13.11.2012 08:06 200-jähriges Bestehen der Gesellschaft der Musikfreunde Wien

Konzert Klassik: Beginn des Wiener Musikvereinszyklus' 2012-2013 - Das Bruckner Orchester Linz initiiert "Oberösterreich-Zyklus"

Konzert Klassik: Beginn des Wiener Musikvereinszyklus' 2012-2013 - Das Bruckner Orchester Linz initiiert "Oberösterreich-Zyklus"

Bild 1-5: © Bruckner Orchester Linz (BOL) © Reinhard Winkler

Von: GFDK - Isabel Biederleitner - 5 Bilder

In der Konzertsaison 2012-2013 initiiert das Orchester unter seinem Chefdirigenten Dennis Russell Davies zum ersten Mal in seiner gut 200-jährigen Geschichte einen"Oberösterreich-Zyklus" mit drei Konzerten im großen Saal des Musikvereins.

Dennis Russell Davies lädt Sie herzlich ein, bei diesen denkwürdigen Konzerttagen in Wien dabei zu sein. Dafür hat sich der Chefdirigent ein ungewöhnliches Programm einfallen lassen, dabei klassisch-romantische Stücke ausgesucht und konnte führende Sänger ihres Fachs gewinnen, das Orchester zu begleiten.

An allen drei Konzerttagen spiegelt sich das Bundesland Oberösterreich in all seinen musikalischen Facetten wider: Das Orchester gratuliert der Gesellschaft der Musikfreunde Wien zum 200-jährigen Bestehen gemeinsam mit Balduin Sulzer, Anna Maria Pammer, Juliane Banse, Robert Holzer, Stephen Gould, der seine Weltkarriere vom Linzer Landestheater aus startete, und den St. Florianer Sängerknaben.

Wir freuen uns sehr, auch Sie als Kulturbotschafter des Landes am 19. Februar 2013 und 18. Juni 2013 im Wiener Musikverein begrüßen zu dürfen!

Das erste Konzert fand bereits am 11.11.2012 statt.

Konzert II

Dienstag, 19. Februar 2013, 19.30 Uhr

Bruckner Orchester Linz

Dennis Russell Davies, Dirigent

Anna Larsson, Mezzosopran

Stephen Gould, Tenor

Anton Bruckner, Adagio aus dem Streichquintett F-Dur: In der Fassung für Streichorchester von Stanislaw Skrowaczewski

Kurt Schwertsik Nachtmusiken op. 104 (Wr. EA)

Gustav Mahler "Das Lied von der Erde", Abo 12 Romantik der Jeunesse Wien

 

Kurt Schwertsik *25. Juni 1935, Wien

Kurt Schwertsik studierte an der Wiener Musikakademie Komposition bei Joseph Marx und Karl Schiske sowie Horn. Mit seinem Komponistenkollegen Friedrich Cerha gründete er 1958 das Ensemble "die Reihe" für Neue Musik. Um 1960 nahm Schwertsik an den Darmstädter Ferienkursen teil, dort wurdeer Schüler von Karlheinz Stockhausen, bei dem er anschließend in Köln lernte. Unter dem Einfluss von John Cage sowie seiner Freundschaft mit Cornelius Cardew öffneten sich Schwertsik alternative Schaffensformen: er lehnte den Serialismus endgültig ab und wandte sich wieder der Tonalität zu. Im Jahr 1965 gründete er mit Otto Zykan die Wiener "Salonkonzerte" und veröffentlichte ein Manifest gegen einige Aspekte der Nachkriegsavantgarde.

Über die vergangenen 30 Jahre hat Schwertsik, eine schillernde Figur im Wiener Musikleben, einen Ruf als einer der führenden Komponisten Österreichs erlangt. Seine Werke bildeten einen Schwerpunkt beim Almeida Festival 1987 in London und beim Musica Nova Festival 1990 in Brisbane.

Seine Heimatstadt ehrte ihn mit der bisher größten Retrospektive seines Schaffens beim Festival Wien Modern 1992. Schwertsiks Werke waren auch beim Festival Alternative Vienna, im South Bank Centre und in Konzerten des London Philharmonic Orchestra 1995 zu hören. Schwertsiks bedeutenste Kompositionen sind die fantastische Oper Fanferlieschen Schönefüßchen (1983) und der Orchesterzyklus Irdische Klänge (1992). Zu seinen vier Balletten, Macbeth, Frida Kahlo, Nietzsche und Gastmahl der Liebe, kam 2009 das fünfte hinzu: Kafka Amerika, das am Linzer Landestheater am 10.10.2009 unter der musikalischen Leitung von Dennis Russell Davies Uraufführung feierte.

Die Nachtmusiken op. 104 wurden am 21.11.2010 im Brucknerhaus Linz vom Bruckner Orchester Linz unter Dennis Russell Davies erstmals ins Österreich aufgeführt.

Anna Larsson

Die Mezzosopranistin hat sich einen weltweiten Ruf in der Rolle als Erda mit Auftritten in Opernhäusern in Berlin, München, Wien, Salzburg, Stockholm und Aixen Provence gemacht. Sie singt die großen Wagner-Partien unter Dirigenten wie Barenboim, Mehta, Rattle, von Dohnányi, Segerstam und Nagano.

Auf der Konzertbühne hat sie sich vor allem als Interpretin von den Werken Gustav Mahlers profiliert. Sie tritt u.a. sowohl mit den Berliner Philharmonikern, Los Angeles Philharmonic, London Philharmonic, New York Philharmonic, Chicago Symphony Orchestra und den Wiener Philharmonikern auf.

Als Konzertsängerin singt sie das ganze Repertoire für Alt und Orchester, von Händels Messias bis Elgars Sea Pictures zu Mahlers Gesangzyklen und Verdis Requiem mit Abbado, Salonen, Haitink,Gilbert, Barenboim, Rattle, Mehta, Dudamel, Pappano, Osawa, Masur, Maazel, Blomstedt und Harnoncourt.

Anna Larsson wurde 2005 für die Aufnahme der Daphne von Richard Strauss, mit dem WDR Sinfonieorchester unter der Leitung von Semyon Bychkov für einen Grammy nominiert.

Mit 17 Jahren besuchte Anna Larsson in Ihrer Heimatstadt Stockholm das Opernstudio, anschließend wurde sie bei der Opernhochschule in Stockholm angenommen. Im Jahre 1992 traf sie die Atmen- und Gesanglehrerin Anna Sims aus London, mit der sie nach wie vor zusammenarbeitet.

Stephen Gould

Zu den Zukunftsplänen des amerikanischen Heldentenors zählen 2013 Siegfried und Götterdämmerung in München, Wien und Amsterdam, Parsifal, Tristan und Isolde sowie Der fliegende Holländer in Wien.

Der aus Virginia stammende Gould studierte am New England Conservatory of Music und ging dann ans Lyric Opera of Chicago Center for American Artists. Nach etwa 3000 Aufführungen von Andrew Lloyd Webbers Musical The Phantom of the Opera innerhalb von sieben Jahren in ganz Amerika vollzog Stephen Gould unter Leitung des an der Metropolitan Opera New York tätigen Baritons John Fioritoden Wandel zum Heldentenor. Sein Debüt im neuen Stimmfach als Florestan (Fidelio) am Linzer Landestheater fand großen Anklang bei Publikum und Presse und legte den Grundstein zu seiner internationalen Karriere. Längst hat Stephen Gould sich in Europaals einer der führenden Heldentenöre etabliert.

Stephen Gould sang in den letzten Jahren unter den weltbesten Dirigenten wie Christian Thielemann, Franz Welser-Möst, Ivor Bolton, Donald Runnicles, Fabio Luisi, Ingo Metzmacher und Zubin Mehtaetliche Titelpartien von Wagner- und Richard-Strauss-Opern, aber auch Peter Grimes, Othello, Dietote Stadt und Fidelio.

2004 debütierte er in der Titelpartie Tannhäuser unter Thielemann bei den Bayreuther Festspielen, 2010 als Erik an der Metropolitan Opera in New York.

Als Konzertsänger sang er Schönbergs Gurre-Lieder in Montreal (Kent Nagano), Berlin, Helsinki undbeim Lucerne Festival; Mahlers 8. Sinfonie in Paris, Wien und Budapest, in der Carnegie Hall New York,in Leipzig, und Turin, Beethovens 9. Sinfonie (inkl. CD-Aufnahme) in Berlin (Daniel Barenboim) und München. Er sang Beethovens Missa Solemnis in Chicago (Helmut Rilling), Mahlers "Das Lied von der Erde" in Graz, in Israel und beim Luzern Festival (Mehta).

Konzert III

Dienstag, 18. Juni 2013, 19.30 Uhr

Bruckner Orchester Linz

Dennis Russell Davies, Dirigent

St. Florianer Sängerknaben (und Knabensolo)

Franz Farnberger, Einstudierung

Joseph Haydn: Die Zehn Gebote der Kunst, Zehn Kanons für gemischten Chor und Orchester, eingerichtet von Antal Dorati

Felix Mendelssohn-Bartholdy: Ein Sommernachtstraum op. 61, Musik zu William Shakespeares Komödie

Georg Friedrich Haas: Traum in des Sommers Nacht, Hommage à Felix Mendelssohn Bartholdy (ÖEA)

Modest Mussorgsky: Eine Nacht auf dem kahlen Berge op. post., (Originalfassung 1867)

Abo 3 Internationale Orchester der Jeunesse Wien

 

Georg Friedrich Haas * 16. August 1953, Graz

Georg Friedrich Haas verbrachte seine Kindheit in Vorarlberg, inden Bergen - eine Landschaft und eine Atmosphäre, die ihn nachhaltig geprägt haben. Studiert hat er in Graz bei Ivan Erödund Gösta Neuwirth und später in Wien, bei Friedrich Cerha. Zuletzt war es Cerha, der seinen ehemaligen Schüler für den Großen Österreichischen Staatspreis vorgeschlagen hat, der Haas 2007 auch verliehen wurde.

Die Nacht, die Dunkelheit, der Verlust der Illusionen spielt eine sehr große Rolle in seinem Oeuvre (etwa in seiner Hölderlin-OperNacht, 1995/1998). Dem Licht als integraler Teil seiner Kompositionen kommt eine beträchtliche Bedeutung zu und es wird eigens für seine Musik entworfen. (in vain, 2000, und Hyperion, ein Concerto für Licht und Orchester, 2006).

Georg Friedrich Haas ist international bekannt und anerkannt, als ein hoch sensibler, fantasiereicher Erforscher der Innenwelt der Klänge. Mit ganz wenigen Ausnahmen (wie sein Violinkonzert, 1998) schreibt er mikrotonale Stücke, deren magische Klangwelt den Hörer in Rausch versetzt.

Ein fantasiereicher, in seiner Musik das Neue wagender Komponist, ein verantwortungsvoller, politischer Mensch, Georg Friedrich Haas ist heute einer der wichtigsten Künstler in Europaund lehrt an den Musikuniversitäten in Basel und Graz.

Traum in des Sommers Nacht wird vom Bruckner Orchester Linz erstmals ins Österreich vorgestellt. Die "Hommage" ist ein Auftragswerk des Leipziger Gewandhausorchesters (2009) . UA am 28.8.2009 unter Riccardo Chailly.

2013 erhält Georg Friedrich Haas den "Musikpreis Salzburg - Internationaler Kompositionspreis des Landes Salzburg". Das Preisträger-Konzert und die offizielle Preisverleihung finden bei der Salzburg Biennale am 3.3.2013, 18.00 Uhr im Mozarteum statt.

In der Jurybegründung heißt es: "Georg Friedrich Haas gehört heute mit 59 Jahren zu den unverwechselbaren Persönlichkeiten unter den Komponisten der Gegenwart. Unabhängig von allen kompositorischen Moden hat er sich -menschlich still und künstlerisch unbeirrbar - über die Jahrzehnte seines Schaffens hinweg eine herausragende künstlerische Eigenständigkeit erarbeitet."

St. Florianer Sängerknaben

Der Erfolg der St. Florianer Sängerknaben ruht auf demstarken Fundament seiner fast tausendjährigen Geschichte. Zahlreiche hervorragende Musiker sind seit der Gründung des Chores aus seinen Reihen hervorgegangen, der berühmteste unter ihnen: Anton Bruckner.

Heute sind die St. Florianer Sängerknaben ein internationaltätiger, lebendiger Chor mit einem vielfältigen Repertoire. Auf ihren regelmäßigen Konzertreisen bringen sie als kulturelle Botschafter Europas das große Erbe österreichischer Musiktradition ebenso wie neueste Repertoireideen in alle Kontinente. So hat der Chor in den letzten 10 Jahren sämtliche Erdteile bereist, bei bedeutenden Musikfestspielen (u. a. Salzburger Festspiele, Wiener Festwochen, Festival d'Aix en Provence) mitgewirkt und immer wieder mit den berühmtesten Orchestern (Wiener Philharmoniker, Cleveland Orchestra, Bruckner Orchester Linz) und Dirigenten zusammengearbeitet .Franz Welser-Möst ist der Ehrenpräsident des Vereins "Freunde der St. Florianer Sängerknaben".

Die reichhaltige Diskographie der St. Florianer Sängerknaben umfasst nicht nur traditionelle österreichische Musik, Volks- und Weihnachtslieder, sondern auch Aufnahmen Alter Musik in Zusammenarbeit mit renommierten Spezialensembles auf historischen Instrumenten.

Künstlerischer Leiter ist seit dem Jahr 1983 Mag. Franz Farnberger.

Franz Farnberger

Nach Studien an der Universität und der Musikhochschule in Wien war Franz Farnberger sieben Jahre lang als Kapellmeister der Wiener Sängerknaben tätig. In dieser Funktion leitete er mehr als 800 Konzertein der ganzen Welt. Seit 1983 ist er künstlerischer Leiter der St. Florianer Sängerknaben und als solcher verantwortlich für die musikalische Ausbildung der Buben, die Einstudierung des Repertoires und die Leitung der Konzerte im In- und Ausland. Unter seiner Leitung hat der Chor zahlreiche CDs aufgenommen und bei unzähligen Fernsehaufnahmen mitgewirkt. Von 1984 - 1994 war er Leiter der Linzer Singschule, seit 1991 unterrichtet er auch am Brucknerkonservatorium bzw. an der Anton Bruckner Universität.

"Singen ist die musikalische Muttersprache. Wird sie im Kindesalter gefördert, bleibt sie als Kapital fürdas ganze Leben."

 

Information und Karten

Jeunesse Wien - Kartenbüro im Musikvereinsgebäude

Öffnungszeiten: Mo - Fr 9.00 - 19.30 Uhr

Bösendorferstraße 12, 1010 Wien

Tel: +43(0)1-5056356 │ Fax: +43(0)1-5058277

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Isabel Biederleitner

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Assistenz der Orchesterleitung

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