21.04.2013 12:13 In memoriam Mihaela Ursuleasa

Konzert Klassik: Benefizkonzert für Mihaela Ursuleasa am 30. April im Wiener Konzerthaus

Konzert Klassik: Benefizkonzert für Stefanie Ursuleasa am 30. April im Wiener Konzerthaus

Mit ihren Auftritten wollen die teilnehmenden Künstler an den plötzlichen, für viele unfassbaren Tod von Mihaela Ursuleasa erinnern. Mihaela Ursuleasa © Julia Wesely

Von: GFDK -Wiener Konzerthaus

Das Wiener Konzerthaus gedenkt am 30. April der großen Pianistin Mihaela Ursuleasa, die im vergangenen Sommer nur 33-jährig verstarb, mit einem Konzert, bei dem zahlreiche ihrer Künstler-Freunde unentgeltlich auftreten. Der Reinerlös kommt Ursuleasas Tochter zugute.

Das Belcea-Quartet engagiert sich ebenso für die gute Sache wie Fazil Say, Igudesman&Joo, Ferhan und Ferzan Önder, Gabriela Montero und Patricia Kopatchinskaja. All diese namhaften Künstler und weitere mehr haben ein vielseitiges Programm vorbereitet, das von Bartóks „Zwei rumänischen Tänze“ als Hommage an Ursuleasas Herkunft über Werke von Beethoven und Chopin bis zu solchen von Piazzolla und Fazil Say reicht.

Auch eine humorvolle Bearbeitung der "West Side Story", dargeboten von Igudesman&Joo, ist dabei. Die beiden Musiker werden auch die Lieblingsmelodien ihrer verstorbenen Freundin Mihaela Ursuleasa präsentieren. Gabriela Montero wird über Themen, die ihr das Publikum vorschlägt, improvisieren, Fazil Say, dem in der kommenden Saison im Wiener Konzerthaus ein eigener Zyklus gewidmet wird, eine Eigenkomposition präsentieren.

Mit ihren Auftritten wollen die teilnehmenden Künstler an den plötzlichen, für viele unfassbaren Tod von Mihaela Ursuleasa erinnern. „Die Musikwelt und das Wiener Konzerthaus haben vergangenen Sommer eines der faszinierendsten Talente der jüngeren Generation verloren. Das Spiel von Mihaela Ursuleasa war von gewaltiger emotionaler Intensität. Wir dürfen uns glücklich schätzen, dass sie seit ihrem Debüt 1995 mehr als 20 Mal bei uns aufgetreten ist“, sagt der Intendant des Wiener Konzerthauses, Bernhard Kerres, und fügt hinzu:

„Ich persönlich habe aber nicht nur eine talentierte Künstlerin, sondern auch eine wunderbare Freundin verloren. Ich bin dankbar, dass ich zu ihrem Freundeskreis zählen durfte.“ Am 30. April hätte Ursuleasa im Wiener Konzerthaus auftreten sollen – nun wird ihrer gedacht und damit ihrer Tochter Stefanie geholfen. „Und ich bedanke mich auch bei zahlreichen privaten Spendern, die Stefanie schon jetzt großzügig unterstützt haben“, so Kerres.

Mihaela Ursuleasa wurde 1978 in Brasov (Kronstadt), Rumänien, geboren und ließ sich nach Auftritten als Wunderkind auch in Österreich zur Pianistin ausbilden. Von Claudio Abbado bekam sie bereits im Alter von 13 Jahren ein Stipendium, sie gewann den renommierten Clara-Haskil-Wettbewerb und trat bald in großen Häusern wie dem Concertgebouw Amsterdam, der Philharmonie Köln, der Tonhalle Zürich, der Carnegie Hall New York und dem Wiener Konzerthaus auf sowie bei der styriate, den Salzburger Festpielen, dem Lucerne Festival und anderen.

Dirigenten wie Daniele Gatti, Andris Nelsons und Mark Albrecht schätzten sie für ihre emotionale Tiefgründigkeit und luden sie wiederholt ein, gemeinsam zu arbeiten. Sie spielte mit Orchestern wie dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Berner Symphonie-Orchester, dem Mozarteum Orchester, dem Orchestre National de France, dem Orchester de Paris, dem London Philharmonic Orchestra, dem Cincinnati Symphony Orchestra und den Wiener Symphonikern. Kammermusik spielte sie unter anderem mit der Cellistin Sol Gabetta und der Geigerin Patricia Kopatchinskaja, auch als Liedbegleiterin war sie gefragt.

Zu ihren Auftritten im Wiener Konzerthaus gehörten nach ihrem Debüt mit dem Gustav Mahler Jugendorchester unter Claudio Abbado im November 1995 ein erstes Solo-Recital mit Werken von Scarlatti, Schubert, Schönberg und Brahms bereits 1997, dem Solo-Konzerte 1998, 2002, 2004, 2006 und 2008 folgten, sowie Konzerte mit den Wiener Symphonikern unter Fabio Luisi, Auftritte mit Patricia Kopatchinskaja, der Camerata Salzburg und viele mehr.

Benefizkonzert für Stefanie Ursuleasa. In memoriam Mihaela Ursuleasa

Dienstag, 30. April 2013, 19:30 Uhr, Mozartsaal

Interpreten

Belcea Quartet, Streichquartett

Corina Belcea, Violine

Axel Schacher, Violine

Krzysztof Chorzelski, Viola

Antoine Lederlin, Violoncello

Fazil Say, Klavier

Aleksey Igudesman, Violine, Schauspiel

Reto Bieri, Klarinette

Hyung-ki Joo, Klavier

Ferhan Önder, Klavier

Ferzan Önder, Klavier

Yu Horiuchi, Klavier

Gabriela Montero, Klavier

Patricia Kopatchinskaja, Violine

Programm

Béla Bartók, Ket román tánc «Zwei rumänische Tänze» Sz 43 (1909-1910)

Ludwig van Beethoven, Sonate A-Dur op. 47 für Violine und Klavier «Kreutzer-Sonate» (1. Satz: Adagio sostenuto - Presto) (1802-1803), Streichquartett e-moll op. 59/2 (2. Satz: Molto adagio (Si tratta questo pezzo con molto di sentimento)) (1805-1806)

Leonard Bernstein, West Side Story (Auszüge in Bearbeitung von Horiuchi und Joo) (1957)

Frédéric Chopin, Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 e-moll op. 11 (2. Satz: Romanze. Larghetto in Bearbeitung für Streichquartett und Klavier) (1830)

Wilhelm Ganz, Galop

Igudesman & Joo, «An Assortment of Mihaela's Favourites»

Witold Lutoslawski, Variationen über ein Thema von Paganini für zwei Klaviere (1941)

Federico Mompou, Canción y Danza

Gabriela Montero, Improvisationen über Themen aus dem Publikum

Astor Piazzolla, Libertango, Soledad / Milonga

Francis Poulenc, Sonate S 184 für Klarinette und Klavier (1962)

Fazil Say, Black earth (1997)

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Mag. Theresa Steininger

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