06.07.2012 07:50 Ein Fest schöner Stimmen

Die Baden-Baden-Gala 2012 mit Mozarts konzertantem „Così fan tutte“ wird ein Fest für alle Freunde schöner Stimmen.

Mit Mojca Erdmann als Despina ©Foto Felix Broede

und Angela Brower als Dorabella

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Die Baden-Baden-Gala 2012 mit Mozarts konzertantem „Così fan tutte“ wird ein Fest für alle Freunde schöner Stimmen. Rolando Villazón, Mojca Erdmann, Miah Persson, Angela Brower, Adam Plachetka und Alessandro Corbelli zeigen, was für Aufschwünge der Mozartgesang genommen hat.

Miah Persson als Fiordiligi

Fiordiligi ist die zweite Opernpartie, in der Miah Persson in dieser Saison im Festspielhaus Baden-Baden zu erleben ist: bei den Pfingstfestspielen wurde sie als Adina an der Seite Rolando Villazón in dessen „Liebestrank“-Inszenierung bejubelt. Die Karriere der schwedischen Sopranistin begann am Königlichen Opernhaus in Stockholm.

Im Jahr 2000 gab sie ihr Debüt an der Staatsoper Unter den Linden Berlin. 2003 war sie zum ersten Mal Gast der Salzburger Festspiele, im Konzert mit den Wiener Philharmonikern dirigiert von Pierre Boulez. Im Jahr darauf kehrte sie nach Salzburg zurück, diesmal auf der Opernbühne als Sophie im „Rosenkavalier“. 2009 hatte sie als Sophie im „Rosenkavalier“ ihr erstes Engagement an der Metropolitan Opera in New York.

In der laufenden Spielzeit ist sie in drei Rollen an der Wiener Staatsoper zu erleben: als Sophie, als Fiordiligi und als Susanna. Weitere Gastspiele führen sie an die Bayerische Staatsoper in München und nach Tokio. Sie trat bei den BBC Proms auf, sang in der Carnegie Hall, im Concertgebouw und in der Wigmore Hall. Im Festspielhaus Baden-Baden war sie 2008 als Solistin in Mahlers vierter Sinfonie zum ersten Mal zu Gast. 2011 ernannte der schwedische König Carl XVI. Gustaf Miah Persson zur Hofsängerin.

Angela Brower als Dorabella

Die Mezzosopranistin Angela Brower zählt zu den neu aufgegangenen Sternen am Opernhimmel. An der Bayerischen Staatsoper in München, wo sie Mitglied des Ensembles ist, wird sie als Nicklausse/Muse in Richard Jones’ Neuinszenierung von Jacques Offenbachs „Les contes dHoffmann“ bejubelt, neben Rolando Villazón in der Titelpartie und Diana Damrau.


Ebenfalls in München hat sie mit großem Erfolg bei Publikum und Kritik die Mozartpartien Cherubino und Dorabella gesungen, die sich schnell zu Paraderollen für sie entwickelt haben. Angela Brower wuchs im US-Bundesstaat Arizona auf und studierte an der Arizona State University und an der Indiana University.

Nach mehreren Wettbewerbserfolgen wurde sie im „Young American Artists Program“ der Glimmerglass Opera gefördert, eines renommierten Opernfestspiels in Cooperstown im US-Bundesstaat New York. Mit der Dorabella in „Così fan tutte“ bei der Baden-Baden-Gala 2012 gibt sie ihren Einstand im Festspielhaus Baden-Baden.

Rolando Villazón als Ferrando

Nur sechs Wochen nach der mit stehenden Ovationen gefeierten Premiere seines Baden-Badener „Der Liebestrank“, in dem er Regie führte und den Nemorino sang, kehrt Rolando Villazón mit seinem Rollendebüt als Ferrando ins Festspielhaus Baden-Baden zurück. Schon im vergangenen Jahr hatte er sein Debüt in einer Mozart-Partie dem Baden-Badener Publikum gewidmet: in konzertanten Aufführungen sang er Don Ottavio in "Don Giovanni" bei der Baden-Baden-Gala 2011.

Rolando Villazóns Karriere begann mit dem Erfolg bei Plácido Domingos „Operalia“-Wettbewerb im Jahr 1999. Von da an hat er sich rasch zu einem der angesehensten und beliebtesten Tenöre entwickelt. Geboren in Mexico City, studierte er am Nationalen Konservatorium seines Heimatlandesund wurde später Mitglied der Opernstudios in Pittsburgh und San Francisco. 2005 gab er als Alfredo seinen Einstand bei den Salzburger Festspielen an der Seite von Anna Netrebko und Thomas Hampson.

Seine Open Air Konzerte mit Plácido Domingo und Anna Netrebko in der Berliner Waldbühne am Vorabend des Fußball-WM Finales 2006 sowie in Schloss Schönbrunn in Wien vor dem Finale der Fußball-EM 2008 wurden live im Fernsehen übertragen und von Millionen Zuschauern weltweit gesehen. 2008 war Rolando Villazón in einer Kino-Verfilmung von Puccinis „La bohème“ mit Anna Netrebko in der Regie von Robert Dornhelm zu sehen.

Der „Don Giovanni“ aus dem Festspielhaus Baden-Baden iwird in diesen Tagen als CD erschienen. Auch „Così“ wird als CD, der Baden-Badener „Liebestrank“ als DVD veröffentlicht werden. Rolando Villazón lebt in Frankreich, wo er mit dem Titel eines Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres geehrt wurde.

Adam Plachetka als Guglielmo

Der in Prag geborene Bassbariton Adam Plachetka erhielt seine Ausbildung am Konservatorium seiner Heimatstadt. Noch in seiner Zeit als Student gewann er in Tschechien mehrere nationale Wettbewerbe sowie den Internationalen Antonín-Dvořák- Gesangswettbewerb in Karlsbad. Neben seinen Engagements am Prager Nationaltheater und der Prager Staatsoper gastiert er regelmäßig bei den Salzburger Festspielen.


Mit Beginn der Saison 2010/11 wurde Adam Plachetka Mitglied des Ensembles der Wiener Staatsoper. Im Herbst 2011 sang er er dort die Titelpartie des „Don Giovanni“. Wichtige Engagements in der näheren Zukunft sind das Debüt in Covent Garden als Masetto, die Titelrolle in der „Hochzeit des Figaro“ in Glyndebourne, in Salzburg, an der Lyric Opera of Chicago und an der Houston Opera, Graf Almaviva im „Figaro“ in Montpellier, Don Giovanni an der Deutschen Oper Berlin sowie das Debüt an der Metropolitan Opera New York. Im Februar 2009 bedachte ihn die Zeitschrift „Musical America“ mit der prestigeträchtigen Auszeichnung „Künstler des Monats“. Die Baden-Baden-Gala 2012 ist Adam Plachetkas Debüt im Festspielhaus Baden-Baden.

Mojca Erdmann als Despina

Die in Hamburg geborene Sopranistin Mojca Erdmann studierte Violine und Gesang an der Kölner Musikhochschule. 2002 gewann sie beim Bundeswettbewerb Gesang den ersten Preis und den Sonderpreis für zeitgenössische Musik. Noch als Studentin wurde Mojca Erdmann Ensemblemitglied der Komischen Oper Berlin.

Zur selben Zeit gastierte sie an Opernhäusern wie der Deutschen Oper Berlin, dem Theater Basel und dem Nationaltheater Mannheim. Im Sommer 2010 sang sie bei den Salzburger Festspielen in der Uraufführung von Wolfgang Rihms „Dionysos“. Sir Simon Rattle lud sie 2008 für Wagners „Siegfried“ als Waldvogel nach Aix ein, im Jahr darauf begleitete sie ihn zu den Osterfestspielen in Salzburg.

Im Festspielhaus Baden-Baden begeisterte sie bei den Winterfestspielen 2011 als Despina in Philipp Himmelmanns „Così“-Inszenierung und sang in der Baden-Baden-Gala 2011 die Zerlina in einem konzertanten „Don Giovanni“. In derselben Rolle gab sie im Oktober ihr Debüt an der Met. An der Berliner Staatsoper Unter den Linden gab sie ihr Rollendebüt als Lulu in der Oper Alban Bergs, dirigiert von Daniel Barenboim.

2009 war sie als Proserpina einzige Solistin in der für sie geschriebenen Oper gleichen Namens von Wolfgang Rihm. Im Festspielhaus Baden- Baden war sie im Dezember mit ihrem Programm „Mozart’s Garden“ zu Gast, das sie auch auf CD eingesungen hat.

Allesandro Corbelli als Don Alfonso

Der in Turin geborene Bariton Alessandro Corbelli zählt seit vielen Jahren zu den führenden Mozart und Rossini-Sängern. An der Mailänder Scala, der Wiener Staatsoper, der Pariser Staatsoper und in Covent Garden sang er neben Mozart- und Rossinirollen Partien in Opern wie „Don Pasquale“ von Donizetti, „I Puritani“ von Bellini sowie „Gianni Schicchi“ von Puccini. An der Metropolitan Opera in New York, wo er 1997 sein Debüt gab, gastierte er in „La Cenerentola“ und „L’italiana in Algeri“ von Rossini, in „L’elisir d’amore“ von Donizetti und in „Gianni Schicchi“ von Puccini.

Gastspiele führten ihn an die Bayerische Staatsoper in München, die Opernhäuser in Genf, Kopenhagen, Madrid, Barcelona, Toulouse, Rom, Neapel, Florenz und Turin sowie zu den Festspielen in Salzburg und Edinburgh und zum Rossinifestival in Pesaro.

In der vergangenen Saison gastierte er als Dulcamara in München, sang Don Alfonso in „Così fan tutte“ an der Wiener Staatsoper. Zu seinen Engagements der aktuellen Saison zählen „L’elisir d’amore“ an der Met, „La Cenerentola“ in München, „Don Pasquale“ in Santiago de Chile und am Théâtre des Champs-Élysées sowie „Falstaff“ in Toulouse. Kommende Saison wird er unter anderem an die Pariser und an die Wiener Staatsoper zurückkehren.

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