12.03.2013 08:30 Sendetermin: Mittwoch 13.3.2013, 20:15 Uhr Arte

TV-Tipp: "Wir sind alle erwachsen" - Tragikomödie über generationsübergreifendes Gefühlschaos

"Wir sind alle erwachsen" - Tragikomödie über das Gefühlschaos zweier Generationen

© Le Petit Bureau / Arte France

Von: Arte

Albert und seine 17-jährige Tochter Jeanne verbringen den Sommer auf einer kleinen, schwedischen Insel. Seine penible Urlaubsplanung wird über den Haufen geworfen, als das gebuchte Haus aufgrund eines Missverständnisses bereits von zwei Frauen belegt ist. Zwei lebenslustige Schwedinnen Anfang 40, Christine und Annika.  Und so nehmen Alberts Ferien eine ganz unerwartete Richtung - sehr zum Gefallen von Jeanne. Das unverhoffte Zusammentreffen der vier ungleichen Charaktere zwingt alle Beteiligten sich und ihre Standpunkte infrage zu stellen, Gefühle zu erforschen und sich am Ende dieses Sommers als neue Menschen wiederzufinden ...

Anne Novion hat ihr heiteres Regiedebüt in Schweden spielen lassen, wo sie mit ihrer schwedischen Mutter die Sommer ihrer Kindheit verlebte. Während einem dieser Urlaub auf einer Schäreninsel vor Göteborg waren ein Vater mit seiner Tochter eingeladen sowie eine andere Frau, die sie zur Figur der Christine inspirierte: "Wie schon in meinen Kurzfilmen, hat mich vor allem das Beziehungsgeflecht interessiert, das sich zwischen den Figuren entspinnt: die Art, wie sie sich erst beobachten und belauern, um dann nach und nach etwas von ihrem eigentlichen Wesen preiszugeben." (Quelle: Verleih) Amüsant, wie sie die Themen "Vater-Tochter-Beziehung" und "Erwachsenwerden" verknüpft: So verhält sich der Vater, der mit Metalldetektor auf die Suche nach einem Wikingerschatz geht, deutlich weniger erwachsen als seine Tochter. Er hat am Ende gelernt, dass er seinen Kontrollwahn abstellen muss, wenn er seine Tochter nicht verlieren will. Und dass sie langsam aber sicher flügge wird.
"Anna Novions Erstlingsfilm ist eine sehr verhalten angelegte Coming-of-Age-Geschichte, die ihre Geschichte mit Gespür für Zwischentöne und einer Hauptdarstellerin, die mitunter an die junge Isabelle Huppert erinnert, leise, aber nicht kleinlaut erzählt. Mit großer Gelassenheit beschreibt der Film, in dem niemand wirklich erwachsen ist, dass Abnabelung auch der Anfang von Annäherung sein kann und Distanz durchaus Nähe schafft." ("film-dienst")


Sendetermin: Mittwoch 13.3.2013, 20:15 Uhr Arte


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