14.10.2014 09:00 6. Dezember 2014

Oper konzertant - "Don Pasquale" als Winteroper im Festspielhaus Congress Centrum Heidenheim

Csilla Csovari bei Don Pasquale als Winteroper

Die koloraturgespickte Partie der Norina übernimmt Csilla Csövari, die zuletzt am Münchener Staatstheater am Gärtnerplatz und am Staatstheater Nürnberg zu erleben war. © Gerardo Garciacano

Von: GFDK - Festspiele und Kulturbüro

Auch im kommenden Winter verkürzen Festspieldirektor Marcus Bosch und seine Cappella Aquileia, die im Sommer beim Festival in St. Malo und beim Eröffnungskonzert der Opernfestspiele glänzte, die Wartezeit auf die nächsten Opernfestspiele.

Diesmal mit Gaetano Donizettis „Don Pasquale“ in einer konzertanter Aufführung: Die letzte große Oper des Komponisten und für viele der Höhepunkt seines künstlerischen Schaffens. Das Dramma buffo besticht durch raffiniert instrumentierte und orchestrierte, kapriziöse und komische Musik; ein heiter sprühendes Belcanto-Feuerwerk mit hohen technischen Finessen für das Sängerensemble. Mit entsprechend hochkarätigen und erfahrenen Sängerinnen und Sängern wurden die Solopartien besetzt.

Den „Don Pasquale“ singt der italienische Bassbuffo Eugenio Leggiadri-Gallani, der aktuell große Erfolge am Theater Dortmund feiert. Die koloraturgespickte Partie der Norina übernimmt Csilla Csövari, die zuletzt am Münchener Staatstheater am Gärtnerplatz und am Staatstheater Nürnberg zu erleben war. Für die bravourösen Tenor-Arien des Ernesto hat Marcus Bosch Enrico Iviglia verpflichtet – kein Unbekannter in seinem Heimatland Italien, wo er sich auf den Opernbühnen von Rom über Florenz, Turin, Venedig und Triest bis zur Mailänder Scala einen Namen gemacht hat. Günter Haumer von der Volksoper Wien gibt den Doktor Malatesta und Gonzalo Simonetti, der sein komisches Talent in diesem Sommer als Solist der Jungen Oper in Heidenheim bewiesen hat, den Notar. Die Winteroper wird nur ein einziges Mal aufgeführt, und zwar am 6. Dezember, 20 Uhr im Congress Centrum Heidenheim.

Alt gefreit, bald bereut

Das ist die bittere Lektion, die Don Pasquale in dieser feinsinnigen Verwechslungskomödie zu lernen hat. Don Pasquale ist ein ebenso geiziger wie betagter Heiratskandidat, der kräftig an der Nase herumgeführt wird. Im Grunde geht es ihm vor allem darum, seinen Neffen Ernesto von dessen eigenen, uneinträglichen Heiratsplänen mit der mittellosen Norina abzubringen. Da schaltet sich Doktor Malatesta ein, der Ernesto doch noch zu seinem Glück verhelfen will, und ersinnt eine köstliche Intrige.

Nicht nur Spaß an der Posse

Die Skizze zu „Don Pasquale“ warf Donizetti in nur elf Tagen im November 1842 aufs Notenpapier. Beim Komponieren hat er stark in den Text von G.D. Ruffini eingegriffen und eine große Einheit von Dichtung und Musik erzielt. Es ist ihm gelungen, die Typen der commedia dell’arte zu einer tief menschlichen Musikkomödie zu beleben, bei der es dem Publikum schwer fallen dürfte, kein Mitgefühl für die getäuschte Titelfigur zu entwickeln. Der Erfolg von „Don Pasquale“ war schon bei der Uraufführung 1843 in Paris spektakulär. Seitdem hält sich die Oper fast ununterbrochen bis heute im Repertoire der großen Häuser.

Tickets und Informationen:

Tourist-Information Heidenheim (07321 – 327 7777), www.heidenheim.de, HZ-Ticketshop im Pressehaus (07321-347 139) und bei allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Oper in Deutschland

Don Pasquale
Gaetano Donizetti / Giovanni Ruffini, nach Angelo Anelli Konzertante Aufführung
Samstag, 6. Dezember, 20 Uhr
Congress Centrum Heidenheim
Hugo-Rupf-Platz 1
89522 Heidenheim an der Brenz