17.03.2013 08:31 Höhepunkt ist die „Internationale Jazznacht“

Die Hildener Jazztage 2013 eröffnen am 28. Mai mit internationalen Jazzgrößen wie Caroline Henderson

Die Hildener Jazztage 2013 eröffnen am 28. Mai mit internationalen Jazzgrößen wie  Caroline Henderson

Caroline Henderson, Quelle/PR

Chester Thompson, Schlagzeug-Gigant, Quelle/PR

Von: Jörg Schwarz

Die 18. Hildener Jazztage finden von Dienstag, dem 28. Mai, bis Sonntag, dem 02. Juni 2013, statt. Das renommierte Jazzfestival ist eine wichtige Säule im Jazzgeschehen in NRW.

Die erfolgreiche Private Public Partnership der Stadt Hilden mit der Firma Sensitive Colours hat sich mehr als bewährt: Die zahlreichen Sponsorpartner, das Stadtmarketing und die Stiftung Sport und Kultur Hilden verstehen sich als Jazzfamily: In 18 Jahren ist in Hilden eine hochwertige Kulturveranstaltung entstanden.

Stand in den letzten Jahren immer ein Motto im Vordergrund, ist es in diesem Jahr die Vielzahl der verschiedenen Stilistiken und Klangfarben. Unter dem Titel „ Lust auf Jazz“ kann sich der jazzbegeisterte Zuhörer auf eine genussvolle Jazzreise mit karibischen Klängen, klassischem Big Band Sound oder auch experimentierfreudigen Darbietungen begeben.

Eröffnet wird das Festival traditionell im Kunstraum Gewerbepark-Süd an der Hofstraße 64. Am Dienstag, dem 28.Mai, präsentieren die dänische Bassistin und Vokalistin Kristin Korb ab 20.00 Uhr Titel aus ihrer neuen CD Produktion „ What‘s your story?“. Stilistisch steht Kristin Korb für swingenden, groovenden Jazz. Begleitet wird Korb von dem bekannten Pianistin Martin Sasse und dem Leiter des Festivals, dem Drummer Peter Baumgärtner, der in diesem Jahr erstmalig das Festival als Musiker miteröffnet.

 „Cape Impressions“, ist der Titel des neuen Programms des Pianisten und Professors der Folkwang Hochschule Thomas Hufschmidt. Am Mittwoch, dem 29.Mai präsentiert er es um 20.00 Uhr im Area 51 an der Furtwängler Straße mit den Musikern Ingo Senst am Kontrabass und Thomas Alkier (u.a. Vienna Art Orchestra, Rolf Kühn Quartett, Gitte Haenning) am Schlagzeug. Das Programm besticht durch melodienreichen modernen Akustikjazz mit Eigenkompositionen und Bearbeitungen.

Der zweite Act des Abends heißt: „Networx“! Dahinter verbirgt sich ein deutsch-polnische Projekt mit der Ausnahmemusikerin Susan Weinert, dem Bassisten Martin Weinert sowie den polnischen Musiker Andrzej Olejniczak und Cezary Konrad. Ein Quartett der Extraklasse, das durch seine gemeinsame, musikalische Sprache überzeugt. Beide Konzerte werden von dem WDR 3 Hörfunk aufgezeichnet. 

 

Das Duo Magnolia des Gitarristen Philipp van Endert und der Sängerin Anne Hartkamp spielt am Donnerstag, dem 30. Mai ab 15.00 Uhr, im Haus Horst (Horster Allee 12 – 22) unter dem bewährten Titel „ Jazz im Park“. Ihre Musik bezieht ihren Zauber aus der Interaktion, der intimen Duo-Atmosphäre und der mitreißenden Spielfreude. Virtuos und verspielt, leidenschaftlich und poetisch verweben die beiden Musiker Komposition und Improvisation. Mal solistisch, mal in Begleitfunktion fordern sie kess die Hörerwartungen an „Gesang plus Gitarre“ heraus.

Es folgt die WDR Big Band unter ihrem Leiter Michael Abene mit dem Programm „WDR Big Band plays Horace Silver“. Gewidmet ist es dem legendären Jazz-Pianisten und Komponisten Horace Silver, der in diesem Jahr seinen 85. Geburtstag feiert. Stücke wie “Sister Sadie” oder “Cookin' At the Continental” machten ihn zu einer Jazzgröße. Seine Musik gilt als Meilenstein in der Geschichte des Hardbops. Der amerikanische Trompeter, Flügelhornist und Hardbop-Enthusiast Jeremy Pelt lässt gemeinsam mit der WDR Big Band die Kompositionen der Jazzlegende neu aufleben. Die Arrangements verfasst WDR Big Band Chefdirigent Michael Abene selbst.

 

Um 19.00 Uhr heißt es im Silo/Gottschalksmühle, Mühle 64, „In the backyards of our souls“. Das Duo Frank Wingold/ Martina Gassmann eröffnet eine neue Dimension im Zusammenspiel zwischen Stimme und Gitarre. Die Musik atmet die Freiheit des Jazz, transparent, dicht, verschlungen und mit immensem Ausdruck. „Das ist Modern Jazz erster Güte!“ urteilen Journalisten.

Das J.A.S.Trio ist eine 2011 gegründete Formation mit den belgischen Musikern Bert Joris (Trompete/Flügelhorn) und Philippe Aerts (Bass) sowie dem deutschen Gitarristen Joachim Schoenecker. Alle drei gehören zur Crème der europäischen Jazzszene und sind wegen ihrer Projekte und instrumentalen Meisterschaft vielfach ausgezeichnet worden. Die Freude an musikalischer Kommunikation und Interaktion, ein feines Gespür für Harmonik und Melodik sowie ein starker rhythmischer Drive machen ihre Konzert zu einem Erlebnis. Am Freitag, dem 31.Mai präsentieren die drei ihr Programm ab 19.00 Uhr bei „QQ Tec „ an der Forststraße 73 in Hilden.

Daran anschließend trumpft das Klaus Heidenreich Quartet auf. Die vier Musiker haben in den letzten Jahren republikweit für Aufsehen gesorgt: Sie räumten zahlreiche Preise (WDR-Jazzpreis, Jazz-Echo u.a.) ab und wirken, trotz ihrer Jugend, bereits als Dozenten oder Professoren an den Musikhochschulen in Köln, Essen, Mainz und Hannover; Heidenreich ist zudem seit 2008 Posaunist der NDR Big Band.

Ab 22.30 Uhr präsentiert Axel Fischbacher mit seinem neuen Quintett im Hotel am Stadtpark die CD “Homesick and Sandwich”. In seiner Band stecken die Erfahrungen aus sieben Jahren „Blue Monday“-Sessions. Im Verlauf dieser mehr als 150 Konzerte, in denen Fischbacher mit jedem der vier Musiker zunächst in unterschiedlichen und dann mehr und mehr in gemeinsamen Konstellationen auftrat, ereigneten sich die musikalischen Begegnungen, die letztlich dieses aktuelle Quintett entstehen ließ. Axel Fischbacher – Gitarre, Denis Gäbel – Saxophon Matthias Bergmann - Trompete /Flügelhorn, André Nendza – Bass, Kurt Billker – Drums.

 

Am Samstag, dem 1. Juni wird es auf dem Warrington Platz, wie schon im letzten Jahr, eine Open-Air-Bühne geben. Ab 13.30 Uhr heißt es dort: 60 Jahre „Woodhouse“. Das Kennzeichen dieser Band ist ihr Stilpluralismus. Denn wer rastet, der rostet – auch im Jazz. Entsprechend umfangreich und flexibel ist das Repertoire: Swing, Blues, Samba, Bossa‐Nova, Pop/Jazzrock, ..... Die aktuelle Besetzung lautet: Hinderik Leeuwe, tp/flh ,Waldemar Kowalski, cl/sax., Horst Janßen, tb ,Georg „Schröder“ Derks, p Andreas Scheel, b Rolf Drese, dr/arr. plus Gastsängerin

Ab 15.30 Uhr übernimmt der Caribbean Kitchen Club die musikalische Leitung der Open-Air-Bühne. Sechs Musiker zaubern mit Steeldrums, Percussion und Gesang ein musikalisches Live Menü auf den Platz! Der Club groovt karibisch, spielt Latin Soca Sound, soult jazzige Improvisationen und Sängerin Sonnika Yeppes besingt wunderschön die Mojito Bay.

 

Ein weiterer Höhepunkt der Jazztage ist die „Internationale Jazznacht“ am Samstagabend in der Stadthalle am Fritz-Gressard-Platz 1 ab 19.30 Uhr.

 

Six, Alps & Jazz heißt das Projekt des jungen, deutschen Ausnahmetrompeters Matthias Schriefl.

Holz- und Blechblasinstrumente aus den Alpen treffen auf Rhythmen aus dem Himalaya, der

Türkei und Afrika. Wäre man gezwungen, dieses musikalische Spektakel der 7-köpfigen Jazzformation auf einen Begriff zu bringen, so wäre das: "Sinfonisches Alphornglühen": Nicht nur wird

einfachen Volksweisen aus dem Alpenland mit modernen Harmonien und groovigen Rhythmen

ein neues Leben eingehaucht, die Musiker instrumentieren auf über 30

verschiedenen Holz- und Blechblasinstrumenten sowie einem Kontrabass auch

Eigenkompositionen im alpinen Stil. Vereinzelt werden sogar türkische Volkslieder

dargeboten. Diese Formation beweist spielerisch, dass Volksmusik auch Jazz und Jazz auch

Volksmusik ist.

Matthias Schriefl: Trompete, Flügelhorn, Bassflügelhorn, Euphonium, Helikon, Alphorn, Gesang

N.N.: Horn, Perkussion, Alphorn, Gesang Alex Morsey: Kontrabass, Tuba, Sousaphon, Euphonium, Gesang. Florian Trübsbach: Oboe, Klarinette, Pikkolo Flöte, Schwegeln, Altsax, Gesang

Gregor Bürger: Fagott, Bariton Sax, Tenor Sax, Klarinette, Bass‐Klarinette, Gesang

Peter Heidl: Flöten, Schwegeln, Tenor Sax, Klarinette, Gesang

Bodek Janke: Schlagzeug, Perkussion, Gesang

 

Um 21.00 Uhr präsentiert die Jazz Big Band Graz ihr aktuelles Projekt „Urban Folktales“. Mit "... one of the most forward-thinking enterprise in recent jazz" beschreibt das online Magazin „All About Jazz“ den neuen Sound der JBBG: Der bekannte britische Komponist und Musiker Colin Towns schreibt treffend "…music for the heart and for the feet". Ihre Musik vereint die Unmittelbarkeit jazzmusikalischen Musizierens mit der Fülle von Elementen und Einflüssen klassischer, afrikanischer-, elektronischer- sowie der der Rock- und Popmusik. Ihr aktuelles Album 'Urban Folktales' (ACT 9528-2) ist die logische Weiterentwicklung dieser Soundästhetik. Mit großformatigem Sound und viel Elektronik besinnt sich die JBBG einerseits ihrer kulturellen Wurzeln und wird anderseits durch ausgewählte Gäste zu einem globalen Projekt. Mit österreichischen Folk-Instrumenten wie Zither und Drehleier und Heimatdichtung von Peter Rosegger begibt sich die JBBG in die Welt hinaus und macht am Ende auch vor dem Weltraum nicht halt. Wer weiß schon, wo die Reise hingeht? The Orchestra: Saxophones / Woodwinds: Heinrich von Kalnein, Christoph Pepe Auer, Johannes Enders, Martin Harms Trumpets: Bernhard Nolf, Axel Mayer, Horst-Michael Schaffer (vocals), David Jarh Trombones: Reinhard Summerer, Robert Bachner, Hannes Oppel Rhythm: Uli Rennert (keyboards), Henning Sieverts (bass / cello), Gregor Hilbe (drums & electronics) Matthias Loibner (Drehleier) Visuals: OchoReSotto Technical Crew: Roland Rath (Sound), Conrado Molina (Stagehand / Merchandising), Sabine Wiesenbauer (Lights).

 

 

Erstmalig wird in diesem Jahr der dritte Act der Jazznacht ab 22.30 Uhr im Foyer der Stadthalle stattfinden. SIMPLY SOLEIL heißt die groovige Formation der amerikanischen Vokalistin Soleil Niklasson, die die große Gabe besitzt , ihre Stimme perfekt einzusetzen. Ob Latin, Soul, Blues oder jazzige Hooks: Die Musiker bilden mit ihren mal sanften, mal zupackenden Klängen stets den passenden Rahmen für die hinreißend modulationsfähige Soul-Stimme von Soleil Niklasson. Soleil Niklasson – Vocals, Gert Kapo – Keyboards, Vincent 'Themba' Goritzki – Gitarre, Juan Camilo Villa Robles – Bass, Florian Esch – Trompete, Andreas Griefingholt –drums.



Am Sonntag, dem 2. Juni, konzertieren im schönen Park der Capio Klinik an der Hagelkreuzstraße 37, 3 Bands: Den Auftakt macht ab 14.00 Uhr das Soulfood Organ Quartett. Die vier Musiker Raoul Vychodil (Tenorsax), Kai Weiner (Hammond Orgel, Fender Rhodes, Mini Moog), Fritz Dinter (Gitarre) und Niklas Walter, allesamt Studenten der Folkwang UdK Essen, präsentieren ihre eigenwillige Interpretation eines Orgel-Quartetts. Die Tradition im Hinterkopf, den Blick nach vorne gerichtet wechseln sich rockige Grooves mit kraftvollen Themen und lyrische Passagen mit fragiler Melodik ab. Im Oktober 2011 wurde das Quartett für ein Radiokonzert der „WDR 3 Campus Jazz“ – Reihe für herausragende Nachwuchsensembles aus NRW ausgewählt.

 

Ab 15.30 Uhr gibt es in Hilden eine musikalische Premiere: Erstmalig spielt der amerikanische Superdrummer Chester Thompson, Tourneeschlagzeuger u.a. bei Genesis und Phil Collins, mit seinem Jazztrio in Deutschland. Stationen seiner Karriere sind Frank Zappa und The Mothers of Invention, Weather Report, Eric Clapton, Donna Summer, the Bee Gees, Neil Diamond u.a. Die Arrangements beinhalten viele musikalische Meilensteine seiner über 50jährigen Musikerlaufbahn. Man darf gespannt sein auf: Chester Thompson – Schlagzeug , Joe Davidian – Keyboards, Michael Rinne – Bass.

 

Ab 17.00 Uhr verbinden die dänische Sängerin Caroline Henderson und ihr Quartett Pop und Jazz und zwar mit großer Leichtigkeit. Scheinbar spielend gelingt Caroline Henderson der Spagat über die Genregrenzen hinweg, die sie mit ihrer reifen und eindringlichen Stimme überaus harmonisch miteinander verbindet. Caroline Henderson ist die perfekte Verkörperung von zeitgemäßem Vocal-Jazz mit anspruchsvollem Pop-Appeal. Caroline Henderson (voc) Nicolaj Hess (p) Jacob Hoeyer (dr) Daniel Franck (b)

 

Das Hildener Urgestein Rolf „Locke“ Koenzen würzt ab 17 Uhr in seiner Galerie an der Benrather Straße 42a Mainstreamjazz mit einem Schuss Latin und Blues. Das Ergebnis ist ein akustischer Leckerbissen aus der regionalen Jazzküche.

Um 18.30 Uhr trifft im Wilhelm Fabry Museum an der Benrather Straße 32 der kraftvolle Saxophonsound Stephan Mattners auf das fesselnde Pianospiel von Lai Genc. Es entstehen Berührungspunkte, die über eine Verflechtung der Stimmen im klassischen Sinne hinausgehen. Die kreative Erweiterung ihrer Instrumente, die sowohl konventionelle als auch verfremdete Spielweisen aufnehmen, sind genauso charakteristisch für die beiden Musiker wie die flexiblen Phrasierungen, die zwischen dynamischer Expression und subtilem Laidback-Spiel changieren.

www.hildener-jazztage.de

 

 

Tickets:

 

Button: 15 Euro nicht im Vorverkauf erhältlich

 

Jazznacht: 28 Euro plus VVKG

 

Festivalpass: 35 Euro plus VVKG

 

Infos:

 

www.hildener-jazztage.de

 

 

 

Kontakte: Sensitive Colours Peter Baumgärtner p.baumgaertner@remove-this.sensitive-colours.de

 

Jörg Schwarz Journalismus, PR & Lyrik Erftstraße 20 40219 Düsseldorf Schwarz20@aol.com