10.03.2013 09:18 Mahlers Fragen nach Tod, Abschied und Trauer

Konzert Klassik: Nordic Concerts - Junge Deutsche Philharmonie und Jonathan Nott am 18. März in der Laeiszhalle Hamburg präsentieren Mahler

Konzert Klassik: Nordic Concerts - Junge Deutsche Philharmonie und Jonathan Nott am 18. März in der Laeiszhalle Hamburg präsentieren Mahler

Bild 1: Junge Deutsche Philharmonie © Achim Reissner

Bild 2: Jonathan Nott © Richard Haughton

Von: GFDK - Elena Wätjen - 2 Bilder

Für den Komponisten Alban Berg war sie »das erste Werk der Neuen Musik«, heute gilt Gustav Mahlers 9. Symphonie als kompositorisch bedeutendstes Werk ihres Schöpfers: Am  18. März führt die Junge Deutsche Philharmonie unter dem Dirigenten Jonathan Nott Mahlers letztes vollendetes Werk im Großen Saal der Laeiszhalle auf und spürt Mahlers Fragen nach Tod, Abschied und Trauer nach.

»Das Allerherrlichste, was Mahler geschrieben hat«: Für Alban Berg, einen der  bedeutendsten Komponisten der Moderne, kündigte sich mit Gustav Mahlers letzter  vollendeter Sinfonie bereits bei ihrer postumen Uraufführung 1912 der Übergang in eine neue  musikalische Epoche an. In dem rund 75-minütigen Werk verlässt Mahler den gewohnten  tonalen Raum und wendet sich neuen harmonischen Strukturen zu - ein Affront für das  damalige Publikum. Heute gilt die Komposition nicht nur als das bedeutendste Werk Mahlers,  sondern auch als sein Manifest des Abschieds von der Welt: Sein Bruch mit der Wiener  Staatsoper, deren erster Kapellmeister und Operndirektor er war, der Tod seiner älteren  Tochter und der bei ihm selbst diagnostizierte Herzfehler werden oft als Ursachen für die in  Teilen resignative Stimmung der Symphonie gesehen. Dennoch ist Mahlers letztes vollendetes  Werk ein Abschied, der seine Liebe zum Leben voller Hoffnung und Optimismus in Töne fasst  als »Ausdruck einer unerhörten Liebe zu dieser Erde«.

Nach ihrem umjubelten Auftritt im Rahmen von »Orchester 3.0« unter Kristjan Järvi im April  2012 in der Laeiszhalle gastiert die Junge Deutsche Philharmonie im Rahmen ihrer  Frühjahrstournee mit dem englischen Dirigenten Jonathan Nott, der als ausgemachter  Mahler-Spezialist gilt und sich als dessen Interpret einen weltweiten Ruf erarbeitet hat. Das  Orchester, das sich aus Studenten der wichtigsten Musikhochschulen Deutschlands  zusammensetzt und so renommierte Klangkörper wie die Deutsche Kammerphilharmonie  Bremen hervorgebracht hat, wird für seine lebendigen Interpretationen gefeiert, die sich mit  großer Kreativität und hohem künstlerischen Anspruch fern althergebrachter Konventionen  bewegen. In einem Interview erklärte Jonathan Nott, man habe bei Mahlers Werken »die  Chance, echte Tiefe und beeindruckende Andeutungen zu finden, wenn nicht sogar Antworten auf die ewigen Fragen des Lebens, des Menschseins, des Todes«. Genau diese Antworten sind es, die Nott und die hochtalentierten Musiker der Jungen Deutschen Philharmonie in Mahlers  Werk ausfindig machen.

Mit Unterstützung der Deutschen Bank und des Scandic Hamburg Emporio.

Mo 18.03. / 20.00 Uhr / Laeiszhalle Hamburg / Großer Saal  Nordic Concerts: Junge Deutsche Philharmonie Nott  Junge Deutsche Philharmonie  Jonathan Nott.

Dirigent    Gustav Mahler: Symphonie Nr. 9 D-Dur  € 48 / 42 / 35 / 27 / 15 / 8  Konzerteinführung: 19.15 Uhr / Kleiner Saal

REDticket der Haspa Musik Stiftung: Die besten verfügbaren Plätze für nur € 10 ab einer  Woche vor dem Konzert – für alle bis einschließlich 27 Jahre. Das REDticket ist erhältlich im

Elbphilharmonie Kulturcafé, im HaspaJoker Shop / Filiale am Jungfernstieg (keine  Barzahlung), an der Abendkasse und über www.elbphilharmonie.de.

ZukunftsMusik: Wer könnte Kinder und Jugendliche besser für klassische Musik begeistern als die Künstler höchstpersönlich? Im Rahmen der Musikvermittlungsinitiative  »ZukunftsMusik« bringt Elbphilharmonie Kompass Schüler und Schülerinnen aus Hamburg  bei Schulbesuchen, Workshops und Probenbesuchen mit den Künstlern zusammen. So  werden anlässlich ihres Gastspiels in Hamburg Musiker der Jungen Deutschen Philharmonie  Schulen besuchen und den Schülern wird die Möglichkeit eines Probenbesuchs sowie  Gesprächs mit den Musikern geboten. Weitere Informationen unter:  www.elbphilharmonie.de/zukunftsmusik.de.

Die Junge Deutsche Philharmonie  Die Junge Deutsche Philharmonie wurde 1974 durch ehemalige Musiker des  Bundesjugendorchesters gegründet, die weiterhin miteinander Musik machen und dabei vor  allem eigene Ideen umsetzen wollten. Mit hohem künstlerischen Anspruch und viel  Leidenschaft engagiert sich das Orchester, das sich heute aus Studenten der wichtigen  Musikhochschulen im deutschsprachigen Raum zusammensetzt, für eine lebendige  Fortführung der deutsch-europäischen Musiktradition. Der Erfolg gibt ihnen Recht: Bereits  zwei Jahre nach seiner Gründung gewann das Orchester den 1. Preis beim Herbert-von-  Karajan-Wettbewerb, es folgten der Deutsche Schallplattenpreis, der Deutsche Kritikerpreis  sowie der Grand Prix Année Européenne de la Musique. Renommierte Klangkörper, wie die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen oder das Ensemble Modern, gingen ebenfalls aus der Jungen Deutschen Philharmonie hervor.

Regelmäßige Tourneen im Frühjahr und Sommer führen die Musiker in die wichtigsten Konzertsäle Deutschlands, so die Berliner Philharmonie,  die Alte Oper Frankfurt oder den Gasteig München; internationale Stationen waren bisher  unter anderem Belgien und Polen, die Schweiz und Mexiko. Die 18 bis 28 Jahre alten  Orchestermitglieder setzen ebenso auf innovative Programme und eine demokratische  Organisation des Orchesters wie auf die Zusammenarbeit mit weltweit renommierten  Musikern, darunter Patricia Kopatchinskaja, Christian Tetzlaff und Sol Gabetta sowie  Dirigenten wie Pierre Boulez, George Benjamin, Ivor Bolton und Kent Nagano. Für die  Frühjahrstournee 2013 gastiert das Orchester mit Jonathan Nott in Konzerthäusern in  Deutschland und der Schweiz.

Jonathan Nott  Der 1962 in England geborene Dirigent Jonathan Nott studierte Musikwissenschaft in  Cambridge, Gesang und Flöte in Manchester sowie Dirigieren in London. Erste Anstellungen  als Kapellmeister führten ihn an die Alte Oper Frankfurt, an das Staatstheater Wiesbaden und  an das Luzerner Theater. Von 2000 bis 2003 leitete er außerdem das von Pierre Boulez  gegründete Ensemble Intercontemporain. Seit 2000 hat Jonathan Nott die Position des  Chefdirigenten bei den Bamberger Symphonikern – Bayerische Staatsphilharmonie inne. Im  Laufe seiner bisherigen Tätigkeit – sein Vertrag wurde bis 2016 verlängert – entwickelte sich  das Orchester zu einem international gefragten Klangkörper, der auf den Festivals in  Salzburg, Edinburgh und Luzern gefeiert wird. Ebenfalls in Luzern werden Nott und die  Bamberger Symphoniker 2013 mit der erstmaligen konzertanten Aufführung von Wagners  »Ring«-Tetralogie für eine Premiere sorgen.

Neben seiner Arbeit bei den Bamberger Symphonikern dirigiert Nott regelmäßig die führenden Orchester, so die Philharmoniker in  Berlin, New York und Los Angeles, das Koninklijk Concertgebouworkest Amsterdam und das  Gewandhausorchester Leipzig. Im Dezember 2012 gab er zudem für ein Konzert mit Hélène  Grimaud sein Debüt bei der Staatskapelle Dresden; auch wird Nott ab 2014 Musikdirektor des  Tokyo Symphony Orchestra. Besonderen programmatischen Schwerpunkt setzt Jonathan Nott  auf zeitgenössische Musik, und auch als Interpret Gustav Mahlers hat er sich einen weltweiten  Ruf erarbeitet: So gewann seine Einspielung von Mahlers 9. Symphonie mit den Bamberger Symphonikern das »Toblacher Komponierhäuschen« sowie den MIDEM Classical Award für  die beste symphonische Einspielung. Jonathan Nott lebt mit seiner Frau und seinen drei  Kindern in Luzern.

Laeiszhalle Elbphilharmonie Hamburg  Die künftige Elbphilharmonie und die renommierte Laeiszhalle werden aus einer Hand geführt. Generalintendant ist seit 2007 Christoph Lieben-Seutter. Seit der  Konzertsaison 2009/10 verantwortet er darüber hinaus ein eigenes Programm mit  durchschnittlich 100 Konzerten, die neben den Veranstaltungen der privaten  Konzertveranstalter in der Laeiszhalle und anderen ungewöhnlichen Orten in  Hamburg stattfinden. Die Elbphilharmonie Konzerte bieten ein facettenreiches,  modernes und weltoffenes Programm, welches das Publikum inhaltlich zum künftigen  Konzerthaus Elbphilharmonie und die Musikstadt Hamburg in die Zukunft führt

Informationen, Karten und Abonnements erhalten Sie unter www.elbphilharmonie.de, im Elbphilharmonie Kulturcafé am Mönckebergbrunnen, Barkhof 3, 20095 Hamburg,  sowie in der Konzertkasse Laeiszhalle. Tickethotline: 040 357 666 66,  tickets@remove-this.elbphilharmonie.de

 




Nataly Bombeck und Elena Wätjen

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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