10.02.2013 08:57 Konzerte im Februar & März 2013

Konzert Klassik: Pablo Heras-Casado erklimmt nicht nur musikalische Berge - Gastpiele in Salzburg, beim MCO, in Berlin und Freiburg

Konzert Klassik: Pablo Heras-Casado erklimmt nicht nur musikalische Berge - Gastpiele in Salzburg, beim MCO, in Berlin und Freiburg

Pablo Heras-Casado © Felix Broede

Von: GFDK - Albion Media

„For Pablo music is music, whether old or new, and for me this is an extremely important quality: that someone does not make a difference between music from different eras when approaching each score.” Peter Eötvös in The New York Times.

Er stammt aus Granada, wohnt gegenüber der Alhambra, brennt für Musik aller Zeiten und Länder wie kein Zweiter: Pablo Heras-Casado. Kein Repertoire scheint dem 35-jährigen Dirigenten fremd; sei es – neben den klassischen Orchesterwerken von u.a. Mozart, Beethoven, Schumann, Schubert, Strawinsky, Shostakovich, Bartók, Richard Strauss – ein a-cappella Werk von Michael Praetorius, eine andalusische Zarzuela oder ein Werk von Johannes Maria Staud.


Sängerstars wie Plácido Domingo und Rolando Villazón, dessen Neuinszenierung von Donizettis L’elisir d’amore er am Festspielhaus Baden-Baden dirigierte, schwärmen von seiner Sensibilität, was wohl nicht nur daran liegt, dass Heras-Casado selbst als zweiter Tenor in den Renaissance-Madrigalen spanischer Komponisten mitsang. Sie bewundern an ihm seine Entdeckerlust, die Finesse und das Format, mit der er Alte Musik, symphonische Musik des 18., 19. und 20. Jahrhunderts sowie zeitgenössische Musik dirigiert. Erst kürzlich in Dortmund dirigierte er Bartóks Konzert für Orchester.


Weil er „vom deutschen Regietheater als Künstler und Mensch herausgefordert werden will“, wird er sich im Verdi-Jahr 2013 gleich zwei großen Verdi-Opern auf deutschen Musikbühnen widmen. Im April 2013 bringt er mit Jan Bosse an der Deutschen Oper Berlin Rigoletto auf die Bühne und im Juni in Frankfurt mit Jens-Daniel Herzog die Sizilianische Vesper. Mit der Geigerin Patricia Kopatchinskaja, die ebenfalls ein Faible fürs Entdecken hat, interpretierte er im November in Rom (mit dem Orchestra dell‘Accademia Nazionale di Santa Cecilia) Prokofjews Violinkonzert Nr. 2 und widmet sich gemeinsam mit ihr im März 2013 in Berlin (mit dem DSO) dem Violinkonzert „Seven“ von Peter Eötvös.


Seinen 35. Geburtstag feierte Pablo Heras-Casado am 21. November 2012 gemeinsam mit dem Amsterdamer Concertgebouworkest, wo er erstmals am Pult stand. Das Orchester feiert übrigens selbst Geburtstag – allerdings seinen 125.! Mozart, Mendelssohn und Ravel hatte sich Heras-Casado für diesen Einstand ausgesucht.
Seine musikalische Vielfalt demonstriert Pablo Heras-Casado in nächster Zeit mit Konzerten u.a. in Salzburg, mit dem Mahler Chamber Orchestra, beim DSO Berlin und dem Freiburger Barockorchester. Das Repertoire der Konzertprogramme reicht von Zelenka, Mozart, Beethoven, Chopin über Richard Strauss, Prokofjew zu Dutilleux, Eötvös und Johannes Maria Staud.


Doch auch zu Hause, in Granada, rastet er nicht: viel lieber fährt er Rad und unternimmt, wie in jedem Jahr, eine Bergwanderung auf den Mulhacen.



Ausgewählte Konzerttermine von Pablo Heras-Casado:

22. Februar, Dortmund (Konzerthaus)

23. Februar, Essen (Philharmonie)

24. Februar, Köln (Philharmonie)


Programm:

Dutilleux: Tout un monde lointain für Cello und Orchester Berlioz: Symphonie fantastique op. 14
Mahler Chamber Orchestra Andreas Brantelid, Violoncello Pablo Heras-Casado, Dirigent


21. März 2013, Berlin (Philharmonie)

22. März 2013, Berlin (Philharmonie)

21. März, Programm: “Casual Concert” – Ein Heldenleben – gefolgt von DJ & Party R. Strauss: Ein Heldenleben op. 40

22. März, Programm: Schostakowitsch: Kammersymphonie c-Moll op. 110 Peter Eötvös: Seven (Violinkonzert) R. Strauss: Ein Heldenleben op. 40

Deutsches Sinfonieorchester Berlin Patricia Kopatchinskaja, Violine Pablo Heras-Casado, Dirigent

 

29. März 2013, Freiburg (Konzerthaus)

Programm:

Karfreitagskonzert J. D. Zelenka: I penitenti al sepolcro del redentore ZWV 63
Freiburger Barockorchester Pablo Heras-Casado, Dirigent

 

 

Meike Wiedamann

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