16.03.2014 09:00 Premiere am 26. März 2014

Konzert Klassik: Edita Gruberova, die "Königin des Belcanto" singt Lucrezia Borgia in der Staatsoper Hamburg

Edita Gruberova gibt Konzert in Hamburg

Edita Gruberova ist in drei konzertanten Vorstellungen zu erleben. © Eiichiro Sakata

Von: GFDK - Anja Bornhöft

Die »prima donna assoluta« Edita Gruberova kehrt für eine Aufführungsserie von Gaetano Donizettis »Lucrezia Borgia« nach Hamburg zurück. Die Staatsoper setzt damit ihre Reihe konzertanter Premieren fort, in denen erstklassige Sänger in selten gespielten Werken präsentiert werden. Prominente Gäste an ihrer Seite sind José Bros als Gennaro und Adrian Sâmpetrean als Don Alfonso.

Edita Gruberova zählt zu den größten Sängerinnen unserer Zeit. Ihr Debüt als Zerbinetta (»Ariadne auf Naxos«) an der Wiener Staatsoper markierte den Beginn ihrer Karriere, die sie an alle renommierten Opernhäuser der Welt führte. Selten aufgeführte Opern wie »Maria Stuarda«, »I Puritani« oder »Linda di Chamounix« wurden für die Sopranistin auf den Spielplan gesetzt. In Hamburg war sie zuletzt 2010 als Violetta Valéry in »La Traviata« zu erleben. Außerdem sang sie hier in umjubelten konzertanten Aufführungsserien von »I Puritani«, »Anna Bolena«, »Beatrice di Tenda«, »Roberto Devereux« und »Norma«. Nun übernimmt sie die Titelpartie in »Lucrezia Borgia«, einer Oper über eine der faszinierendsten historischen Frauenfiguren Europas.

Konzerte in Deutschland

Die uneheliche Tochter von Papst Alexander VI. wurde als mächtige Intrigantin, Ehebrecherin und Giftmörderin zur Legende. Der historische Stoff, der spannender kaum sein könnte, inspirierte Victor Hugo zu einem Drama, das Donizetti als Grundlage seiner Oper diente: Im Trubel des venezianischen Karnevals trifft der junge Hauptmann Gennaro auf eine maskierte Schöne und fühlt sich sofort zu ihr hingezogen. Er weiß nicht, dass sie eine Borgia ist. Den Angehörigen dieser Familie, der so viele Gräueltaten zuzuschreiben sind, begegnet er mit Hass. So kommt es, dass er die Familie beleidigt und dafür hingerichtet werden soll - nicht ahnend, dass Lucrezia Borgia eigentlich seine Mutter ist ...

Die Uraufführung 1833 an der Mailänder Scala löste wahre Begeisterungsstürme aus. »Lucrezia Borgia« wurde zu Donizettis Lebzeiten eine seiner erfolgreichsten Opern. In Hamburg wurde sie vor über hundert Jahren, im Jahr 1903, zuletzt gespielt.

Konzerte in Hamburg

Zum ersten Mal dirigiert Pietro Rizzo, den eine enge Zusammenarbeit mit Edita Gruberova verbindet, in Hamburg. Der in Rom geborene Dirigent gastiert an Opernhäusern wie der Metropolitan Opera New York, der Finnischen Nationaloper, der Deutschen Oper Berlin und der Königlichen Schwedischen Oper Stockholm. Mit Edita Gruberova führte er unter anderem »Anna Bolena« und »La Straniera« im Wiener Musikverein auf.

Auch die weiteren Gesangspartien sind hochkarätig besetzt: Als Gennaro ist José Bros zu Gast. Er zählt zu den führenden Tenören des Belcanto-Fachs und tritt häufig gemeinsam mit Edita Gruberova auf. Seit seinem Debüt am Gran Teatre del Liceo Barcelona in »Anna Bolena«, ebenfalls an der Seite von Edita Gruberova, ist auch er ist regelmäßig an den großen internationalen Opernhäusern wie der Wiener Staatsoper, dem Royal Opera House Covent Garden oder dem Teatro Real Madrid zu erleben. Sein Hamburg-Debüt gab er in der Spielzeit 1992/93 als Nemorino (»L'Elisir d'Amore«). Seitdem ist er häufig im Haus an der Dammtorstraße zu Gast und interpretierte hier unter anderem Edgardo (»Lucia di Lammermoor«), Alfredo (»La Traviata«) und die Titelpartie in »Roberto Devereux«.

Der junge Bass Adrian Sâmpetrean kehrt als Don Alfonso nach Hamburg zurück. Das ehemalige Ensemblemitglied feierte jüngst einen großen Erfolg als Ferrando (»Il Trovatore«) an der Berliner Staatsoper an der Seite von Anna Netrebko und Plácido Domingo.

Cristina Damian übernimmt die Partie des Maffio Orsini. Das Hamburger Ensemblemitglied machte in dieser Saison durch ihren Auftritt als Margarita in York Höllers »Der Meister und Margarita« von sich reden.

Außerdem singen die Ensemblemitglieder Jürgen Sacher (Jeppo Liverotto), Jan Buchwald (Apostolo Gazella), Florian Spiess (Gubetta), Jun-Sang Han (Rustighello) und Alin Anca (Ascanio Petrucci) sowie die jungen Sänger aus dem Opernstudio Sergiu Saplacan (Oloferno Vitellozzo) und Szymon Kobylinski (Astolfo). Christian Günther ist für die Einstudierung des Chores verantwortlich.

Premiere: 26. März 2014, 19.00 Uhr

Vorstellungen: 30. März, 3. April 2014, 19.00 Uhr

Karten für 6 bis 132 Euro sind an der Tageskasse der Hamburgischen Staatsoper, unter der Telefonnummer 040 / 35 68 68, im Internet unter www.staatsoper-hamburg.de sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.




Anja Bornhöft
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Hamburgische Staatsoper GmbH
Große Theaterstraße 25
20354 Hamburg

Weiterführende Links:
www.staatsoper-hamburg.de