20.02.2013 08:30 Sendetermine: Donnerstag 21. und 28.2.2013, 23:05 Uhr MDR

TV-Tipp: Dokumentations-Zweiteiler "George Harrison - Living In The Material World"

Dokumentations-Zweiteiler "George Harrison - Living In The Material World"

Selbstportrait Geoge Harrison © BR/Koch Media GmbH/George Harrison

Von: MDR

Am 25. Februar 2013 wäre er 70 Jahre alt geworden - George Harrison. Er wurde der "stille" Beatle genannt, oder auch der "dritte" Beatle, da er lange im Schatten seiner extrovertierten Bandkollegen Paul McCartney und John Lennon stand. Dabei wandelte sich keiner der Beatles über die Jahre so radikal, wie er – musikalisch und in seiner Lebensphilosophie. Der Dokumentarfilm von Oscar-Preisträger Martin Scorsese zeigt ein sehr persönliches und eindrucksvolles Filmporträt des englischen Musikers und Komponisten.

Als viertes und jüngstes Kind des Busfahrers Harold Harrison und dessen Frau Louise wurde George Harrison am 25. Februar 1943 in Liverpool geboren. Nach der Grundschule kam er 1954 auf das Liverpool Institute, das auch Paul McCartney besuchte. Die beiden lernten sich im Schulbus kennen und freundeten sich an, als sie ihr gemeinsames Interesse für dieselbe Musik entdeckten. Wie bei vielen Jugendlichen in den 1950er-Jahren hinterließ gerade der Rock ’n’ Roll einen prägenden Eindruck, so auch bei Harrison - er wollte Rockmusiker werden. Mit 13 Jahren kaufte er einem Schulkameraden eine Gitarre ab. Die Grundlagen des Gitarrespiels brachte ihm ein Freund seines Vaters bei. Durch Vermittlung seines Freundes Paul McCartney stieg der gerade 15 gewordene Harrison 1958 trotz seines jungen Alters als Mitglied in John Lennons gegründete Band "Quarrymen" ein. Damit war der Kern der späteren "The Beatles" beisammen, es sollte noch der Schlagzeuger Ringo Starr folgen. Und es war der Beginn einer einzigartigen Erfolgsgeschichte: Die Beatles eroberten mit beispiellosem Hochdruck und Tempo ihre Zuhörerschaft. Auf ihren Konzerten und Tourneen wurden sie von Tausenden Fans und Journalisten erwartet und ekstatisch bejubelt. Sie stürmten mit ihren Liedern und Alben die Hitparaden der Welt – ein wahres Beatlemania-Phänomen!

 

Von der westlichen "Material World" zu den Lehren des Hinduismus

Harrison war nicht nur Leadgitarrist der Beatles, er komponierte auch. Einige sehr erfolgreiche Beatles-Songs stammen von ihm, so beispielsweise "While My Guitar Gently Weeps", "Something" oder "Here Comes The Sun". Doch da die Band-Musik stark von Lennon und McCartney dominiert wurde, schafften es nur insgesamt 22 Lieder von Harrison auf die Beatles-Platten.

Dennoch - Harrison war es, der die Gruppe zu musikalischen Experimenten bewegte. Das Fotomodell Pattie Boyd, das Harrison 1964 kennenlernte und zwei Jahre später heiratete, brachte ihn und die übrigen Beatles mit der Lehre des Maharishi Mahesh Yogi, dem Begründer der Transzendentalen Meditation, in Kontakt. Sie ließen sich von dem indischen Guru in seinen Lehren unterweisen. Harrison begann sich stark für die indische Kultur und die Hare-Krishna-Bewegung zu begeistern und konvertierte zum Hinduismus. Er unternahm Reisen nach Indien und lernte den zu diesem Zeitpunkt schon berühmten indischen Sitar-Spieler und Komponisten Ravi Shankar kennen.

Von ihm inspiriert, übernahm Harrison indische und orientalische Elemente in seine Kompositionen und die Beatles-Musik. Insbesondere die Sitar, die indische Langhalslaute, suchte er in die Musik einzubinden - zu hören zum Beispiel in dem Lied "Norwegian Wood" (1965) oder "Within You Without You" (1967). Damit wurde Harrison zu einem der Wegbereiter der Weltmusik und hatte außerdem eine große Wirkung als Türöffner für indische Spiritualität und Meditationstechniken in der westlichen Welt.

 

 

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