26.05.2013 08:30 Musikalisches Großprojekt

Konzert Klassik: Marc Minkowski und Les Musiciens du Louvre Grenoble präsentieren den "Fliegenden Holländer"

Les Musiciens du Louvre ist ein franzoesisches Ensemble der historischen Auffuehrungspraxis

Minkowski präsentiert mit dem Holländer-Doppel einen originellen Vergleich der beiden Werke. Bild 1: Les Musiciens du Louvre © Elizabeth Carecchio

Marc Minkowski  ist ein franzoesischer Dirigent und Fagottist

Bild 2: Marc Minkowski © Marco Borggreve

Von: GFDK - Wiener Konzerthaus - 2 Bilder

Opernfans aufgepasst – am 1. Juni bringt Marc Minkowski mit seinen Musiciens du Louvre Grenoble ein einzigartiges musikalisches Großprojekt zur Aufführung: Um 16 Uhr steht Pierre-Louis Dietschs Oper «Le vaisseau fantôme» am Programm, um 19.30 Uhr dann eine weitere Fassung desselben Stoffes, nämlich Richard Wagners «Fliegender Holländer» konzertant.

„Diese beiden Werke an nur einem Abend bei uns im Haus zu hören ist eine musikalische Besonderheit und ein absoluter Höhepunkt für das Musikfest, aber auch für die 100. Saison des Wiener Konzerthauses“, so Intendant Bernhard Kerres. „Ich freue mich, dass Marc Minkowski, dem das Haus ans Herz gewachsen ist, dieses wunderbare Projekt hier und in dieser ganz besonderen Saison realisiert.“

Konzert in Österreich

Wagner, von dem die tragische Geschichte eines verdammten Seefahrers ursprünglich stammt, bot den Prosaentwurf aus Geldnot im Juli 1841 für 500 Franken der Pariser Oper an. Diese beauftrage jedoch den Kirchenmusiker, Dirigenten und Lehrer Pierre-Louis Dietsch, das Werk zu schreiben, das im November 1842 schließlich an der Pariser Oper zur Uraufführung kam. Dennoch ließ Wagner es sich nicht nehmen, den Stoff selber zu vertonen, sein «Fliegender Holländer» wurde nur zwei Monate später in Dresden uraufgeführt, anfangs allerdings mit mäßigem Erfolg, wurde die Oper doch nach nur vier Aufführungen wieder vom Spielplan genommen. Im Jahr 1860 hat Wagner dann die Urfassung überarbeitet, insbesondere hat er die Ouvertüre und den Schluss verändert.

Minkowski, der das Musikfest heuer mit seinem Debüt mit den Wiener Philharmonikern eröffnet hat, präsentiert mit dem Holländer-Doppel einen originellen Vergleich der beiden Werke und bringt «Le vaisseau fantôme» nach mehr als 170 Jahren nach seiner Uraufführung wieder auf die Bühne, erstmals vergangenen Dienstag im Schlosstheater von Versailles. Dass der ursprüngliche Stoff nicht beiden Komponisten so viel Glück brachte, zeigt die sehr unterschiedliche Rezeption der zwei Opern im Laufe der Musikgeschichte: Dietschs Vertonung der französischen Verse, die ihm Paul Foucher geschmiedet hat, verschwand nach nur elf Aufführungen in der Bibliothek des Theaters, danach unternahm er keinen weiteren Versuch auf dem Gebiet des Musiktheaters mehr; Wagner begründet mit dem «Fliegenden Holländer» hingegen seinen Weltruhm.

Mit der Aufführung des «Fliegenden Holländers» sowie einem Klavierabend von Stefan Mickisch am 28. Mai feiert das Haus gleichzeitig Richard Wagners 200. Geburtstag.

Konzerte in Wien

Programm

Samstag, 01. Juni 2013, 16.00 Uhr, Großer Saal

 

Interpreten

Les Musiciens du Louvre Grenoble, Orchester

Estonian Philharmonic Chamber Choir, Kammerchor

Sally Matthews, Minna (Sopran)

Bernard Richter, Magnus (Tenor)

Russell Braun, Troïl (Bariton)

Eric Cutler, Eric (Tenor)

Ugo Rabec, Barlow (Bass)

Mika Karès, Scriften (Bass)

Marc Minkowski, Dirigent

 

Pierre-Louis Dietsch, Le vaisseau fantôme, ou Le maudit des mers / Oper in zwei Akten (1842)

(Konzertante Aufführung in französischer Sprache)


Samstag, 01. Juni 2013, 19:30, Großer Saal

 

Interpreten

Les Musiciens du Louvre Grenoble, Orchester

Estonian Philharmonic Chamber Choir, Kammerchor

Mika Karès, Donald, ein norwegischer Seefahrer (Bass)

Ingela Brimberg, Senta, seine Tochter (Sopran)

Eric Cutler, Georg, ein Jäger (Tenor)

Marie-Ange Todorovitch, Mary, Sentas Amme (Mezzosopran)

Bernard Richter, Steuermann (Tenor)

Evgeny Nikitin, Der Holländer (Bariton)

Marc Minkowski, Dirigent

 

Der fliegende Holländer / Romantische Oper (Pariser Urfassung) (1841)

(Konzertante Aufführung in deutscher Sprache)

 



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Mag. (FH) Kathrin Stoiser

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