16.05.2013 09:55 Idealistisch, romantisch, keck

Geigerin Janine Jansen eröffnet die Weilburger Schlosskonzerte

Janine Jansen Weilburger Schlossfestspiele

Die niederländische Geigerin Janine Jansen sorgt für Begeisterungsstürme. Foto: hr/Felix Broede

Von: GFDK - Brigitte Schulz

Mit Werken von Carl Maria von Weber, Max Bruch und Anton Bruckner eröffnet das hr-Sinfonieorchester unter Leitung seines Chefdirigenten Paavo Järvi am Samstag, 1. Juni, um 20 Uhr im Schlosshof die Weilburger Schlosskonzerte 2013. Solistin ist die weltweit gefragte niederländische Geigerin Janine Jansen, die bereits 2011 bei den Weilburger Schlosskonzerten mit ihrem faszinierend-intensiven Spiel für Begeisterungsstürme sorgte.

Das beinahe ausverkaufte Konzert wird von hr2-kultur live übertragen. Das hr-Sinfonieorchester gastiert mit gleichem Programm am Sonntag, 2. Juni, im Dortmunder Konzerthaus und am 3. Juni in der Aschaffenburger Stadthalle.

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In dem von klassizistischem Idealismus und reinem Schönklang getragenen 1. Violinkonzert von Max Bruch stellt Janine Jansen ihre Gabe unter Beweis, höchste Perfektion mit besonderer Intensität und faszinierender Bühnenausstrahlung zu verbinden. Entstanden in den Jahren 1866 bis 1868, ist es das populärste Werk des Komponisten und Dirigenten Max Bruch, der zeit seines Lebens im Schatten von Johannes Brahms stand.

„Euryanthe“ aus dem Jahr 1823 gilt zwar als die fortschrittlichste und musikalisch aufregendste Oper Carl Maria von Webers, doch führt sie wegen des verunglückten Librettos der unerfahrenen Dichterin Helmina von Chézy nur ein Schattendasein in der Opernwelt. Einzig ihre Ouvertüre, ein herausragendes Beispiel früher deutscher Romantik, ist heute regelmäßig in den Konzertprogrammen zu finden.

Wegen ihrer Originalität hat der österreichische Spätromantiker Anton Bruckner seine 1. Sinfonie aus dem Jahr 1868 einmal liebevoll das „kecke Beserl“ genannt. Eine willkommene Herausforderung für das hr-Sinfonieorchester, das auf eine große Bruckner-Tradition zurückblickt. Unter Eliahu Inbal nahm sie in den 1980er Jahren ihren Anfang und wurde unter Paavo Järvi konsequent fortgesetzt:

„Niemand spielt Bruckner besser“, sagt Järvi über das hr-Sinfonieorchester und begann 2008, mit dem Klangkörper des Hessischen Rundfunks alle Bruckner-Sinfonien neu aufzunehmen. Nach den international hoch gelobten Einspielungen der 7. und 9. Sinfonie ist aktuell die 5. Sinfonie auf CD erschienen.

Restkarten für das Eröffnungskonzert der Weilburger Schlosskonzerte (9 bis 12 Euro) gibt es bei den Weilburger Schlosskonzerten vormittags unter der Telefonnummer 06471/94 42 10/11 oder unter www.weilburger-schlosskonzerte.de.

brigitte.schulz@remove-this.hr.de