25.03.2013 07:00 Sendetermin: Dienstag 26.3.2012, 21:00 Uhr SWR

TV-Tipp: "Ich krieg die Krise - Die Frauen" - Wie die Gesellschaft Frauen zum Perfektionismus drängt

"Ich krieg die Krise - Die Frauen" - Wie die Gesellschaft Frauen zum Perfektionismus drängt

Maren Kroymann © SWR/Iris Bettray

Von: SWR

Die Midlife Crisis galt lange als Männersache. Doch wenn die Mitte des Lebens erreicht ist, sind auch Frauen reif für die Krise. "Ich glaube, Frauen sind sehr kritisch sich selbst und anderen gegenüber", sagt Buchautorin Amelie Fried. Schonungslos sezieren Frauen ihr Äußeres und die Frage "Findest du mich zu dick?" hat nahezu schon jeder Mann gehört. Die Frage "Bin ich noch schön?" bedeutet heutzutage, sich an Demi Moore oder Madonna messen zu lassen. Die Sehnsucht nach ewiger Jugend wird von den Medien befeuert wie nie zuvor. Regina Halmich, Ex-Weltmeisterin im Boxen, steuert gerade auf die 40 zu: "Wir Frauen machen uns einfach einen unheimlichen Druck und wenn wir mal ´ne Vier oder Fünf davor stehen haben, ist da so ein kleines Teufelchen, wir versuchen alles, aber auch wirklich alles, um das Alter zu stoppen." Schönheit, Sex, Partnerschaft, Muttersein, Karriere sind die Themen der weiblichen Midlife Crisis. Das Thema "Kinder: ja oder nein?" wird oft zur existentiellen Entscheidung. Kim Fisher, Entertainerin, ist 43 Jahre alt und Single: "Da spricht man dann immer so unschön vom Ticken der Uhr. Und da gibt es ja verschiedene Gründe, warum eine Frau in meinem Alter keine Kinder hat, das sind ja persönliche Gründe – und das sind dann schon die Momente, wo du darüber nachdenkst. Und wer weiß, vielleicht ist das die Midlife Crisis." Schauspielerin Maren Kroymann sieht Kinderlosigkeit nicht nur als ein persönliches, sondern auch als ein gesellschaftliches Thema: "Also kein Kind zu haben, das ist schon ein Erklärungsnotstand. Für andere Frauen beginnt in der Lebensmitte ein neuer Abschnitt, wenn die Kinder das Haus verlassen: "Dann wird man letztendlich zurück geworfen auf sich selbst, auf diese Zweiergeschichte. Dann stellt sich schon heraus, hat man überhaupt noch Gemeinsamkeit oder was redet man eigentlich oder was verbindet uns eigentlich, außer unsere Kinder", beschreibt es Regisseurin Ariane Zeller.

 

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