16.03.2013 09:52 Wechselbad der Gefühle

Eine Dirigentenlegende in Frankfurt - hr-Sinfoniekonzert mit Stanisław Skrowaczewski in der Alten Oper

Johannes Moser Foto: hr/Uwe Arens

Johannes Moser Foto: hr/Uwe Arens

Von: GFDK - Brigitte Schulz

Eine Dirigentenlegende steht am Pult des hr-Sinfonieorchesters am Freitag, 22. März, 20 Uhr, in der Alten Oper Frankfurt: der 1923 in Lemberg geborene Stanisław Skrowaczewski. Beethovens 2. Leonoren-Ouvertüre, Johannes Brahms‘ gewichtige 1. Sinfonie und Dmitrij Schostakowitschs ironisch-skurriles 1. Cellokonzert mit dem Solisten Johannes Moser stehen auf dem Programm.

Zur Konzerteinführung „Musik im Gespräch“ wird um 19 Uhr im Großen Saal geladen. hr2-kultur sendet das Konzert live (Wiederholung am Dienstag, 2. April, um 20.05 Uhr). Im Internet kann das Konzert am Freitag live auf www.arteliveweb.com sowie www.hr-sinfonieorchester.de und danach als Video-on-Demand verfolgt werden.

Schüler, Studenten und Auszubildende können das gleiche Programm in der Reihe der moderierten „Jungen Konzerte“ des hr-Sinfonieorchesters bereits am Vortag, Donnerstag, 21. März, 19 Uhr, zu einem Ticketpreis von nur 14.50 Euro erleben.

Nach seiner beeindruckenden Schostakowitsch-Interpretation in der Saison 2010/11 kehrt Skrowaczewski zum hr-Sinfonieorchester zurück. Er ist regelmäßig in den großen Konzerthäusern in Europa, Nord- und Südamerika, Australien und Japan zu Gast. Johannes Moser, bereits zweimal mit einem „ECHO Klassik“ ausgezeichnet, gehört spätestens seit seinem fulminanten Debüt bei den Berliner Philharmonikern zur Weltspitze seines Fachs.

Für das instrumentale Vorspiel seiner einzigen Oper „Fidelio“ fand Ludwig van Beethoven lange Zeit keine Lösung und komponierte daher gleich vier verschiedene Ouvertüren. Für die Uraufführung in Wien 1805 schrieb Beethoven die zweite Ouvertüre, die die Handlung der Oper in packenden musikalischen Bildern vorwegnimmt. Noch länger gearbeitet hat Johannes Brahms an seiner 1. Sinfonie, was zum einen seinem Perfektionismus, zum anderen der intensiven Auseinandersetzung mit dem Werk Beethovens geschuldet ist. Komponiert in der Mitte des 20. Jahrhunderts, ist Schostakowitschs 1. Cellokonzert ein Werk voller Masken, Fassaden, Doppelbödigkeiten, hinter denen sich das bedrückende Bekenntnis eines politisch Verfolgten verbirgt.

Tickets für das Junge Konzert sind beim Jugend- und Sozialamt Frankfurt, Tel. 069/212-38517 und an der Abendkasse erhältlich. Karten für das hr-Sinfoniekonzert gibt es zwischen 17 und 52 Euro (halber Preis für Schüler, Studenten und Azubis), unter anderem beim hr-Ticketcenter, Tel. 069/155-2000, unter www.hr-ticketcenter.de oder – soweit vorhanden – an der Abendkasse.

brigitte.schulz@remove-this.hr.de