26.07.2013 09:00 Neues Spielzeitprogramm 2013/2014 in Regensburg

Konzert Klassik: ODEON CONCERTE präsentieren Klassik- Stars von Ludwig Güttler bis Rolando Villazón im Audimax

Ronadlo Villazon tritt im Regensburger Audimax auf

Ronaldo Villazón ist nicht nur einer der besten Tenöre der Gegenwart, sondern wird von seinem Publikum auch heiß und innig geliebt. © Gabo/Decca

Ludwig Guettler ist ein talentierter Trompeter

Bild 2: Ludwig Güttler Quelle: Odeon Concerte

Janine Jansen verzaubert mit ihrem Geigenspiel

Bild 3: Janine Jansen Quelle: Odeon Concerte

Mischa Maisky ist der wohl beruehmteste Cellist der Gegenwart

Bild 4: Mischa Maisky © Bernard Rosenberg/DG

Von: GFDK - Reinhard Söll - 4 Bilder

Das Programm 2013/2014 bringt noch weitere weltberühmte Musiker wie Mischa Maisky, Murray Perahia, Janine Jansen, Arcadi Volodos, Enoch zu Guttenberg, Albrecht Mayer, Gidon Kremer sowie internationale Orchester ins Regensburger Audimax.

Eine Gala der großen Namen der internationalen klassischen Musikszene mit vielen musikalischen Highlights präsentieren die ODEON CONCERTE in der neuen Saison 2013/2014 im Regensburger Audimax. Soeben wurde das neue Spielzeitprogramm vorgestellt.

Konzerte in Deutschland

Die Konzerte im einzelnen:

Saisoneröffnung ist am 9. November mit der angesehenen Ungarischen Nationalphilharmonie unter Zoltan Kocsis.  Feurige Energie, jugendliche Frische und höchste Sensibilität sind zu Markenzeichen des Duos Baiba und Lauma Skride geworden, die das Orchester als Solistinnen begleiten. Die beiden lettischen Schwestern haben es ganz nach oben geschafft. So spielt die Sony-Exklusivkünstlerin Baiba Skride seit ihrem fulminanten Wettbewerbssieg im „Reine Elisabeth Wettbewerb“ mit ihrer kostbaren Stradivari bei Top-Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem Cleveland Orchestra oder dem London Philharmonic. (Glinka, Mendelssohn: Konzert für Klavier, Violine und Orchester, Tschaikowsky: 4. Sinfonie).

Eine besonderes Highlight steht am 25. November bevor, wenn Starpianist Murray Perahia nach Regensburg kommt. In seiner langen Karriere hat sich Perahia zu einer der einsam im Klavier-Olymp schwebenden Künstlerpersönlichkeiten entwickelt - von Rang und Generation her allenfalls mit Maurizio Pollini zu vergleichen. Seine bei Sony publizierten CDs setzen Maß-stäbe. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn mit der legendären Londoner Academy of St. Martin in the Fields - seit Jahrzehnten der Maßstab für leuchtende klangliche Brillanz, federnd-eleganten Schwung und spieltechnische Perfektion. (Bach: 3. Klavierkonzert, Mozart: Klavierkonzert d-moll KV 466, Haydn: Sinfonie mit dem Paukenschlag).

In ganz Deutschland gehören die stimmungsvollen vorweihnachtlichen Abende mit Ludwig Güttler und seinem aus Musikern des Gewandhausorchesters und der Staatskapelle Dresden zusammengesetzten Blechbläserensemble für die Musikfreunde untrennbar zu Weihnachten. Am 16. Dezember kommt Güttler nach Regensburg. Seine Auszeichnungen kann er kaum mehr zählen: Schallplattenpreise, den Adenauer-, den Stifter- und den Nationalpreis, den Telemann-, den Händelpreis und einen Orden der britischen Queen. Als Motor des Wiederaufbaus der Dresdner Frauenkirche hat er sich schon jetzt ein Denkmal gesetzt. Vor allem aber ist er der populärste deutsche Trompeter aller Zeiten.

Von allen größeren Werken Bachs ist das am 20. Dezember zu hörende, festliche Weihnachtsoratorium mit seinem bezwingenden, strahlenden Eingangschor „Jauchzet, frohlocket!“ das populärste. Das liegt vor allem daran, dass das Weihnachtsoratorium so viel jubelnde Freude und Zuversicht verbreitet, aber auch an seinem zu Herzen gehenden Ton. Bachs Passionen unter Enoch zu Guttenberg, seinem Neubeurer Chor und der Klangverwaltung München zu erleben, ist für jeden Zuhörer eine tiefe und emotional nahe gehende Erfahrung. Guttenberg ist eine bezwingende, charismatische Künstlerpersönlichkeit: „Ich kann nicht lau sein. Ich will Musik emotional heiß machen“, sagte er einmal der „Zeit“.

Was macht eine hochbegabte, preisgekrönte Pianistin ohne professionelles Management, ohne Pro-tektion und deshalb mit nur wenigen Engagements? Sie stellt den gewohnten Karriereweg auf den Kopf! Und startet eine sensationelle Karriere „von unten nach oben”, sie nutzt das Internet, richtet ihren eigenen YouTube-Kanal ein, spielt und spricht dort über ihre Musik. 50 Millionen mal werden ihre Videos angeklickt, über 90.000 Nutzer abonnieren ihren Kanal. Die Rede ist von Valentina Lisitsa, die am 10. Januar in der Odeon-Reihe spielt und deren Karriere geradezu explodiert ist. Sie stellt zwei romantische Programme zur Auswahl. Das Publikum darf live im Konzertsaal darüber abstimmen.

Konzerte in Regensburg

Edo de Waart ist mit Bernard Haitink der bedeutendste Dirigent Hollands und führt mit der Königlichen Philharmonie Flandern am 9. Februar das Spitzenorchester Belgiens nach Regensburg. Mit Spannung wird dabei der Auftritt des 26jährigen Pianisten Igor Levit erwartet! Er gilt als eine der faszinierendsten und ungewöhnlichsten Neuentdeckungen. Eleonore Büning schrieb in der FAZ über seine Tschaikowsky-In-terpretation in diesem Mai beim Klavierfestival Ruhr: „Ein Schock. Eine Sensation... Levit spielt auf einem ei-genen, anderen Stern.”  (Tschaikowsky: 1. Klavierkonzert, Prokofiev: „Romeo und Julia“).

Arcadi Volodos, der am 17. Februar erwartet wird, hat in Regensburg schon einmal ein denkwürdiges Konzert mit sage und schreibe 13 (!) Zugaben beendet. Und auch das nur, weil der Hausmeister ihm das Licht ausdrehte. Wenn er spielt, nein: zaubert, dann wird das Publikum schnell unersättlich. Als Volodos 1997 die internationale Bühne betrat, erregte er sofort ungeheueres Aufsehen. Es war der Startschuss einer Welt-karriere. Dabei ist Volodos beileibe nicht nur ein aberwitziger Virtuose, sondern ein Klangzauberer ohnegleichen, ein Magier des Leisen und der tausendfachen Schattierungen, ein romantischer Erzähler mit einem einzigartigen Empfinden für Zeit und Poesie. (Schubert, Brahms, Schumann.

„Vielleicht ist er besser als je zuvor”, titelte die Presse nach Rolando Villazóns Konzert vor gut einem Jahr in München. Am 20. Februar singt der tenorale Superstar begleitet von Gerold Huber in Regensburg. Er ist nicht nur einer der besten Tenöre der Gegenwart, sondern er wird von seinem Publikum auch heiß und innig geliebt. Betritt der schwarz gelockte Herzensbrecher eine Bühne jubeln ihm die Besucher zu, bevor er noch den ersten seiner betörend schönen Töne gesungen hat - so stark wirkt seine gewinnende Ausstrahlung, sein Charisma und sein sprühendes Temperament. Der Mexikaner stürmt mit seinen CDs die Klassik-Hitparaden und die Pop-Charts. Bei den diesjährigen Salzburger Festspielen wartet man gespannt auf seine Hauptrolle in Mozarts „Lucio Silla”. Im Verdi-Jahr 2013 ist er der Verdi-Botschafter der Deutschen Grammophon. Lieder von Verdi auch auf seinem Regensburger Programm, dazu Lieder von de Falla, Massenet und Obradors.

Alfred Brendel - dessen Zusammentreffen mit Kit Armstrong in einer berühmten ARTE-Doku verfilmt wurde - nennt ihn „die größte Begabung, der ich in meinem Leben begegnet bin” und für die SZ ist er ein Phänomen „von einem anderen Stern“. Der amerikanische Wunderpianist kommt am 27. Februar mit dem Orchestre Philharmonique de Strasbourg. Armstrong, der als 10jähriger Knirps schon im US-Fernsehen vor einem verblüfften Millionenpublikum spielte, mit sieben als jüngster Student aller Zeiten an die Chapman-University kam, seine erste Sinfonie schrieb und danach so nebenbei in London noch ein Mathematikstudium abschloss, spielt das Klavierkonzert von Schumann. (Weitere Werle von Berlioz und Beethovens 7. Sinfonie).

Sie ist jung, sympathisch und locker, und vor allem: Sie ist eine der phänomenalsten Geigenbegabungen der letzten Jahre: Janine Jansen, die mit ihrem aus Elitesolisten zusammengesetzten Kammerorchester am 6. März Bachs Violinkonzerte spielen wird. In ihrer holländischen Heimat wurde jede ihrer CDs mit Platin ausgezeichnet, sie gewann den ECHO-Klassik-Preis und erhält Einladungen von den Berliner bis zu den New Yorker Philharmonikern. In Utrecht hat sie ihr eigenes Kammermusikfestival gegründet und betört voller Energie und musikalischer Leidenschaft mit ihrer 300 Jahre alten Stradivari Publikum und Kritiker.

Die Russische Nationalphilharmonie unter Vladimir Spivakov bereist am 23. März die Domstadt. Seit Spivakov als Geiger und Dirigent in den 80ern den Westen eroberte, ist er weltweit hoch angesehen. In Russland wird Spivakov wie ein Popstar gefeiert und ist nicht nur Liebhabern klassischer Musik ein Begriff. Seine Charity-Stiftung finanziert u. a. lebensrettende Operationen. Die UNESCO ernannte ihn zum „Künstler des Friedens“ und in Frankreich machte ihn zum Ritter der Ehrenlegion. Wir erleben ihn mit dem 29-jährigen Nikolai Tokarew, einem der jungen Sterne am Pianistenhimmel. Seine überwältigende Virtuosität, die Wucht und Rasanz seines Zugriffs begeistern die internationale Kritik. Tokarev spielt das selten zu hörende, hinreißend auftrumpfende 1. Klavierkonzert von Rachmaninow (weiteres Programm: Tschaikowsky: Suite aus „Schwanensee“,  Dvorak: Sinfonie aus der Neuen Welt).

Das Moskauer „Bolschoi”-Theater ist eine Legende, so wie sonst nur die „Scala” und die „MET”. Seine Geschichte füllt ganze Bücher, hier schlägt das musikalische und kulturelle Herz Russlands, sein Orchester ist das älteste Orchester der Nation und eines der größten weltweit. Am 11. April ist es in Regensburg zu erleben. Solist des Abends ist Mischa Maisky. Er ist nicht nur der wohl berühmteste Cellist der Gegenwart, sondern er wird vor allem als der „große Romantiker” unter den Cellisten gefeiert. Sein Spiel ist rückhaltlos emotional, voller Leidenschaft, brennend vor Intensität und zugleich edel und seelenvoll im Ton. (Dvorak: Cellokonzert, Karneval-Ouvertüre, Tschaikowsky: 3. Sinfonie).

Dass es einem Oboisten gelingt, sich mit seinen CDs wochenlang in den Klassik-Charts zu halten, ist sensationell! Albrecht Mayer, dem Solo-Oboisten der Berliner Philharmoniker, ist das gelungen. Er hat die Oboe aus dem Orchestergraben herausgeführt und ist nicht nur der - nach Kritikermeinung - beste Oboist der Welt, sondern auch einer der beliebtesten Klassik-Künstler geworden. Dreimal (!) erhielt er den ECHO Klassik Preis als „Instrumentalist des Jahres”. Am 3. Mai kommt er mit dem exzellenten Kammerorchester „Concertino Wien“ (Wiener Symphoniker) nach Regensburg (Oboenkonzerte von Haydn und Wolf-Ferrari, Mozart: Sinfonie Nr. 28).

Gidon Kremer, der am 13. Mai zu den Odeon Concerten kommt, ist nicht nur einer der größten Geiger der letzten Jahrzehnte, sondern noch viel mehr als das: Er ist ein universaler Musiker, der einer ganzen Periode seinen Stempel aufdrückte, ein von musikalischer Neugier Entflammter, der sich voller Abenteuerlust auf die Suche nach Neuem begibt und sein Publikum auf wahre Entdeckungsreisen führt. Kremer hat fast alle Auszeichnungen erhalten, die die Musikwelt zu vergeben hat – bis hin zum Ernst von Siemens Musikpreis. Mit der Kremerata Baltica, einem Kammerorchester aus handverlesenen Spitzenmusikern, hat er sich sein eigenes, mit dem  „Grammy” ausgezeichnetes, Instrument geschaffen. Auf dem Programm: Bernsteins Violinkonzert, die „Serenade”, und Bizet/Schtschedrins begeisternde Ballettmusik zur Oper „Carmen“.

Eine Sonderveranstaltung gibt es am 14. März im Audimax: Als Jahrhundertpianist Alfred Brendel im Dezember 2008 von der Bühne Abschied nahm, war die Musikwelt untröstlich. Aber ganz kann er es dann doch nicht lassen. In einzelnen Vorträgen an sorgfältig ausgewählten Orten, kann man ihn noch live erleben: Klug, anspruchsvoll, anregend und voller Witz und skurrilem Humor. Das hat auch Niederschlag in mehreren köstlichen Gedichtbänden gefunden. Was liegt deshalb näher, als seine mal ernsten, mal vergnüg-lichen Gedanken über das „A-Z eines Pianisten” (soeben als Buch veröffentlicht), zu hören – ergänzt durch eine Auswahl musikalischer Beispiele, für die der Meister voraussichtlich auch mal selbst in die Tasten greift.

Infos, Abonnements und Einzelkarten gibt es direkt bei ODEON unter (0941) 29 60 00 sowie im Internet  unter www.odeon-concerte.de

 

Reinhard Söll

Schenkendorfstr. 9

93049 Regensburg

email: soell@odeon-concerte.de
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