02.04.2013 07:00 Sendetermin: Mittwoch 3.4.2013, 20:15 Uhr Arte

TV-Tipp: "Whatever Works" - Komödie von Kultregisseur Woody Allen

"Whatever Works" - Komödie von Kultregisseur Woody Allen

© ARD Degeto/Wild Bunch/Gravier Prod./Perdido Prod.

Von: Arte

Nur widerwillig nimmt der griesgrämige, misstrauische und chronisch pessimistische Physik-Professor Boris Jelnikoff die Ausreißerin Melody bei sich auf. Sie ist jung, hübsch und etwas dümmlich, aber sehr liebenswert und immer gut gelaunt. Zwei verschiedene Welten also, die da aufeinanderprallen.
Während er ihr seine Sarkasmen an den Kopf knallt und sie anfängt, seine schrulligen Lebensweisheiten zu verinnerlichen und ihn für ein Genie zu halten, verliebt sie sich in ihn. Kurze Zeit darauf wird das scheinbar Unmögliche wahr und der fast kahle Boris heiratet das Mädchen vom Lande, das so ganz anders ist als seine kluge, brillante Ex-Frau.
Plötzlich klopft das Schicksal - in Form von Melodys frisch betrogener und getrennter Mutter Marietta - an die Tür. Da sie sich in einem zweiten Frühling in eine männerfressende Künstlerin verwandelt hat, versucht sie ihre Tochter mit dem jungen, attraktiven Randy zu verkuppeln. Melody sträubt sich anfangs noch dagegen, doch nach und nach erliegt sie Randys Charme.
Boris nimmt die Trennung von Melody fast achselzuckend hin und stürzt sich nicht nur erneut in eine seiner zahlreichen Depressionen, sondern gleichzeitig aus dem Fenster. Doch wider Erwarten führt ihn dieser missglückte Selbstmordversuch direkt in die Arme seines eigenen Glücks.

Alles ist erlaubt, solange es die Figuren beziehungsweise den Zuschauer glücklich macht. Das ist Woody Allens zeitlose Kunst, mittels sich selbst therapierender Charaktere aberwitzig und zugleich leicht melancholisch gegen die Schwere des Lebens anzugehen. Augenzwinkernd mokiert sich Allen in "Whatever Works" über das Flüchten in gesellschaftliche Nischen, in Religion, Kunst, in Beziehungen und Sex, und erschafft dabei doch selbst die schönste Ablenkung. Im fast schon altersweise versöhnlichen Happy End ist es eine Quintessenz aus alledem, die zum Glück führt. So sehr sie vorher dagegen gewettert haben, lassen Allens Figuren doch nie von der Idee los, dass es irgendwo einen Partner gibt, den der Zufall für sie bereitgestellt hat. Einen Partner, der zu ihrem jeweiligen Intelligenzquotienten oder ihrer jeweiligen Psychose passt.

 


Sendetermin: Mittwoch 3.4.2013, 20:15 Uhr Arte


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