11.07.2015 12:33 sternekoch inklusive

Schlosskonzerte Brühl: Das Haydn-Festival 2015 mit musikalischen und kulinarischen Genüssen

Bruehler Schlosskonzerte mit Feuerwerk

Vom Lied bis zur Oper, von der Sonate bis zur Sinfonie und von Barock bis Jazz – das Programm der 57. Brühler Schlosskonzerte ist breit gefächert, Quelle: Veranstalter

Das prachtvolle Schlossgebaeude

Das prachtvolle Schlossgebaeude

Treppenhaus Schloss Augustusburg

Treppenhaus Schloss Augustusburg

Von: GFDK - Redaktion

Seit über 50 Jahren bringen die Brühler Schlosskonzerte Glanz und Leben in die Schlossstadt. Die sommerlichen Konzerte und das Feuerwerk im Schlosspark am Abschlusswochenende sind alljährlich ein Magnet für Publikum und Presse aus der gesamten Region. Kein Wunder, denn das imposante Rokoko-Schloss Augustusburg, seit 1984 UNESCO Weltkulturerbe, bietet einen einzigartigen Rahmen für die Musik.

Vom Lied bis zur Oper, von der Sonate bis zur Sinfonie und von Barock bis Jazz – das Programm der 57. Brühler Schlosskonzerte ist breit gefächert und gleichzeitig fein abgestimmt auf die Hauptaufführungsstätte: das Prunktreppenhaus von Schloss Augustusburg. Brandneue wie auch wohlbekannte Ensembles, renommierte Originalklang-Formationen und herausragende Solisten werden das Schloss und die umliegenden Kirchen an 21 Konzertabenden von Mai bis August mit Klängen füllen.

Haydn-Festival

Das zehntägige Haydn-Festival (21. –30. August) hält gleich zur Eröffnung einen Höhepunkt bereit: Die konzertante Aufführung von Joseph Haydns erster (nahezu) vollständig erhaltener Oper „La Canterina“ durch die Capella Augustina und ausgesuchte Gesangssolisten unter der Leitung von Andreas Spering (21. August).

Hochkarätig geht es weiter mit Martin Stadtfeld, der die drei zukunftsweisenden, seinem Lehrer Haydn gewidmeten Klaviersonaten op. 2 von Beethoven im Gepäck hat: „Vom Meister dem Meister“. Kombiniert werden diese drei Werke mit einer späten Sonate Haydns (22. August). „Licht und Schatten“ stellt das Chiaroscuro Quartett am 23. August musikalisch dar, mit heiter-luziden Streichquartetten von Haydn und
Schuberts dramatisch-düsteren Quartett „Der Tod und das Mädchen“.

Starke Frauen und große Sinfonien

Am 24. August stehen „Starke Frauen – und große Sinfonien“ im Mittelpunkt des Konzertabends. Das Wroclaw Baroque Orchestra unter der Leitung von Jaroslaw Thiel und die Sopranistin Olga Pasichnyk haben Belcanto-Stücke über besondere Frauen im Programm, und daneben: Beethovens „Zweite“ und die temporeiche D-Dur-Sinfonie aus dem Zyklus von Haydns Pariser Sinfonien. Die Capella Augustina unter Andreas Sperings Leitung und Chouchane Siranossian an der Solovioline interpretieren Mozarts populäre „Kleine Nachtmusik“ und ihr Schwesterwerk, die „Serenata notturna“. Dieser „Großen Nachtmusik“ stellen sie einen spritzigen und virtuosen Haydn zur Seite (25. August).

Am 26. August ist das Elbipolis Barockorchester Hamburg mit Regina Gleim (Traversflöte) und Jörg Jacobi (Hammerklavier) in Brühl zu Gast. In ihrem Programm tritt in Mozarts frühem A-Dur Klavierkonzert und Hofmanns Flötenkonzert in D-Dur ein Solist im „Wettstreit“ gegen das Orchester an, während in Bachs 5. Brandenburgischen Konzert das „Vergnügen“ eines Concerto grosso zum Tragen kommt: mehrere Solisten gegen das Tutti.


Zum ersten Mal in der Geschichte der Schlosskonzerte erklingt am 27. August im Prunktreppenhaus des Schlosses Jazz! Rayko León (Klavier), Leandro Ojeda (Kontrabass) und Wolle Aretz (Schlagzeug) haben Haydns Werke in diversen Jazz-Stilen neu einkleidet und treten den Beweis an, dass „Haydn swingt“. Am 28. August geht es im Tanzschritt weiter: Die Akademie für Alte Musik Berlin lädt unter der Leitung des Österreichers Ernst Theis zu einem Streifzug durch die Wiener Tanzlokale. Erkundet wird die Geschichte des Walzers, zu der auch Joseph Haydn etwas beigetragen hat.

Höhepunkte des Haydn-Festivals

Das Abschlusswochenende des Haydn-Festivals hat gleich mehrere Höhepunkte zu bieten:
Zeitgleich finden am Samstag (29. August) und Sonntag (30. August) je drei Konzerte statt: Andreas Spering und die Capella Augustina sind im Schloss mit den „Sieben letzten Worten unseres Erlösers am Kreuze“ und einer der schönsten Sinfonien von Haydn, der mit der Nummer 102, zu erleben: „Haydn at his best“. In der Schlosskirche lässt das Trio 1790 „Göttliche Trios“ von Haydn, C.P.E. Bach, Pleyel und Mozart vor dem Hochaltar von Balthasar Neumann erklingen.

„Himmlisch“ verspricht das dritte Programm dieses Wochenendes zu werden: Der Chorus Musicus Köln und Das Neue Orchester unter der Leitung von Christoph Spering haben Motteten von Bach in ihrem Programm, dazu seltene Musica Sacra von Haydn. Im Anschluss an die Konzerte am 29. und 30. August finden um 22 Uhr im Schlosspark die traditionellen Feuerwerke zum Abschuss der Konzertsaison statt. Sie werden synchron zu Händels „Feuerwerksmusik“ abgeschossen, live gespielt vom Neuen Rheinischen Kammerorchester unter der Leitung von Gerhard Peters.

Konzerte und kulinarische Highlights in Brühl

Neu ist in diesem Jahr das Angebot, im Vorfeld des Feuerwerks klassische Musik in Kombination mit einem edlen 4-Gang-Menü zu genießen: Möglich ist das am 29. August im Restaurant 1875 im Brühler Kaiserbahnhof, wo das Ensemble Nuovo Aspetto mit Laute, Harfe und Hackbrett für die Gäste aufspielt, während Sternekoch Rudolf Thewes Köstlichkeiten serviert. Der Eintritt zum Feuerwerk im Schlosspark ist genauso im Paketpreis enthalten wie ein Bus-Shuttle zum Park und zurück.

Die Konzertkarten sind in allen an KölnTicket angeschlossenen Vorverkaufsstellen erhältlich oder können telefonisch unter 0221.2801 bzw. im Internet auf www.schlosskonzerte.de bestellt werden




Weiterführende Links:
http://www.schlosskonzerte.de