13.02.2014 08:20 Yoel Gamzou ist Dirigent des Abends

4. Sinfoniekonzert am 17.2. im Staatstheater Kassel - Guy Braunstein ist Solist in Saint-Saëns’ Violinkonzert

Guy Braunstein ist Violinist und gibt Konzert in Kassel

Guy Braunstein spielt auf einer seltenen Geige, die 1679 von Francesco Ruggieri gebaut worden ist. © Ofer Plesse

Von: GFDK - Juliane Clobes

Leoš Janáčeks Sinfonietta, Camille Saint-Saëns 3. Violinkonzert und Franz Schuberts „große“ C-Dur-Sinfonie, stehen auf dem Programm beim 4. Sinfoniekonzert des Staatsorchesters Kassel am Montag, 17. Februar. Dirigent ist Yoel Gamzou, Solist in Saint-Saëns’ Violinkonzert ist Guy Braunstein.

Das Platzkonzert einer Militärkapelle 1925 in einem idyllischen Park brachte Leoš Janáček 1925 auf die Idee, selbst einige Fanfaren zu komponieren. Als die Organisatoren eines großen nationalen Turnfests in Prag ihn um „etwas Musik“ zur Eröffnung baten, ergriff Janáček die Gelegenheit und komponierte eine „Militär-Sinfonietta“.

Konzert in Deutschland

Es wurde eines seiner bei aller Kürze großartigsten Orchesterwerke und eines der lebensbejahendsten obendrein. Den Zusatz „Militär“ ließ der Komponist später wegfallen, und mit noch etwas mehr zeitlichem Abstand widmete Janáček schließlich die Sinfonietta den „freien tschechischen Menschen“.

Camille Saint-Saëns schrieb sein 1881 uraufgeführtes h-Moll-Violinkonzert für den legendären Geiger Pablo de Sarasate. Es ist ein Werk voller mitreißender Melodien und delikater Harmonien und erinnert besonders im zweiten Satz an die Klangwelt der Oper „Samson et Dalila". Geradezu genial hat Saint-Saëns den Klang der Solo-Violine mit den Orchesterfarben gemischt.

Konzert in Kassel

Franz Schuberts Sinfonie D 944, die „Große“ C-Dur-Sinfonie, stößt schließlich das Tor zur Romantik weit auf. Ein steter rhythmischer Impuls durchzieht das Werk, das in seinem Nebeneinander von Optimismus, Melancholie und abgründiger Trauer einzigartig ist.

Guy Braunstein, 1971 in Tel Aviv geboren, wurde 2000 als jüngster Geiger aller Zeiten zum 1. Konzertmeister der Berliner Philharmoniker ernannt, eine Position, von der er sich erst vor wenigen Monaten verabschiedet hat, um sich voll und ganz seiner internationalen Solokarriere, den Engagements als Dirigent und seinen kammermusikalischen Aktivitäten widmen zu können. Guy Braunstein hat mit Musikern wie Issac Stern, András Schiff, Zubin Mehta, Maurizio Pollini, Vladimir Fedosejew, Yefim Bronfman, Daniel Barenboim, Lioba Braun, Sir Simon Rattle, Mitsuko Uchida, Andrey Boreyko, Lang Lang, Jonathan Nott, Emmanuel Ax, Gary Bertini, Pierre Laurent Aimard, Semyon Bychkov und Angelika Kirchschlager zusammengearbeitet. Er spielt auf einer seltenen Geige, die 1679 von Francesco Ruggieri gebaut worden ist.

 

Montag, 17. Februar, 20 Uhr, Stadthalle Kassel (19.15 Uhr Einführung)

4. SINFONIEKONZERT

Leoš Janáček: Sinfonietta JW 6/18; Camille Saint-Saëns: Konzert für Violine und Orchester Nr. 3 op. 61; Franz Schubert: Sinfonie Nr. 9 C-Dur D 944 Die Große

Solist: Guy Braunstein, Violine; Dirigent: Yoel Gamzou

 

Konzertbeginn ist um 20 Uhr, um 19.15 Uhr gibt es eine Einführung. Karten sind erhältlich an der Theaterkasse, Tel. (0561) 1094-222, und online unter www.staatstheater-kassel.de

 

Die Fördergesellschaft Staatstheater Kassel e. V. bietet am Konzertabend an ihrem Stand vergünstigte Jugendkarten für 3 Euro an.

 

 

Juliane Clobes 

Pressereferentin 

Weiterführende Links:
www.staatstheater-kassel.de