12.05.2013 09:45 30. Mai bis 30. Juni 2013

Klassikfestival: 5. KLANGVOKAL Musikfestival in Dortmund - „Was uns bewegt“

Emel_Mathlouthi ist Songwriterin

Dortmund wird zum fünften Mal zum Mekka für Liebhaber außergewöhnlicher Vokalmusik-Konzerte. Bild 1: Emel_Mathlouthi Quelle: KLANGVOKAL Musikfestival Dortmund

Joseph Calleja ist Opernsänger

Bild 2: Joseph Calleja © Simon Fowler

Saudade Zambujo ist Fado-Sänger

Bild 3: Saudade Zambujo Quelle: KLANGVOKAL Musikfestival Dortmund

Jordi Savall ist Gambist

Bild 4: Jordi Savall Quelle: KLANGVOKAL Musikfestival Dortmund

Les Talens Lyriques ist ein Barockorchester

Bild 5: Les Talens Lyriques Quelle: KLANGVOKAL Musikfestival Dortmund

Alba Nour Ensemble stammt aus dem Iran

Bild 6: Alba Nour Ensemble Quelle: KLANGVOKAL Musikfestival Dortmund

Von: GFDK - Sandra Spitzner - 6 Bilder

Das internationale KLANGVOKAL Musikfestival Dortmund hat allen Grund zum Feiern: In seinem fünften Jahr sind unter dem Festivalthema „Was uns bewegt“ vom 30. Mai bis 30. Juni 2013 erneut hochkarätige Künstler aus über 20 Ländern in der Westfalenmetropole zu Gast – und dies fast ausschließlich bei Eigenproduktionen, Welt-, Deutschland- oder NRW-Premieren. 30. Mai bis 30. Juni 2013: 30 Aufführungen, davon 16 Eigenveranstaltungen.

Dortmund wird zum fünften Mal zum Mekka für Liebhaber außergewöhnlicher Vokalmusik-Konzerte: Das internationale KLANGVOKAL Musikfestival Dortmund begrüsst vom 30. Mai bis 30. Juni 2013 bei 30 Aufführungen in neun Spielstätten Gesangsstars aus den Bereichen Oper, Chor, Jazz und Weltmusik aus über 20 Ländern, die auf Künstler aus NRW treffen. Im Fokus des facettenreichen Programms steht in diesem Jahr das Thema „Was uns bewegt“: Die großen und kleinen Lebensthemen, die uns an- und umtreiben, werden mit dem schönsten Instrument der Welt – der menschlichen Stimme – meisterlich dargeboten.

Festival in Deutschland

Festival-Direktor Torsten Mosgraber und das Klangvokal-Team präsentieren u. a. den Startenor Joseph Calleja (30. Mai), die tunesische Gesangsikone Emel Mathlouthi (31. Mai), die Sopranistin Maria Agresta und Tenor Thiago Arancam (in Giuseppe Verdis Oper „Ernani“ am 8. Juni), den deutschen Star-Countertenor Andreas Scholl mit einem Liederabend (14. Juni), den spanischen UNESCO-Kulturbotschafter Jordi Savall mit der Weltpremiere von „Zyklus des Lebens“ (19. Juni) sowie den französischen Ausnahmedirigenten Christophe Rousset mit feinnerviger Barockmusik (23. Juni).

KLANGVOKAL setzt dabei auch 2013 auf Entdeckungen und zahlreiche Eigenproduktionen sowie auf Welt-, Deutschland- oder NRW-Premieren. Eröffnet wird das Festival an Fronleichnam (30. Mai) mit der Operngala im Westfalenpark mit abschließendem Feuerwerk und Musik aus der Feder Giuseppe Verdis und Giacomo Puccinis. Zu Gast sind Startenor Joseph Calleja und die Sopranistin Cristina- Antoaneta Pasaroiu, es spielen die Dortmunder Philharmoniker unter Carlo Montanaro. Giuseppe Verdis Oper „Ernani“ steht anlässlich des 200. Geburtstages des großen Italieners mit internationaler Top-Besetzung (Maria Agresta, Thiago Arancam, Sebastian Catana) am 8. Juni im Konzerthaus auf dem Programm.

Ein vierteiliger Zyklus feiert die Musik des Barock von Monteverdi über Charpentier bis Bach. Beteiligt sind die preisgekrönten Ensembles Les Talens Lyriques (23. Juni) und Le Poème Harmonique (9. Juni) aus Frankreich, die italienischen Sängerinnen Roberta Invernizzi und Sonia Prina (2. Juni) und der Knabenchor der Chorakademie Dortmund (16. Juni). Griechischer Rembetiko, portugiesischer Fado, Musik aus Tunesien und dem Iran erklingen jeweils freitags in vier Weltmusik-Konzerten.

Am letzten Festival-Wochenende steht wie im Vorjahr die reiche Dortmunder Chorlandschaft im Mittelpunkt: „Herzstück“ des Festivals bleibt das FEST DER CHÖRE mit rund 4.000 Dortmunder Sängerinnen und Sängern, das in diesem Jahr am 29. Juni anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Sängerjugend im Chorverband NRW e.V. zusätzlich rund 600 Kinder und Jugendliche des Verbandes begrüssen darf.

Und auch beim Abschlusskonzert in der St. Reinoldikirche wird mit dem Sinfonischen Chor der Chorakademie ein Dortmunder Chor beteiligt sein (30. Juni). Auf dem Programm stehen neben Mozarts geheimnisvollem „Requiem“ Musik von Arvo Pärt und John Tavener.

Das Eintritts-Preisniveau bleibt wie gewohnt moderat: Der Großteil der Eintrittskarten liegt wieder unter 25 EURO, für viele Konzerte sind Karten bereits ab 10 EURO erhältlich!

Festival in Dortmund

Festivalthema 2013: „Was uns bewegt“

Auch 2013 sind die Festival-Veranstaltungen thematisch eingebunden: Die großen und kleinen Lebensthemen stehen im Mittelpunkt.

Ausdrucksstarke Verdi-Oper und populäre Operngala im Westfalenpark

Große Gefühle wie Liebe, Hass und Eifersucht werden in der Oper besonders prägnant musikalisch vertont: Bereits der Festivalauftakt zu Fronleichnam ist ein besonderer Leckerbissen für Opernfans: Star-Tenor Joseph Calleja – weltweit umworbener Gast an allen bedeutenden Opernbühnen der Welt und 2012 umjubelter Gast der „Last Night of the Proms“ in London – ist bei der Operngala im Westfalenpark erstmals in Dortmund zu erleben. Gemeinsam mit der aufstrebenden jungen rumänischen Sopranistin Cristina-Antoaneta Pasaroiu und den Dortmunder Philharmonikern, die von Carlo Montanaro geleitet werden, interpretiert Calleja Opernhits von Verdi und Puccini und verwandelt die Seebühne mit edler Stimme und strahlender Höhe und in eine klangvolle Opernarena (30. Mai, Westfalenpark).

Mit der exklusiven konzertanten Aufführung von Giuseppe Verdis mitreißender Oper „Ernani“ feiert das Festival den 200. Geburtstag des Grandseigneurs der italienischen Oper. Unter dem temperamentvollen italienischen Maestro Carlo Montanaro, der mit seinen Verdi-Aufführungen an der Bayerischen Staatsoper in München und der Mailänder Scala reüssierte, geben die junge italienische Sopranistin Maria Agresta – jüngst gefeiert an der Mailänder Scala und dem Teatro La Fenice in Venedig –, der brasilianische Tenor Thiago Arancam, der US-amerikanische Bariton Sebastian Catana und der rumänische Bass Bálint Szabó ihre Rollendebüts. Expressive Arien, romantische Duette und monumentale Chöre setzen das Thema der Eifersucht und Rache eindrucksvoll in Szene, so dass es nicht erstaunt, dass diese Oper zu Lebzeiten des Komponisten zu seinen meistaufgeführten Werken zählte (8. Juni, Konzerthaus).

Barock von Monteverdi bis Bach

Ein vierteiliger Zyklus lockt sonntags mit Barockmusik von 1600 bis 1750 – der Bogen spannt sich von Claudio Monteverdi bis Johann Sebastian Bach.

„Vokale Perlen des italienischen Barock“ verheißen die italienische Sopranistin Roberta Invernizzi – häufiger Gast an der Mailänder Scala – und ihre ebenfalls an den großen Bühnen der Welt gefeierte Landsmännin, die Altistin Sonia Prina. Unter dem Thema „Amore!“ bieten sie Duette rund um das Thema Liebe und Sehnsucht aus der Feder von Claudio Monteverdi, Antonio Lotti und Georg Friedrich Händel meisterlich dar. Eine Premiere anlässlich der CD-Veröffentlichung – noch vor Konzerten in London und Paris (2. Juni, St. Bonifatiuskirche).

Das preisgekrönte französische Ensemble Le Poème Harmonique imaginiert das barocke Venedig des 17. Jahrhunderts: Im Kerzenschein und mit barocker Gestik huldigen die Sänger-Darsteller und Musiker mit zarten wie opulenten Klängen von Claudio Monteverdi, Francesco Manelli und Dario Castello dem goldenen Zeitalter der magischen Wasserstadt. Sinnesfreuden und Lebenslust stehen im Mittelpunkt dieser Aufführung. Nach gefeierten Stationen in New York und Tokio folgt nun die NRWPremiere (9. Juni, Orchesterzentrum|NRW).

Der Knabenchor der Chorakademie Dortmund stimmt ein festliches Gotteslob an. Der Bogen spannt sich dabei von Marc-Antoine Charpentiers berühmten Te deum H. 146 bis zu Johann Sebastian Bach. Ob als Auftragswerk für den Sonnenkönig oder als musikalische Krönung des Gottesdienstes in der Leipziger Thomaskirche – die Barockmusik zeigt sich hier von ihrer prachtvollen Seite (16. Juni, Pauluskirche).

Zum Abschluss des Zyklus debütiert dann eines der weltweit führenden Barockensembles in Dortmund: Mit französischer Eleganz und feinnerviger Interpretationskunst haben sich der hochdekorierte Dirigent Christophe Rousset und sein Ensemble Les Talens Lyriques an die Weltspitze katapultiert. Die Altistin Delphine Galou verleiht der biblischen Figur der Judith bei ihrem Freiheitskampf mit edlem Timbre ihre Stimme und interpretiert Werke von Alessandro Scarlatti über Antonio Vivaldi bis zu Giacomo Jommelli – auch dies ist eine Premiere! (23. Juni, St. Reinoldikirche)

Klassik und Romantik

Andreas Scholl – deutscher Countertenor-Weltstar mit einer Stimme „wie Samt und Seide“ (Bayerischer Rundfunk) – entführt mit seinem Programm „Wanderer“ (erstmals in NRW) in das Zauberland der Liedkunst. Nichts Geringeres als die Sehnsucht nach dem Unbekannten und die Suche nach dem Sinn des Lebens stehen in berührenden Tonlandschaften von Mozart, Haydn, Schubert und Brahms auf dem Programm dieses Liederabends. Ungewöhnlich ist auch der Kirchenraum als Aufführungsort für diese musikalische Sinnsuche (14. Juni, St. Reinoldikirche).

Vor allem aufgrund seines dramatischen Impetus ist Mozarts „Requiem“ einzigartig. Unter der Leitung von Werner Ehrhardt und der Mitwirkung des Sinfonischen Chorsder Chorakademie Dortmund sowie des Originalklang-Ensembles l’arte del mondo werden die zentralen Themen des Requiems Trauer und Abschied kontemplativer Vokalmusik von Arvo Pärt und John Tavener zum Festival-Ausklang gegenübergestellt (30. Juni, St. Reinoldikirche).

Weltpremiere: „Blut und Honig“ als Weltpremiere mit Jordi Savall

Ein weiteres Highlight ist eine Weltpremiere in St. Reinoldi: Der spanische UNESCOKulturbotschafter

Jordi Savall – Galionsfigur der Alten Musik – erzählt mit hochkarätigen Gastsängern und -musikern aus vielen Ländern emotional und nuancenreich von den Gemeinsamkeiten der Völker der Balkanregion: Griechische Tänze, hebräische Lieder, orthodoxe Gesänge und armenische Volksweisen feiern die Zeit der Jugend und der ersten Liebe, der Reife und der Weisheit – den universellen Lebensreigen (19. Juni, St. Reinoldikirche).

Weltmusik und Jazz

An vier Freitagen steht „Weltmusik“ auf dem Festivalprogramm – mit prominenten Gästen aus Griechenland, Israel, Portugal, der Türkei, Tunesien und dem Iran. Emel Mathlouthi, die „Stimme der Jasmin-Revolution“, des neuen Tunesien, gibt ihr NRWDebüt.

Kunstvoll-raffiniert führt die junge arabische Künstlerin – eine Ikone des Arabischen Frühlings – das Erbe der großen Diven des Maghreb fort: Klassische arabische Melodien verschmelzen mit Elementen aus Folk und Pop, Tradition und Moderne begegnen sich aufrüttelnd und intensiv und stehen für den Ruf nach Freiheit einer ganzen Region (31. Mai, domicil). Fado trifft auf Barockmusik, wenn der portugiesische Fado-Sänger und - Poet António

Zambujo – in den USA, Brasilien, Paris und London als neue Stimme des Fado gefeiert – der Gambistin Friederike Heumann begegnet. Gemeinsam füllen sie das gemeinsame Thema der Melancholie und des Weltschmerzes mit musikalischem Leben (7. Juni, St. Marienkirche).

Die Reise der virtuosen Sänger und Musiker des My Sweet Canary Ensemble aus Griechenland, der Türkei und Israel führt ins Osmanische Reich, dem der Rembetiko seine Melodien, Melancholie und Rhythmen verdankt. Der legendären Diva dieses „griechischen Blues“ Rosa Eskenazi gilt diese hinreißende Hommage: In den 1930er Jahren machte die jüdisch-sephardische Sängerin den Rembetiko, der sich mit den alltäglichen Widrigkeiten des Lebens auseinandersetzt, populär. Bei ihren umjubelten Live-Konzerten in Jerusalem, New York und Istanbul sorgt das Ensemble für Furore – nun folgt die NRW-Premiere (21. Juni, domicil).  

Elina Duni, „eine der interessantesten jungen Jazz-Stimmen Europas“ (Jazzpodium), überzeugt mit Authentizität und der Balance zwischen Intimität, Emphase und coolem Takt. Die Lieder ihrer Heimat Albanien über die kleinen und großen Lebensmomente singt sie in eigenen Arrangements und trägt damit neue zarte Klangfarben der Melancholie und des Glückzaubers in den Jazz (27. Juni, domicil). Zwischen Orient und Okzident verschmelzen persische, kurdische und europäische Traditionen in der Musik des iranisch-französischen Nour Ensemble. Ob gregorianische Gesänge, spanische Cantigas oder persische Lieder: Die lebendige wie kunstvolle Musik schöpft aus tiefgründigen Quellen und widmet sich dem Thema der Spiritualität. Eine Deutschland-Premiere! (28. Juni, St. Marienkirche).

Fest der Chöre

Zum fünfjährigen Jubiläum freut sich das FEST DER CHÖRE über viele Geburtstagsgäste und Mitmachaktionen. Bevor Oberbürgermeister Ullrich Sierau das Fest um 12.00 Uhr auf dem Alten Markt offiziell eröffnet, haben alle Interessierten erstmals beim „Warm up“ die Möglichkeit, Chorluft zu schnuppern und Stimmtraining zu betreiben, um dann mit dem gemeinsamen Singen das größte deutsche städtische Chorfest zu eröffnen.  Die Sängerjugend im Chorverband NRW e.V. präsentiert im Rahmen ihres 40-

jährigen Bestehens u. a. Openair-Workshops für Kids und Teens und bringt zu diesem Anlass rund 600 Kinder und Jugendliche des Verbands mit nach Dortmund. Zum Finale lockt am Abend ein Openair-Konzert auf den Alten Markt mit dem A cappella Ensemble Vossibility aus Köln –, dem Vokalensemble wireless sowie den Dortmunder Florian Singers (29. Juni, 10 bis 22 Uhr, zahlreiche Spielstätten im gesamten Stadtzentrum).

Budget

Die Stadt Dortmund fördert KLANGVOKAL im Jahr 2013 mit Sachmitteln in Höhe von 300.000 EUR (30.000 EURO weniger als 2012). Dank der Unterstützung der bewährten Partner – insbesondere der Sparkasse Dortmund und der „Freunde des KLANGVOKAL Musikfestival Dortmund“ – und mittels der Eintrittsgelder werden 2013 ca. 280.000 EUR abgedeckt, sodass sich der Gesamtetat auf circa 580.000 EUR beläuft.

Die Höhe der Festival-Finanzierung wurde im Dezember 2011 durch den Rat der Stadt Dortmund für die Jahre 2012 bis 2014 beschlossen und im Dezember 2012 für das Jahr 2013 freigegeben.

Der Vorverkauf startete am 23. Februar 2013 an unserer neuen Haupt- Vorverkaufsstelle bei Dortmund-Tourismus (gegenüber vom Hauptbahnhof), an allen bekannten Vorverkaufsstellen und im Internet. Informationen zu Karten und Abonnements unter www.klangvokal.de


 

Sandra Spitzner

KLANGVOKAL Musikfestival Dortmund

E-Mail: sspitzner@stadtdo.de

Weiterführende Links:
www.klangvokal.de