02.09.2015 07:51 mit magischem ton

Der Young German Jazz wird erwachsen. Julian & Roman Wasserfuhr Quartett

Julian und Roman Wasserfuhr Quartett

Nach drei erfolgreichen Alben zählen sie heute mit zu den renommiertesten Jazz-Musikern in Deutschland. (c) Jörg Steinmetz

Von: GFDK - Dr. Friederike Zimmermann

Der Young German Jazz wird erwachsen. Julian und Roman Wasserfuhr stehen dafür par excellence, denen das „growing up in public“ – so ein berühmter Albumtitel von Lou Reed – zur zweiten Natur geworden ist. Ihr Album-Debüt „Remember Chet“ (2006) haben die Brüder bereits mit 17 bzw. 20 Jahren eingespielt – eine Huldigung an Julians frühes Vorbild, den Trompeter Chet Baker – und waren damit auf begeisterte Resonanz gestoßen.

Die Zeit fand die Musik der Brüder „verblüffend ungewöhnlich“, die Süddeutsche Zeitung bescheinigte Julian Wasserfuhr einen „magischen Ton“, vor allem aber schloss das breite Publikum das Brüderpaar aus dem verträumten Örtchen Hückeswagen in seine Arme.

Konzert Jazz in Freiburg

Nach drei erfolgreichen Alben zählen sie heute mit zu den renommiertesten Jazz-Musikern in Deutschland. Mit ihrem vierten Album „Running“, das im August 2013 veröffentlicht wurde, stellen sich die Brüder Wasserfuhr nun endgültig auf eigene Füße. Es ist ihr persönlichstes Album geworden. Ein Großteil der Kompositionen, Aufnahme und Produktion lagen in den Händen von Julian und Roman Wasserfuhr. Dass sie dieses Wagnis auf sich genommen haben, zeugt von einer erstaunlichen Reife, die die beiden Musiker in ihren immer noch jungen Jahren mittlerweile gewonnen haben. Überzeugung, Entschlossenheit, Vertrauen und Leidenschaft – das braucht man dazu und das hört man in jedem Ton. Das verbindende Element heißt „Reichtum durch Reduktion“. Wie ein roter Faden durchziehen schlichte Melodien ihre Musik und entfalten dabei überwältigende Wirkungen.

Ausgezeichnet mit dem German Jazz Award

2013 wurden Julian und Roman Wasserfuhr mit dem German Jazz Award in Gold vom Bundesverband der Musikindustrie ausgezeichnet. Erstmals produzierten sie ihr eigenes Album „Running“ auf dem ACT-Label, das sie nun im FORUM Merzhausen vorstellen werden.

 

Julian Wasserfuhr | trumpet

Roman Wasserfuhr | piano, keyboard

Benjamin Garcia Alonso | bass

Oliver Rehmann | drums & percussion

Pressestimmen:

„[...] all die Lobeshymnen, die dem Brüderpaar an Klavier und Trompete vorausgeeilt sind, wurden bestätigt. Die beiden [...] haben einen lyrischen Jazz-Stil entwickelt, ... und können damit auf eine erfolgreiche Karriere in einer Jazzszene hoffen, die sich wieder sehr stark historisch orientiert, weniger von revolutionären Pionierleistungen lebt.“

(Wolfgang Sandner, Frankfurter Allgemeine Zeitung (DE), 09. November 2011)


„[…] ist mit Julian Wasserfuhr ein herausragender Trompeter am Start, der sich mit betörender Musikalität und Eleganz in die Brönner-Klasse bläst. […]“

(Ralf Dombrowski, Jazzthing (DE), 29. August 2013)


„Ihr viertes Album „Running“ - wiederum beim renommierten deutschen ACT Label produziert - ist gleichzeitig ihr bislang stimmigstes, weil es von enormer musikalischer Reife zeugt. […] Sie konzentrieren sich stets auf das perfekte Gesamtklangbild – auch bei ihren gefühlvollen Soli und präsentieren ein Klangabenteuer, in das sich der Hörer hingebungsvoll fallen lassen kann. Phänomenal!“
(Prisma (DE), 05. September 2013)


„Einen eigenen Stil zu finden und ihn auch adäquat umzusetzen, das ist das Höchste im Jazz. Julian und Roman Wasserfuhr haben es gemeinsam mit ihren kongenialen Begleitern Benjamin Garcia und Oliver Rehmann erreicht. Das Ensemble gehört mittlerweile zur Crème de la Crème nicht nur des deutschen Jazz.“

(Martin Borck, Westfälische Nachrichten (DE), 02. Dezember 2013)


„[...] die Brüder Wasserfuhr sind zwei Riesentalente, und dass sie ansprechende Kompositionen im Stil des Modern Mainstream schreiben können beweisen sie hier mehrmals.“

(Martin Schuster, Concerto (AT), August 2009)

Zum Kulturverein artisse:

Reichlich Freiheiten – der 2009 gegründete Kulturverein artisse möchte zu einer so facettenreichen wie qualitätsvollen Bespielung des neuen FORUM Merzhausen beitragen. Diesen Beitrag programmatisch auszugestalten ist nach wie vor eine unserer spannendsten Aufgaben. Aus heutiger Sicht planen wir etwa sechs bis zehn Veranstaltungen pro Jahr.

Der Kulturverein artisse e.V. arbeitet ehrenamtlich und ist somit ein Non-Profit-Unternehmen. Inwieweit sich ein ambitioniertes Programm auf Dauer realisieren bzw. finanzieren lässt, wird letztlich davon abhängen, inwieweit es gelingt, Mitglieder und auch Sponsoren dauerhaft zu gewinnen. Hierfür wäre es von großer Wichtigkeit, dass wir in der Presse als Veranstalter auch genannt werden.

Gleichwohl muss Erstklassigkeit nicht immer teuer oder gar unerschwinglich sein. Insofern werden wir als Programm-Macher versuchen, auch manche noch unentdeckte Perle auf die Merzhauser Bühne zu bringen. Insgesamt bemühen wir uns um ein vielfältiges Programm ohne Berührungsängste zwischen den Genres. Dabei wird sicherlich auch weiterhin dem Jazz mit seinen vielfältigen „Darbietungsformen“ eine besondere Rolle zukommen.

Bisherige Gäste bei artisse e.V.:

Prof. Götz W. Werner (Talk M) | Elza Kolodin | Oregon | Freiburger Barockorchester | Dieter Ilg | Balthasar Neumann Chor | Äl Jawala | Papaul | Pari San | Duo Gazzana | Alex Jacobowitz | Armin Müller-Stahl (Ausstellung) | Valery Oistrach und Freunde | Norma Winstone | Johannes Mössinger und Jochen Schorer | Iiro Rantala | The Brothers und Oli Meier | Olga Scheps | Colin Vallon Trio | Madruga Flamenca | Jonathan Plowright | Brothers of Santa Claus | Igor Kamenz…

artisse e.V.

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