28.04.2013 09:00 "Sounds of the Empire" an vielfältigen Spielstätten

Künstlerisch hochkarätige Begegnungen auf den 36. Dresdner Musikfestspielen vom 11.05. bis 02.06.2013

New York Philharmonic & Gilbert bei den Festspielen in Dresden

Die Festspiele 2013 erforschen unter dem Motto »Empire« die Spuren, die das Streben nach einem Weltreich in den Kulturlandschaften vieler Länder und Kontinente hinterlassen hat. Bild 1: New York Philharmonic & Gilbert © Chris Lee

Academy of St Martin in the Fields gibt Konzert in Dresden 2013

Bild 2: Academy of St Martin in the Fields © Chris Christodoulou

Dresdner Festspielorchester gibt Konzert bei Musikfestspielen

Bild 3: Dresdner Festspielorchester © Oliver Killig

Giuliano Carmignola ist ein Starviolinist

Bild 4: Giuliano Carmignola © Kasskara/DG

Jan Vogler ist Solist

Bild 5: Jan Vogler © Jim Rakete

Joshua Bell spielt mit der Academy of St Martin in the Fields

Bild 6: Joshua Bell © Marc Holm

Von: GFDK - Susanne Lutz - 6 Bilder

Die Saison 2013 unter dem Motto »Empire«. Mit berühmten Vertretern wie der legendären Academy of St Martin in the Fields und Joshua Bell, dem Philharmonia Orchestra London unter Esa-Pekka Salonen oder dem City of Birmingham Symphony Orchestra mit Andris Nelsons spüren die Dresdner Musikfestspiele den »Sounds of the Empire« nach. Sie spannen einen Bogen von englischen Chorwerken der Renaissance und Barockmusik von Henry Purcell über die Spätromantik mit Edward Elgars selten zu hörendem Hauptwerk »The Dream of Gerontius« mit dem Dresdner Kreuzchor und René Pape weiter zu Werken von Benjamin Britten und den humorvollen Arrangements des Ukulele Orchestra of Great Britain.

Ausgehend von der außergewöhnlichen Dichte der Musikregion Großbritannien und ihrer Kulturmetropole London erforschen die Festspiele 2013 unter dem Motto »Empire« die Spuren, die das Streben nach einem Weltreich in den Kulturlandschaften vieler Länder und Kontinente hinterlassen hat.

Orchestra in Residence: das New York Philharmonic im Konzerthaus Berlin, in der Semperoper Dresden und in der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen

Den fulminanten Auftakt der Festspiele begeht das New York Philharmonic, mit dessen Auftritten sich weltweit die Botschaft von Toleranz und Verständigung verbindet. Seiner Heimatstadt, die während der furchtbaren Katastrophen des 20. Jahrhunderts einen großen Teil der emigrierenden kulturellen Elite Europas aufnahm, ist er tragender Pfeiler einer starken transatlantischen Brücke.

Deutschland Konzerte in Dresden

Das Orchester unter seinem Chefdirigenten Alan Gilbert ist damit in doppelter Hinsicht musikalischer Botschafter, wenn es mit einem Gastspiel der Dresdner Musikfestspiele im Konzerthaus Berlin (Solist: Emanuel Ax) auf das vielseitige Festspielprogramm in Dresden einstimmt – der Stadt, die wie ein Brennglas für die Kraft der Versöhnung nach der Zerstörung steht.

Nach diesem Auftakt setzt sich die Festspiel-Residency (11. - 14. Mai) mit dem Eröffnungskonzert in der Semperoper (Solist: Jan Vogler) fort. Mit einem außergewöhnlichen Projekt sind die Musiker in der modernen Architektur der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen zu erleben: Für diesen Anlass hat der finnische Komponist Magnus Lindberg eines seiner Hauptwerke, »Kraft«, neu konzipiert und eigens dafür Autoteile aus der Fertigung für die Perkussion ausgewählt. Im Zusammenspiel der im Raum verteilten Orchesterpositionen entsteht darüber hinaus ein faszinierender Klangeindruck.

Festivals in Dresden

Jan Vogler freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem New Yorker Klangkörper wie auch auf seinen Auftritt mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin unter Kent Nagano: »Mit Blochs hebräischer Rhapsodie »Schelomo«, ein Porträt des israelischen Königs Salomo, und der Strauss-Vertonung »Don Quixote«, einer der berühmtesten Geschichten des spanischen Empires, eröffnen sich weitere Einblicke in das Thema 2013.«

Das Dresdner Festspielorchester unter Ivor Bolton öffnet »Schrank II«

Nachdem das »Projekt« Dresdner Festspielorchester in der vergangenen Saison mit versammelter Kompetenz für historische Aufführungspraxis und großer Entdeckungsfreude gestartet war, widmen sich die Musiker um Konzertmeister Giuliano Carmignola und unter der musikalischen Leitung von Ivor Bolton nun in zwei Konzerten (18./20. Mai) wahren Musikschätzen des Dresdner Barock und ihrer originalklanggetreuen Interpretation. Dafür öffnen sie »Schrank II«, ein wertvolles Notenarchiv mit dem charakteristischen Repertoire des Dresdner Hoforchesters. Auf dem Programm stehen bekannte Arien, die einst für den Superstar unter den Kastraten, Senesino, komponiert wurden und nun von Countertenor Bejun Mehta interpretiert werden, wie auch Werke, die bislang hinter den Türen des »Schrank II« verborgen geblieben sind.

Abschlusskonzert mit Singer-Songwriter Rufus Wainwright

Der Abend mit dem kanadischen Künstler Rufus Wainwright (02. Juni) setzt einen weiteren programmatischen Akzent. Elton John nennt ihn den »großartigsten Songwriter auf diesem Planeten«. Rufus Wainwright ist nicht nur in der Welt von Rock und Pop, sondern auch in Klassik, Theater, Tanz und Film zu Hause. Oper und Literatur sind für ihn unerschöpfliche Inspirationsquellen. Ausschnitte aus seiner Oper »Prima Donna« oder »Five Shakespeare Sonnets«, die Wainwright im Auftrag des San Francisco Symphony komponierte, geben einen Einblick in sein vielseitiges Schaffen – ein glanzvolles Finale der Festspiele 2013.

Jubilare des Jahres 2013 mit Louis Lortie/Thomas Quasthoff, Christian Thielemann, Gianandrea Noseda und dem Orchestra del Teatro Regio di Torino

In vielseitigen Programmkombinationen erklingen Kompositionen der großen Jubilare des Jahres 2013 Richard Wagner und Giuseppe Verdi. So eröffnen u.a. Louis Lortie und Thomas Quasthoff sowie ein Abend in den Richard-Wagner-Stätten Graupa spannende Perspektiven auf Wagner. Zwei Kooperationsveranstaltungen mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden und Christian Thielemann würdigen dessen Dresdner Schaffen. Mit einer in höchstem Maße authentischen Interpretation ausgewiesener Verdi-Spezialisten präsentieren die Dresdner Musikfestspiele Giuseppe Verdis »Requiem«: Das Orchestra del Teatro Regio di Torino stellt sich unter seinem Chefdirigenten Gianandrea Noseda und mit einem hochkarätigen Solistenensemble in Dresden vor.

 

Dresdner Musikfestspiele
An der Dreikönigskirche 1
01097 Dresden
Susanne Lutz
lutz@remove-this.musikfestspiele.com