15.01.2012 07:30 Freitag, 17. Februar 2012, 19 Uhr

Kevin John Edusei leitet die musikalische Wiedereinstudierung von Cardillac Hindemiths Oper an der Semperoper Dresden

Kevin John Edusei - Foto Veranstalter

Von: Dr. Christine Villinger

Faszinierend wie Kevin John Edusei und die Sächsische Staatskapelle der neusachlichen Tonsprache leidenschaftlichen Atem einzuhauchen und auch die lyrischen Inseln der Partitur auszuleuchten vermögen.“ (Dietrich Bretz, Der Neue Merker 4/2010)

Als Kevin John Edusei kurzfristig bei der Wiederaufnahme von Hindemiths Oper Cardillac für Fabio Luisi an der Semperoper Dresden einsprang, war der junge Dirigent schon kein Unbekannter mehr: Hatte er doch bereits an der Sächsischen Staatsoper – überaus erfolgreich – ein Jahr zuvor mit Mozarts Entführung aus dem Serail debütiert.

Kevin John Edusei gilt als einer der herausragendsten Vertreter der jüngeren Dirigentengeneration. Im Februar wird er die musikalische Einstudierung von Hindemiths Cardillac und alle vier Vorstellungen der Wiederaufnahme in der Inszenierung von Philipp Himmelmann mit Markus Marquardt in der Titelrolle dirigieren.

Cardillac ist eine echte Herausforderung, gilt diese Oper als geradezu „unopernhaft“ mit ihrer Ästhetik der 1920er Jahre. Aus der fast schon collagierten Reihung von Formen wie Arie mit konzertierenden Instrumenten, Lied, Menuett- und Marschcharakteren, aber auch der Überlagerung von verschiedenen Textpassagen in den Gesangsstimmen eine musikalische Einheit zu formen, ist Kevin John Eduseis großes Verdienst.

„Mich interessiert am Cardillac vor allem das Lyrische, Spätromantische, also eigentlich das, was man mit Hindemith gemeinhin nicht in Verbindung bringt. Hindemiths Musik liefert aufgrund ihrer Sprachlichkeit ein äußerst präzises Psychogramm der Charaktere.

Dabei sind die leisen Momente, die am meisten über die Protagonisten verraten. Der Orchesterpart hingegen changiert zwischen dem Pompösen, Sperrigen und der nuancenreichsten Kammermusik“, so Kevin John Edusei.

Gerade aufgrund seines breiten Repertoires, das vom Barock bis zur zeitgenössischen Musik reicht, seiner außergewöhnlichen Partiturkenntnis und leidenschaftlicher Überzeugungsgabe gelingt es Kevin John Edusei, sowohl die Musiker als auch das Publikum mitzureißen.

Auch während seines jüngsten Debüts – bei den Münchner Symphonikern mit Händels Messias – entflammte Kevin John Edusei Musiker und Publikum so sehr, dass er anschließend sofort wieder für ein weiteres Konzert in München eingeladen wurde.

Zuvor aber darf sich das sächsische Opernpublikum auf Kevin John Edusei musikalische Einstudierung von Flotows Oper Martha mit der Staatskapelle Halle im Goethe-Theater Bad Lauchstädt im Mai 2012 freuen.

Dr. Christine Villinger

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