24.01.2013 08:15 Sendetermin: Freitag 25.1.2013, 18:25 Uhr Arte

TV-Tipp: "Ein Gringo in grüner Mission" - Wie Doug Tompkins die Wildnis retten will

"Ein Gringo in grüner Mission" - Wie Doug Tompkins die Wildnis retten will

Douglas Tompkins (c) WDR

Von: Arte

Douglas Tompkins managte mit Erfolg Modelabels, bevor er nach Südamerika ging und dort erfolgreicher Ökomanager wurde. Doch sein Umweltengagement stößt vor Ort nicht nur auf Begeisterung. So wünschen sich die Einwohner der chilenischen Hafenstadt Chaitén eine Straße durch das von Tompkins eingerichtete Naturschutzgebiet Parque Pumalín. Doch der lehnt ab. Ein Vulkanausbruch beendet den Streit. Chaitén liegt in Schutt und Asche - und eine Straße gibt es nicht.

Einst führte Douglas Tompkins die Modemarken "North Face" und Esprit zum Erfolg, heute kämpft der amerikanische Multimillionär für den Naturschutz. Seit Beginn der 90er Jahre ist sein Ökoimperium auf zwölf Naturparks in Chile und Argentinien angewachsen. Tompkins gilt als Wegbereiter für das zunehmende Umweltengagement von Privatleuten. Dafür erntet er weltweit Anerkennung. In Südamerika jedoch eckt er regelmäßig an.
Nicht allein Holzbarone und Lachsfarmer sehen in dem Kämpfer für die Wildnis einen Feind des Fortschritts. An dem "Ökokolonialismus" eines "reichen Gringos", der sich in ihrer Heimat breit macht, reiben sich auch viele Einheimische. So wie die Bewohner der Hafenstadt Chaitén, die am Eingang zu Tompkins erstem und größtem Naturschutzgebiet, dem Parque Pumalín im Süden Chiles, liegt.
Die Chaiténinos und Tompkins streiten sich über eine Straße, die gegen seinen Willen quer durch Pumalín und an seinem Haus vorbei führen soll. Da bricht völlig unerwartet ein Vulkan aus. Betroffen sind vor allem die Bewohner Chaiténs. Sie werden evakuiert und müssen aus der Ferne mit ansehen, wie ihre Stadt von Vulkanasche eingedeckt und schließlich unbewohnbar wird. Bis heute ist sie Notstandsgebiet. Auch Douglas Tompkins, seine Frau und ihre Angestellten müssen ihre Domizile verlassen. Doch Tompkins Farmen im Herzen des Parks erleiden nur kleinere Schäden, bald können die Umweltschützer zurückkehren. Der Bau der Straße ist erst mal von der Agenda gestrichen.
Vor der großartigen Kulisse des Regenwaldes entfaltet sich ein menschliches und ökologisches Drama, in dem die Natur überraschend ein Machtwort spricht. Streng, nicht sonderlich gerecht, aber unausweichlich demonstriert sie eine Überlegenheit, die die Menschen in ihre Schranken verweist.



Sendetermin: Freitag 25.1.2013, 18:25 Uhr Arte



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