24.02.2013 08:25 Literarisches Wunder vertont und gesprochen

Konzert Klassik: Am 5.03.2013 feiert „Peeping at Pepys“ – das neue Programm der LAUTTEN COMPAGNEY - mit dem singenden und lesenden Gustav Peter Wöhler seine Premiere am Berliner Ensemble

Konzert Klassik: Am 5.03.2013 feiert „Peeping at Pepys“ – das neue Programm der LAUTTEN COMPAGNEY - mit dem singenden und lesenden Gustav Peter Wöhler seine Premiere am Berliner Ensemble

Pepys © Zenny

Von: GFDK - Maria Schenderlein

Über die Grenzen der Musik hinausgehend, wagt sich das mit dem ECHO Klassik prämierte Ensemble zum wiederholten Mal an die Literatur und lässt die Tagebücher des englischen Politikers und Lebemanns Samuel Pepys (1633-1703) erklingen. Das Wort – sowohl gesungen als auch gesprochen – hat dabei der Schauspieler und Sänger Gustav Peter Wöhler. Die Premiere feiert „Peeing at Pepys“ am 5.3.13 um 20:00 Uhr im Berliner Ensemble, dem wohl bekanntesten Theater der Hauptstadt.

Als "literarisches Wunder" und "einzigartiges Monument der Weltgeschichte" wurden die Tagebücher Samuel Pepys bezeichnet. Einzigartig macht diese Aufzeichnungen die Tatsache, dass es sich um minutiöse Chroniken des Alltags von Samuel Pepys handelt: wie er liebt, seine Frau betrügt, Wasser lässt, seine Perücken zum Entlausen bringt oder dem englischen Königspaar beim Essen zuschaut. Auch Pest und die Feuersbrunst, die 1666 London zerstörte, sind erwähnt. In einem endlosen Zeitkontinuum lässt diese „Daily Soap“ aus dem Barock eine schier unermessliche Fülle von Details und Gedanken aufblühen. Seit wenigen Monaten
gibt es diese Aufzeichnungen des englischen Barockschriftstellers Samuel Pepys auf Deutsch (die komplette Ausgabe umfasst 9 Bände) und nun auch als kurzweiligen, amüsanten Theaterabend mit Gustav Peter Wöhler.

Dass er die Literatur liebt, den Text mit seiner Stimme beherrscht und einfühlsam, fantasievoll und spritzig lebendig werden lässt, hat er in etlichen Hörspielen und Hörbuchproduktionen unter Beweis gestellt. Zuletzt wurde er hierfür mit dem Deutschen Hörbuchpreis 2013 als Bester Interpret ausgezeichnet und u.a. von der Jury für seinen „poetischen Glanz“ und seine „herausragende Musikalität“ gelobt. Die LAUTTEN COMPAGNEY, die Pepys Gedankenwelt mit Musik u.a. von John Ravenscroft, Matthew Locke, John Banister, Henry Cooke und Francesco Corbetta sowie instrumentalen „Delikatessen“ in Szene setzt, könnte sich keinen besseren Partner vorstellen!

Als eine Art „Nachschlagewerk der menschlichen Seele“ wendet sich „Peeping at Pepys“ voller Poesie, Musik, Witz und Dramatik an Verliebte, Eheleute, Historiker, Wissenschaftler, Manager, Politiker, Theaterfreunde, Genießer sowie Meeres-, Musik- und Literaturliebhaber.

 

„Peeping at Pepys“ Ein musikalisches Tagebuch
Ein Abend mit Gustav Peter Wöhler & der LAUTTEN COMPAGNEY
Musikalische Leitung: Wolfgang Katschner

05. März 2013 | 20:00 Uhr
Berliner Ensemble | Bertolt-Brecht-Platz, Berlin
Tickets: www.berliner-ensemble.de | Tel. 030 – 284 08 155
Kartenpreise BE: 30,– / 20,– / 10,– / 5 ,– €


Gustav Peter Wöhler gehört seit Jahren zu den bekannten Gesichtern der deutschen Film- und Fernsehszene. Er hat in anspruchsvollen Kinofilmen von Doris Dörrie oder Werner Herzog ebenso gespielt wie in den „Sieben Zwergen“ von Otto Waalkes. Er war in Fernsehproduktionen wie dem „Wunder von Lengede“ oder „Die Manns – Ein Jahrhundertroman“ zu sehen und spielt regelmäßig Theater, zuletzt etwa mit Monika Bleibtreu in „Sechs Tanzstunden in sechs Wochen“ und als Conferencier in „Cabaret“. Daneben hat sich Gustav Peter Wöhler auch als Sänger etabliert. Seit fast fünfzehn Jahren tritt er mit der „Gustav Peter Wöhler Band“ auf, und was einst als private Leidenschaft in Wohnungen und Theaterkellern begann, hat sich inzwischen zu einem Erfolgsprojekt mit Kultcharakter entwickelt. In den vergangenen Jahren haben Gustav Peter Wöhler und seine Musiker weit über 100 Konzerte gegeben und vier CDs produziert, so dass aus dem ursprünglichen „Geheimtipp“ letztlich eine feste Größe in den Konzertkalendern vieler Theater geworden ist.

Die LAUTTEN COMPAGNEY Berlin zählt zu den renommiertesten deutschen Barockensembles. Eine ausgeprägt eigene Handschrift, originelle Programmideen und ansteckende Musizierfreude sind ihre Markenzeichen. In variabler Besetzung vom solistischen Kammerensemble bis zum Opernorchester präsentiert sich die LAUTTEN COMPAGNEY bei namhaften Veranstaltern im Inund Ausland und eroberte während einer Tournee 2011 das neuseeländische Publikum im Sturm. Ihre Leidenschaft für das Musiktheater lebt sie in eigenen szenischen Produktionen aus, 2011 etwa mit dem Mailänder Marionettentheater Carlo Colla & Figli und einem umjubelten „Rinaldo“ bei den Hallenser Händelfestspielen und auf Tournee in Österreich und der Schweiz. 2012 folgte Händels frühes Oratorium „La Resurrezione“ in der Regie von Kobie van Rensburg.

Die LAUTTEN COMPAGNEY sucht immer wieder die Begegnung mit anderen Künsten und neuen Klängen, so u.a. im Programm „Timeless“ (Frühbarock & Philip Glass): Der Mut zum Experiment wurde 2010 mit einem „ECHO Klassik“ belohnt. Auch mit dem Gewinn des „Rheingau Musik Preis 2012“ verbindet sich insbesondere eine Auszeichnung für die kreativen Konzertprogramme der LAUTTEN COMPAGNEY.

Zweimal jährlich lädt das Ensemble unter der künstlerischen Leitung Wolfgang Katschners ins brandenburgische Neuruppin ein zu AEQUINOX, dem Musikfestival zur Tagundnachtgleiche. Von Haus aus Lautenist, gründete WOLFGANG KATSCHNER 1984 zusammen mit Hans-Werner Apel die Lautten Compagney, Herzstück seines vielfältigen Wirkens als Musiker, Organisator und Forscher auf den Spuren ungehobener musikalischer Schätze. In den letzten Jahren profilierte er sich erfolgreich als Dirigent mit den Schwerpunkten geistliche Musik des 17. Jahrhunderts und Barockoper und gastierte mit seinem Ensemble bei namhaften Festivals und an Theatern im In- und Ausland (u. a. Neuseeland-Tournee 2011). Sein leidenschaftliches Engagement für eine lebendige Alte Musik wurde mit dem Preis der Dresdner Musikfestspiele 2000 und dem Händel-Preis der Stadt Halle 2004 gewürdigt. Seit 2006 leitete er mehrfach Opernproduktionen an den Musikhochschulen Berlin und Weimar. Mit dem bekannten Tenor und Regisseur Kobie van Rensburg gestaltet Wolfgang Katschner zur Zeit am Landestheater Niederbayern einen 3-Jahres-Zyklus mit Monteverdi-Opern.

 

 

Maria Schenderlein
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Lautten Compagney Berlin
Aequinox Festival

Email: info@remove-this.pro-kultur.de

Weiterführende Links:
http://www.lauttencompagney.de/