16.02.2013 08:35 Ein akustisches Abenteuer

Konzert Klassik: Die außergewöhnliche Patricia Kopatchinskaja am 22. März in Berlin

Konzert Klassik: Die außergewöhnliche Patricia Kopatchinskaja am 22. März in Berlin

Bild 1+2: Patricia Kopatchinskaja © Marco Borggreve

Von: GFDK - Albion Media - 2 Bilder

„Die Geige ist wie meine Seele, eine Verlängerung meiner Gedanken, meiner Gefühle, die Geige bin ich. Das, was ich sagen möchte, sage ich mit ihr.“ (Patricia Kopatchinskaja)


Die moldawische Geigerin Patricia Kopatchinskaja spricht ihre ganz eigene musikalische Sprache – egal ob Mozart, Tschaikowsky, Mansurian oder Eötvös auf ihrem Notenpult stehen. Stets tritt sie in einen direkten Dialog mit dem Komponisten und setzt sich immer wieder aufs Neue mit dem Notentext eines Werks auseinander – gerade so, als bringe sie es das erste Mal zum Klingen. Das macht sie „zu einer der aufregendsten Virtuosinnen der jüngeren Generation. Sie spielt unkonventionell, wild, unakademisch und ist alles andere als ein Geigen-Girlie. Außerdem hat sie ein Faible für ungewöhnliche Programme.” (WDR 3)

 

Das stellte sie im neuen Jahr am 20. Januar 2013 gemeinsam mit dem Pianisten Jean-Sélim Abdelmoula und der Camerata Bern wieder unter Beweis. Und sie hat gezeigt, dass sie auch noch mehr kann: Unter ihrer Leitung wurden in zwei Konzerten Werke von Mozart denen von Scelsi, Mansurjan und Henking gegenübergestellt. Überdies trat Patricia Kopatchinskaja mit ihrem Werk Die Wut selbst als Komponistin in Erscheinung. Das Konzert wird vom Schweizer Radio SRF 2 Kultur aufgezeichnet und am Sonntag, den 27. Januar um 21:00 Uhr gesendet.


Es folgten Aufführungen von Mozarts Violinkonzert Nr. 4 in D-Dur beim 4. Meisterkonzert in Innsbruck am 30. Januar 2013 und im Rahmen der Mozartwoche in Salzburg am 31. Januar 2013 mit dem Mahler Chamber Orchestra unter Andres Orozco Estrada. Das Konzert im Mozarteum wurde vom ORF live mitgeschnitten.


Auch in diesem Jahr führt Patricia Kopatchinskaja ihre Zusammenarbeit mit dem Dirigenten Pablo Heras-Casado fort, mit dem sie im Jahr 2012 beim Klimakonzert mit Mitgliedern der Staatskapelle Berlin und in Rom mit der Accademia Nazionale di Santa Cecilia begeistert hat. Stellte das Klimakonzert doch „die knöchernen Konzertrituale intelligent und erfolgreich in Frage. Kurze, fragmentarische Sätze, zudem aus ihrem Zusammenhang gelöst, gehen neue, dialogisierende Verbindungen ein. Patricia Kopatchinskaja hat sich diesen so anregenden Ablauf ersonnen.“ (Clemens Goldberg, Kulturradio vom RBB)


Für das nächste gemeinsame Konzert am 22. März 2013 in der Berliner Philharmonie mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin steht mit Peter Eötvös´ Violinkonzert Seven ein Werk auf dem Programm, das Patricia Kopatchinskaja unter Leitung des Komponisten auf CD eingespielt und im Oktober 2012 beim Label Naïve veröffentlicht hat, um “dem Publikum eine Musik näher zu bringen, die viele Hörer als sperrig empfinden. Ihre eigene Virtuosität stellt sie dabei ganz in den Dienst der Komponisten. Keine leichte Kost, dafür aber ein akustisches Abenteuer.“ (NDR Kultur, Hilburg Heider)



22. März 2013, 20.00 Uhr, Berlin, Philharmonie

Schostakowitsch: Kammersymphonie in c-moll, op. 110a

Eötvös: Seven (Violinkonzert)

R. Strauss: Ein Heldenleben, op. 40
Deutsches Sinfonieorchester Berlin

Patricia Kopatchinskaja, Violine

Pablo Heras-Casado, Dirigent

 

 

Meike Wiedamann
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