30.05.2013 08:30 Sendtermin: Freitag 31.5.2013, 21:30 Uhr Arte

TV-Tipp: "Zu zweit ist es leichter" - Französische Komödie mit leisem Witz

Zu zweit ist es leichter - Franz. Spielfilm mit leisem Witz

Nach und nach akzeptieren sich die beiden Protagonisten und finden im Zusammenleben sogar den einen oder anderen Reiz. © Julien Depaix / Arte France

Von: Arte

Um von seiner Schwester nicht aus seiner großen Pariser Wohnung geschmissen zu werden, nimmt der 70-jährige eigenwillige Rentner Joseph die 20-jährige Landwirtstochter Marilyn bei sich auf. Sie will in der Hauptstadt eine Ausbildung zur Maskenbildnerin absolvieren, am liebsten für Horrorfilme. Ein ungleiches Paar, das jedoch bald neben Abstoßungs- auch Anziehungspunkte findet.

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Joseph, 70 Jahre alt, hat ein geregeltes Rentnerdasein. Als ehemaliger Schuhhändler lebt er in der Pariser Wohnung seiner Schwester, der er dank des Gesetzes von 1948 nur eine bescheidene Miete zahlt, und verbringt seine Zeit zufrieden mit seinen Freunden im Bistro. Doch Josephs Schwester hat die Nase voll von dem starrköpfigen Alten und versucht, ihn aus ihrer Wohnung zu vertreiben. Und dafür hat sie nun das geeignete Mittel gefunden: Denn wer allein eine große Wohnung bewohnt, verliert die Vorzugsrechte. Um nicht aus seiner Wohnung vertrieben zu werden, setzt Joseph sich mit einem Verein in Verbindung, der alte und junge Menschen zusammenbringt.
Gegen kostenlose Unterkunft sollen die Jungen den Alten helfen und ihnen Gesellschaft leisten. Die Lösung ist gefunden. Es bleibt allerdings ein winziges Problem: das Zusammenleben mit einer Unbekannten. Diese heißt Marilyn, ist 20 Jahre alt, Landwirtstochter aus der Provinz und zieht schon kurz darauf in Josephs Wohnung ein, um in der Hauptstadt eine Ausbildung zur Maskenbildnerin zu absolvieren.
Kein leichtes Unterfangen, denn Joseph ist Marilyns Anwesenheit im Grunde zuwider - hatte er doch eigentlich einen Jungen erwartet. Marilyn wiederum, die mit Vorliebe Masken für Horrorfilme schminkt, möchte sich von dem unwirschen alten Kauz nicht alles gefallen lassen. Doch nach und nach gewöhnen sich die Beiden aneinander und finden im Zusammenleben sogar den einen oder anderen Reiz. Alles wäre bestens, wäre da nicht Vincent, ein junger Student, der ebenfalls an Marilyn Gefallen gefunden hat und den Joseph so gar nicht cool finden will ...

Emilie Deleuze, Regisseurin und Koautorin von "Zu zweit ist es leichter", ist Tochter des berühmten französischen Philosophen Gilles Deleuze. Nach ersten Schritten als Regieassistentin führte sie von 1998 bis 1990 an der renommierten französischen Filmhochschule "Fémis" in Paris Regie und legte dort 1990 mit dem Kurzfilm "Coup de sang" ihr Diplom ab. Für ARTE France führte sie 1994 die Regie für "L'incruste" mit Claire Kaim und Benoît Magimel, eine der Folgen des Episodenfilms "Tous les garçons et les filles de leur âge". Ihr erster Langfilm, der 1999 entstandene Spielfilm "Ein neues Leben" über einen verheirateten Familienvater, der sein Leben ändern will, erhielt, neben vielen weiteren Auszeichnungen, den Preis der Filmkritik bei den internationalen Filmfestspielen von Cannes. Es folgten der Kurzfilm "Lettre à Abou", Teil des Episodenfilms gegen Rassismus "Pas d'histoires!" (2001), und der in der Schweiz realisierte Spielfilm "Mister V.", der bei den internationalen Filmfestspielen von Locarno für den Goldenen Leoparden nominiert wurde. Ihrem neuen Fernsehfilm "Tout est permis" hat sie im März 2013 in den Pyrenäen gedreht.

Sendtermin: Freitag 31.5.2013, 21:30 Uhr Arte


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