vokalmusik bilden außerdem die Konzerte des NDR Chor unter der Leitung von Philipp Ahmann am 6. Februar in der Christuskirche Othmarschen und am 8. Februar in St. Nikolai am Klosterstern. »Visionen« ist das Programm überschrieben, in dessen Mittelpunkt Komponisten wie Schütz, Milhaud und Mendelssohn Bartholdy stehen, die sich von den Texten im biblischen Buch der Psalmen inspirieren ließen. Am 1. März ist der NDR Chor nochmals zu erleben: In der Reihe »NDR Podium der Jungen« bringen die Musiker zwei zeitgenössische Werke der geistlichen Vokalliteratur zur Aufführung, in denen jeweils ein Solo-Cello dem Chor gegenüber steht. Der junge Cellist Gabriel Schwabe kombiniert dazu Solowerke von J.S. Bach und Crumb.

Am 19. und 20. Februar bringt das NDR Sinfonieorchester unter Chefdirigent Thomas Hengelbrock mit Mahlers 4. Symphonie ein Meisterwerk die Laeiszhalle. Die Konzerte stehen unter dem Titel »Das himmlische Leben«, passend zum Finale der Symphonie, in dem Mahler den Text des gleichnamigen Gedichtes aus »Des Knaben Wunderhorn« vertonte; den Solopart übernimmt die Sopranistin Christina Landshamer. Außerdem interpretiert Patricia Kopatchinskaja in diesem Programm Sofia Gubaidulinas Violinkonzert »Offertorium«, welches mit seinen düsteren Emotionen als Meisterwerk des 20. Jahrhunderts gilt. Beim Festival-Finale in der Laeiszhalle beschließen die Philharmoniker Hamburg unter der Leitung von Simone Young mit Bruckners 5. Symphonie, auch »Glaubenssymphonie« genannt, am 1. und 2. März das »Musikfest für die Seele«.

Konzerte in Hamburg

Verschiedene Musikvermittlungsprojekte sind ebenfalls Teil von »Lux aeterna« – so zum Beispiel »Dona nobis pacem«: Zum 100. Jahrestag des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs hat die European Concert Hall Organisation 2014 einen Kompositionsauftrag an zwölf junge europäische Komponisten vergeben – so entstanden zwölf Chorwerke, die sich mit den Themen Frieden und Konflikt auseinandersetzen. Im Rahmen von »Lux aeterna« entwickeln nun acht katholische Schul- und Kirchenchöre aus Hamburg daraus ihre eigenen Lieder für den Frieden. Die Ergebnisse dieses kreativen Prozesses sind in zwei Konzerten am 20. und 21. Februar im St. Marien-Dom Hamburg zu erleben.

Auch eine außergewöhnliche Tanzperformance ist im Festivalprogramm enthalten: Im Zentrum von »iTMOi« (in the mind of igor) steht, wie auch in Igor Strawinskys »Le Sacre du printemps«, das Thema des Opferrituals. Damit bezieht sich der Londoner Choreograph Akram Khan auf die biblische Geschichte von Abraham und Isaak. Die vier Aufführungen finden vom 12. bis 15. Februar auf Kampnagel statt.

Erstklassige Weltmusik-Künstler, wie das Gurdjieff Folk Instruments Ensemble und Kayhan Kalhor, die Elektronikstars Roedelius Schneider, Oneohtrix Point Never und Lucrecia Dalt, experimentelle arabische Musik von Radwan Ghazi Moumneh sowie sanfte Singer-Songwriter-Klänge von Mirel Wagner finden ebenfalls ihren Platz bei »Lux aeterna«. Zu erleben sind außerdem das italienische Kontrabass-Oktett Ludus Gravis, das Projekt »Darkness & Light«, bei dem Orgelmusik und Videoprojektionen zu einem einzigartigen Raumklangerlebnis verschmelzen, und ein Soloabend des französischen Starpianisten Pierre-Laurent Aimard mit Werken von Messiaen, Bach und Kurtág. Abgerundet wird das Festivalprogramm durch Konzerte des Ensemble Resonanz, das Haydns »Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze« mit einer Lesung von Wolfgang Herrndorfs »Arbeit und Struktur« kombiniert, des Monteverdi-Chor Hamburg mit Werken von Puccini und Rossini, und des Chor St. Michaelis mit Mozarts Requiem.

 

Julia Mahns
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
HamburgMusik gGmbH
Elbphilharmonie und Laeiszhalle Betriebsgesellschaft
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