22.03.2015 08:45 "Die Meisterpianisten" am 29.03.2015

Konzert in Hamburg - Ivo Pogorelich präsentiert sein schillerndes Programm der Romantik und Spätromantik

Ivo Pogorelich gibt Konzert in der Elbphilharmonie Hamburg

Ivo Pogorelich: Auf Musik von Liszt folgen am 29.03.2015 Schumanns Fantasie C-Dur, Drei Sätze aus Petruschka von Strawinksy in der Fassung für Klavier, und Brahms‘ Variationen über ein Thema von Paganini. © Alfonso Batalla

Von: GFDK - Elena Wätjen

Kaum ein Pianist polarisiert die Musikwelt so wie Ivo Pogorelich. Der Kroate fegt mit seinem außergewöhnlichen Spiel alle gängigen Hörerwartungen beiseite – und begeistert, irritiert und bewegt sein Publikum in aller Welt. Am 28. März gibt er in der Laeiszhalle einen Soloabend in der Reihe »Die Meisterpianisten« mit Werken von Liszt, Schumann, Strawinsky und Brahms.

»Er ist ein Genie!« Mit diesen Worten verließ Martha Argerich 1980 aufgebracht ihren Platz in der Jury des renommierten Chopin-Wettbewerbs in Warschau. Der Grund: Dem Anfang zwanzigjährigen Ivo Pogorelich war nicht gestattet worden, in der Schlussrunde des Wettbewerbs als Solist mit Orchester aufzutreten, was heftige Diskussionen ausgelöst hatte. Mit diesem Eklat hatte der junge Ausnahmekünstler die Aufmerksamkeit der Fachwelt und der Künstlerkollegen sicher – und das zu Recht! Bald folgten Einladungen zu Konzerten in den größten Musikmetropolen der Welt, etwa mit den Berliner und den Wiener Philharmonikern sowie den renommiertesten Orchestern Englands und der USA.

»Dies ist (...) ein verschwenderisches, ekstatisches Gedicht in Tönen, ungeheuer modern und zugleich von archaischer Gewalt«, beschreibt Der Tagesspiegel sein atemberaubendes Spiel. Für seinen Soloabend in der Laeiszhalle hat Pogorelich ein schillerndes Programm mit dem Schwerpunkt auf Romantik und Spätromantik zusammengestellt: Auf Musik von Liszt folgen Schumanns Fantasie C-Dur, Drei Sätze aus Petruschka von Strawinksy in der Fassung für Klavier, und Brahms‘ Variationen über ein Thema von Paganini.

Konzerte in Deutschland

In Kooperation mit ProArte

Sa 28.03. / 19.30 Uhr / Laeiszhalle Hamburg / Großer Saal
Die Meisterpianisten: Ivo Pogorelich, Klavier

Franz Liszt: Après une lecture de Dante / Fantasia quasi Sonata S 161/7 (Années de Pèlerinage, deuxième année, Italie)
Robert Schumann: Fantasie C-Dur op. 17
Igor Strawinsky: Drei Sätze aus Petruschka (Fassung für Klavier) Johannes Brahms: 28 Variationen über ein Thema von Paganini op. 35 € 66 / 60.50 / 49.50 / 33 / 22

Weitere Konzerte der Reihe »Die Meisterpianisten«:

Mo 13.04. / 19.30 Uhr / Laeiszhalle Hamburg / Großer Saal Grigory Sokolov, Klavier

Das Programm wird später bekanntgegeben.
€ 82.50 / 71.50 / 60.50 / 38.50 / 22

Mo 04.05. / 19.30 Uhr / Laeiszhalle Hamburg / Großer Saal
Murray Perahia, Klavier
Werke von Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven, Robert Schumann u.a. € 82.50 / 71.50 / 60.50 / 38.50 / 22

Fr 29.05. / 19.30 Uhr / Laeiszhalle Hamburg / Großer Saal
Sir András Schiff, Klavier
Johann Sebastian Bach: Italienisches Konzert F-Dur BWV 971
Johann Sebastian Bach: Ouvertüre nach französischer Art h-Moll BWV 831 Johann Sebastian Bach: Goldberg-Variationen BWV 988
€ 82.50 / 71.50 / 60.50 / 38.50 / 22

Mo 08.06. / 19.30 Uhr / Laeiszhalle Hamburg / Großer Saal Hélène Grimaud, Klavier
Toru Takemitsu: Rain Tree Sketch II
Luciano Berio: Wasserklavier
Franz Liszt: Au bord d’une source S 160/4 Maurice Ravel: Jeux d’eaux
Claude Debussy: L’isle joyeuse
Isaac Albéniz: Almería
sowie weitere Wasser-Musiken € 82.50 / 71.50 / 60.50 / 38.50 / 22

Ivo Pogorelich

1958 in Belgrad / Kroatien geboren, erhielt Ivo Pogorelich mit sieben Jahren seinen ersten Klavierunterricht und setzte später sein musikalisches Studium an der Zentralen Musikschule in Moskau und am Tschaikowsky-Konservatorium in St. Petersburg fort. Nach fünf Jahren wechselte er zu Aliza Kezeradze, die ihm eine völlig neue musikalische Welt eröffnen sollte und die er 1980 heiratete. 1978 gewann Pogorelich den 1. Preis beim Alessandro-Casagrande-Wettbewerb in Terni / Italien und ging zwei Jahre später als erster Preisträger des Internationalen Musikwettbewerbs in Montréal hervor. Doch es war ein anderer Wettbewerb, der ihn 1980 über Nacht weltberühmt machte: Beim internationalen Chopin-Wettbewerb 1980 in Warschau war es ihm nicht gestattet, in der Schlussrunde als Solist mit Orchester aufzutreten, woraufhin das damalige Jury-Mitglied Martha Argerich den Wettbewerb aufgebracht verließ. Nach seinem triumphalen Debüt-Rezital in der New Yorker Carnegie Hall 1981 glänzte Pogorelich bei Auftritten in den bedeutendsten Konzertsälen der USA.

Einladungen von Orchestern wie den Berliner und den Wiener Philharmonikern, allen großen Londoner Orchestern, den Symphonieorchestern von Chicago, Boston, Philadelphia und Los Angeles und des New York Phiharmonic Orchestra führten ihn in alle wichtigen Musikmetropolen der Welt. In der Saison 2013/2014 gab er Konzerte in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Spanien, Frankreich, Litauen und Japan. In der Spielzeit 2014/2015 ist er in ganz Europa sowie in Shanghai, Hong Kong und weiteren asiatischen Metropolen zu Gast. Neben seinen Konzertverpflichtungen widmet Ivo Pogorelich viel Zeit der Förderung von jungen Künstlern. So rief er 1986 in Kroatien eine Stiftung ins Leben, die es jungen Musikern ermöglichen sollte, ihr Studium im Ausland fortzusetzen. In Bad Wörishofen gründete er ein Festival, das vielen jungen Künstlern den Weg in ihre Karriere ebnete. In Lugano, wo Pogorelich lebt, werden im Zweijahres-Rhythmus Konzerte zur Förderung junger Künstler veranstaltet; und 1994 gründete er die Sarajevo Charitable Foundation, deren Erlöse humanitären Projekten in Bosnien zugutekamen. 1987 wurde er von der UNESCO zum »Ambassadeur de la bonne volonté« ernannt – eine Auszeichnung, die vor ihm keinem klassischen Musiker zuteilwurde. Pogorelich hat zahlreiche CDs bei der Deutschen Grammophon eingespielt – mit einem Repertoire, das vom Barock bis ins 20. Jahrhundert reicht.

Laeiszhalle Elbphilharmonie Hamburg

Die künftige Elbphilharmonie und die renommierte Laeiszhalle werden aus einer Hand geführt. Generalintendant ist seit 2007 Christoph Lieben-Seutter. Seit der Konzertsaison 2009/10 verantwortet er darüber hinaus ein eigenes Programm mit durchschnittlich 100 Konzerten, die neben den Veranstaltungen der privaten Konzertveranstalter in der Laeiszhalle und anderen ungewöhnlichen Orten in Hamburg stattfinden. Die Elbphilharmonie Konzerte bieten ein facettenreiches, modernes und weltoffenes Programm, welches das Publikum inhaltlich zum künftigen Konzerthaus Elbphilharmonie und die Musikstadt Hamburg in die Zukunft führt. Informationen, Karten und Abonnements erhalten Sie unter www.elbphilharmonie.de, im Elbphilharmonie Kulturcafé am Mönckebergbrunnen, Barkhof 3, 20095 Hamburg, sowie in der Konzertkasse Laeiszhalle. Tickethotline: 040 357 666 66, tickets@elbphilharmonie.de.



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Nataly Bombeck und Elena Wätjen
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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