24.10.2012 07:15 Sendetermin: Donnerstag 25.10.2012, 20.15 NDR

TV-Tipp: Länder - Menschen - Abenteuer: 8000 Meilen bis Alaska - (1) Von Maine nach North Dakota

Mit Klaus Scherer durch Amerikas Norden

© NDR/Werner

Von: NDR

Von Neuenglands felsiger Atlantikküste westwärts durch den Kontinent bis zum Pazifik, und dann nach Norden bis zum Eismeer: Der langjährige Amerika-Korrespondent Klaus Scherer reiste einen Winter lang auf der nördlichsten Route seines Berichtsgebietes. Im ersten Teil der Reportage begleitet er eine Hummerfischerin vor Maines Insel Monhegan, die sowohl der Abwanderung als auch dem rauen Wetter trotzt, und besucht Farmer im romantischen Vermont, die Amerikas Trend zurück zum Kleinbetrieb anführen. Das NDR-Team ist per Schiff, Hubschrauber und, etwa an den Großen Seen, sogar auf Schneeschuhen unterwegs - und liefert eindrucksvolle Bilder sowohl der Großlandschaften des Kontinents als auch der Menschen, die dort oft sehr eigene Lebenswege gehen.

 

Sendetermin: Donnerstag 25.10.2012, 20.15 NDR

 

Direkt im Anschluss:


8000 Meilen bis Alaska Teil 2 - Von Montana zum Eismeer

Nur noch ein paar Inuit-Familien leben auf Amerikas Außenposten im Eismeer, der Felseninsel Klein-Diomedes, nahe der Datumsgrenze und in Sichtweite Russlands. Dem angereisten NDR Reporter Klaus Scherer zeigen sie, wie sie hier noch bei minus 50 Grad Alaska-Krebse fangen und im Einklang mit der rauen Natur seit Generationen überleben. Doch sie klagen auch über die Teilung ihrer Heimat, seit Russland das Dorf auf der Schwesterinsel Groß-Diomedes geräumt habe.

Nach tausenden von Kilometern Anreise quer durch den amerikanischen Kontinent ist das NDR Team zunächst auf der historischen "Great Northern Railway" durch die Rocky Mountains unterwegs und quartiert sich in einem Hotel ein, das Eisenbahn-waggons zu Zimmern umgebaut hat. Zudem besucht Scherer ein Bootsbauercollege an der Pazifikküste im Bundesstaat Washington. In Alaska trifft er auf Ranger, die verwaiste Grizzlybären aufziehen, und auf ein Aussteiger-Paar aus West-Virginia, das gerade eine alte Wohnform wiederentdeckt: die Jurte.

Am Ende hält ein Schneesturm Scherers Team tagelang zwischen der Goldgräberstadt Nome und den Diomedes-Inseln gefangen, bis endlich der Wind abflaut und die nächste Landepiste auf der Eisdecke wieder vom Schnee befreit ist - gerade rechtzeitig, bevor das Tauwetter des Frühlings Landungen unmöglich macht.

"Als Deutsche kommt uns der Satz bekannt vor", blickt Scherer zurück, "dass der Eiserne Vorhang nicht für immer die Heimat von Menschen teilen sollte." Auf Diomedes bekomme man als Reisender bald den Eindruck, die Geschichte habe diesen Ort vergessen.

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