27.05.2012 07:35 attraktives Programm im Mannheimer Rosengarten

Hochkarätigste Spielzeiten - Gala der Klassik-Stars in Mannheim - Von den Wiener Philharmonikern bis Lang Lang, Anne-Sophie Mutter, Trompeterin Alison Balsom oder Flötist Emmanuel Pahud

LANG LANG - Sony Classical International Detlef Schneider und wr philharm

Von: Reinhard Söll - 3 Bilder

PRO ARTE stellt 2012/2013 ein außergewöhnlich attraktives Programm im Mannheimer Rosengarten vor

„Es ist eine der hochkarätigsten Spielzeiten, die wir jemals vorlegen konnten“, sagen die beiden PRO-ARTE-KONZERTE-Veranstalter Reinhard Söll und Wilfried Strohmeier über das neue Programm 2012/2013 im Mannheimer Rosengarten, das sie soeben der Öffentlichkeit präsentiert haben.

Zu den „Leuchttürmen“ der neuen Saison gehören zweifelsohne das Gastspiel der  Wiener Philharmoniker und das Recital des Pianisten Lang Lang. Dazu kommen weitere Topstars wie Anne-Sophie Mutter, Trompeterin Alison Balsom oder Flötist Emmanuel Pahud aber auch viele spannende neue Namen.  Das Programm im Einzelnen:

► Die renommierte Russische Staatskapelle Moskau unter Valery Polyanski und die junge deutsche Geigerin Arabella Steinbacher  eröffnen am 23. Oktober die PRO ARTE-Saison. Seit Jahren spricht man von einem  „Geigerinnen-Wunder”.

Denn innerhalb von 10 Jahren sind mit Künstlerinnen wie Hilary Hahn, Julia Fischer, Janine Jansen, Lisa Batiashvili, oder Baiba Skride so viele Hochbegabungen am Konzerthimmel aufgetaucht, wie früher in einem halben Jahrhundert nicht. Eine der Profiliertesten ist Arabella Steinbacher. Sie musiziert mit Dirigenten wie Chailly, Gergiev, Marriner und Maazel.

Und sie ist preisgekrönt – so mit dem Echo-Klassik für die „Konzerteinspie-lung des Jahres”. Nach Mannheim kommt sie jetzt mit dem Violinkonzert von Dvorák - eingebettet in ein russisch-romantisches Programm mit Tschaikowskys 4. Sinfonie als Höhepunkt.

► Dia älteste und renommierteste Orchester Belgiens, die Brüsseler Philharmoniker, gastiert am

22. November mit einem Programm wie es sich brillanter und farbiger kaum denken lässt: Von Mozarts Zauberflöten-Ouvertüre über Beethovens 5. Klavierkonzert und Bernsteins Sinfonische Tänze aus der „West Side Story“ bis zum orgiastischen Rausch von Ravels „La Valse“ spannt sich der Bogen zu einem sich immer mehr steigernden orchestralen Feuerwerk.

Mit Herbert Schuch ist einer der interessantesten jungen Pianisten der Gegenwart zu erleben. Er erregte internationales Aufsehen, als er innerhalb eines Jahres drei bedeutende Wettbewerbe in Folge gewann, darunter den Internationalen Beethovenwettbewerb Wien.

► Der mehrfach mit dem ECHO-Klassik-Preis ausgezeichnete Schweizer Flötist Emmanuel Pahud ist der Star eines Abends am 12. Dezember mit der Kammerakademie Potsdam. Wie Sir James Galway begann auch Pahud als Soloflötist der Berliner Philharmoniker und startete von dort seine Weltkarriere.

Die Kammerakademie Potsdam brilliert in Konzert und Oper im Rahmen der Potsdamer Winteroper im Schlosstheater Sanssouci sowie bei den Musikfestspielen Potsdam Sanssouci – beides Highlights im Kulturleben der Berliner Region. (Werke von Johann Sebastian Bach & Söhnen)

► Am 16. Januar darf sich dann die gesamte Metropolregion auf ein exklusives Musikereignis der Superlative freuen: Die Wiener Philharmoniker kommen in den Rosengarten! Ein Konzert, das sich in die Annalen der Musikstadt Mannheim einschreiben wird. Sie anzupreisen hieße “Geigen nach Wien tragen”, hat Richard Strauss einmal formuliert.

Für viele sind die Wiener Philharmoniker schlicht das beste Orchester der Welt - auf jeden Fall ist es das Orchester mit der bedeutendsten Geschichte und Tradition, ein Klangkörper, der im Laufe seines fast 170-jährigen Bestehens das musikalische Geschehen mehrerer Epochen bis hin zur Gegenwart geprägt hat.

Über alle Zeiten hinweg haben sich die Wiener ihren ganz eigenen, unverwechselbaren und berauschend schönen Klang bewahren können. Einen Klang der von Spieler zu Spieler, von Generation zu Generation weitergegeben wird. Am Pult steht in Mannheim mit Georges Prêtre ein schon legendärer Dirigent.

In den 50er und 60er Jahren wurde er durch seine Zusammenarbeit mit Maria Callas berühmt. Vorletztes Jahr leitete er vor zig Millionen Fernseh-zuschauern in 70 Ländern der Welt das legendäre Wiener Neujahrskonzert. (Programm: Beethoven – 7.Sinfonie, Strawinsky „Der Feuervogel“, Ravel: Boléro)

► Alle Violinkonzerte von Bach – wann kann man das schon live an einem Abend erleben? Das Freiburger Barockorchester hat sie 2012/2013 auf dem Programm und nimmt sie zugleich auf CD auf. Nach Mannheim kommt das Barockorchester damit am 18. Februar.

Es blickt auf eine über zwanzigjährige Erfolgsgeschichte zurück. Unverändert geblieben ist das künstlerische Credo der „Freiburger“: die kreative Neugier jedes einzelnen, mit dem Ziel, eine Komposition so lebendig und sprechend wie nur irgend möglich zu spielen.

Die Liste der Auszeichnungen ist endlos: Gramophone Award, Echo Klassik, Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik, Edison Music Award, Classical Brit Award, Grammy Award Nomination, Prix Caecilia, Diapason d'Or, Cannes Classical Award...

► Die Wiener Symphoniker unter Dmitrij Kitajenko komplettieren am 28. Februar das kleine „Wiener Musik-festival” in Mannheim. Seit Karajan in den 60er Jahren das Orchester an die Weltspitze führte, prägen die Wiener Symphoniker gemeinsam mit den Philharmonikern das Musikleben in Wien. Solistin ist die britische Startrompe-rerin Alison Balsom.

Blendend aussehend und mit herausragender Virtuosität und Musikalität begabt, räumt Alison Balsom  mit dem Vorurteil auf, Trompetenspiel sei Männersache. “Ich zeige Seiten der Trompete, von denen niemand wusste, dass es sie gibt”, sagt sie selbstbewusst. (Beethoven: 5.Sinfonie, Haydn: Trompetenkonzert, Strauss: Rosenkavalier-Suite)

► Aufführungen der „Alpensinfonie“ von Richard Strauss sind immer ein ebenso spektakuläres wie überwälti-gendes Live-Erlebnis! Denn Strauss bietet mit einem über 100-köpfigen Orchester eine der größten Orchester-besetzungen der Musikgeschichte auf - darunter so exotische Instrumente wie Wind- und Donnermaschine und Kuhglocken.

In Mannheim wird sie am 18. März in der Interpretation des in Amsterdam beheimateten Nederlands Philharmonisch Orkest unter Marc Albrecht zu einem alle Sinne berührenden Erlebnis. In der ersten Konzerthälfte ist Alexei Volodin Solist in Beethovens poesievollem und lyrischem 4. Klavierkonzert.

Lang Lang, der am 17. April erstmals zu einem PRO ARTE Sonderkonzert nach Mannheim kommt, hat erreicht, was vor ihm noch keinem Pianisten gelungen ist: zum Idol einer neuen jungen Generation von Klassik-Hörern zu werden, die Massen und zugleich das Feuilleton zu begeistern.

Er hat Mauern niedergerissen, und der Klassik-Szene einen neuen frischen Anstrich gegeben. Er ist ein umjubelter Medienstar – in China wird er wie ein Pop-Gigant gefeiert – und wahrt dabei kompromisslos allerhöchsten künstlerischen Anspruch.

Sein Spiel ist extrovertiert, herausfordernd virtuos und voller ausgelebter Emotionen. Wenn der populärste Pianist der Gegenwart jetzt in Mannheim  Klaviersonaten Mozarts und Chopins vier Balladen spielt, darf man sich auf eine pianistisches Event freuen.

Jan Lisiecki ist erst 16 Jahre alt und schon sehen Kritiker, Künstleragenten und Plattenfirmen in ihm einen der großen Namen der Zukunft! Am 19. April interpretiert er mit dem Orchester Philharmonia Prag Chopins erstes Klavierkonzert. Die Deutsche Grammophon, das Label von Stars wie Horowitz, Pollini und Barenboim, schloss schon 2010 mit dem Kanadier einen Exklusivvertrag.

Da war er erst 15! Mit 9 Jahren gab Lisiecki sein Orchester-debüt und erobert seitdem Schritt für Schritt die Musikwelt: Er debütierte in der New Yorker Carnegie Hall, in der Pariser „Salle Pleyel“, beim Verbier Festival, in London, Berlin, Wien und Zürich.

Sein Spiel brachte ihm die Ehre ein, 2010 an Chopins Geburtsort Zelazowa Wola die offiziellen Feierlichkeiten zu Chopins 200-tem Geburtstag zu eröffnen. Weiter auf dem Programm: Smetanas Ouvertüre zu „Die verkaufte Braut“ und Dvoráks 6. Sinfonie.

Yuja Wang, die am 30. April zu PRO ARTE in den Rosengarten kommt, ist ein Phänomen: Eine zierliche Person betritt die Bühne, atemberaubend kurzer Minirock, gefährlich hohe Stöckelschuhe, für Sekunden glaubt man sich in einer Modenschau – und dann explodiert am Flügel ein Vulkan.

Geradezu dämonisch ist ihre Kraft und Virtuosität und kontrastiert dann im nächsten Augenblick mit  Wundern an Farbenvielfalt und Anschlagskunst. Als die 25-Jährige, in New York lebende Chinesin beim größten Klavierfestival der Welt, dem Klavierfestival Ruhr, debütierte, schrieb die Westdeutsche Allgemeine:

„Unter den über 100 Debüts beim Klavierfestival Ruhr in 20 Jahren hat es ein solch sensationelles Entrée noch kaum gegeben.“ Inzwischen wird die Pianistin, der der San Francisco Chronicle eine „übermenschliche Technik“ attestiert zu einer Weltkarriere durchgestartet. (u.a. Brahms, Rachmaninow, Skrjabin)

►. Beethoven, Dresden und Anne-Sophie Mutter - dieser musikalische Dreiklang lässt am 16. Mai die Herzen der Musikfreunde höher schlagen. In einem Beethoven-Festkonzert mit der Dresdner Philharmonie unter Raphael Frühbeck de Burgos spielt Deutschlands bedeutendste Klassik-Künstlerin Beethovens Violinkonzert – eingerahmt von der Egmont-Ouvertüre und der 7. Sinfonie. Kritikerpapst Joachim Kaiser schrieb über Mutters Interpretationen: „Sie gehen über den Rahmen des Gewohnten, Schönen und Alltäglichen astronomisch hinaus.“

► Abonnements und Einzelkarten ab sofort bei PRO ARTE unter Tel. 0800 – 633 66 26 sowie im Internet unter www.pro-arte-konzerte.de