16.11.2012 07:00 Sendetermin: Samstag 17.11.2012, 20.15 Uhr Arte

TV-Tipp: Dokumentarfilm "Abenteuer Sibirien"

TV-Tipp: Dokumentarfilm "Abenteuer Sibirien"

© Kay Siering / ZDF

Von: Arte

Atemberaubende Weite, klirrende Kälte und unvorstellbarer Reichtum - das ist Sibirien, eine Region groß wie ein eigener Kontinent. Die Natur Sibiriens ist erbarmungslos, das Leben hier steckt voller Gefahren. Und doch zieht Sibirien die Menschen seit Jahrhunderten in seinen Bann. In der russischen Weite machen sie sich auf die Suche nach Glück - und nach Wissen. Es waren Deutsche, die sich im 18. Jahrhundert als erste Siedler in die unwirtlichen Gebiete vorwagten. Der Dokumentarfilm verknüpft die Geschichten einiger dieser Pioniere mit der Geschichte Sibiriens und der faszinierenden Gegenwart.

Sibirien umfasst das riesige Gebiet zwischen dem Ural und dem Pazifik. Gigantische Rohstoffvorkommen, unberührte Natur und uralte Kulturen locken auch heute noch Glücksjäger und Wissenschaftler in den Osten Russlands. Doch der Reichtum Sibiriens ist Segen und Fluch zugleich, denn der Abbau von Öl, Gas und Nickel in der Schatzkammer Russlands zerstört ganze Landstriche.
Der Dokumentarfilm von Kay Siering führt in Regionen fernab der Zivilisation. Weit oberhalb des Polarkreises, auf der Halbinsel Jamal, folgen Rentierzüchter das ganze Jahr über mit ihren Zelten ihren Herden durch die Eiswüste. In der Einsamkeit Kamtschatkas erforschen Vulkanologen die Mechanismen der Erdplatten-Tektonik. Und inmitten der Taiga nördlich des Baikalsees suchen deutsche Bohrmeister nach Erdöl. So verschieden die Menschen in Sibirien sind, sie alle eint die Faszination für die einmalige Landschaft.
Eine Faszination, die bereits im 18. Jahrhundert auch deutsche Wissenschaftler und Glücksjäger verspürten. "Abenteuer Sibirien" erzählt die Erlebnisse dieser frühen Siedler, zum Beispiel die Geschichte des deutschen Kaufmanns Adolph Dattan, der als Geschäftsführer das erste Warenhaus Sibiriens in Wladiwostok leitete. Und sie erzählt die Geschichte des Wissenschaftlers Georg Wilhelm Steller aus der fränkischen Freien Reichstadt Windsheim, der Sibirien im Auftrag des russischen Zaren durchquerte und Grundlagenforschung betrieb.
Nirgendwo sonst auf der Welt gibt es so viel unberührte Natur wie in Sibirien. Unzählige Braunbären, Wölfe und Leoparden sind hier heimisch. Im Baikalsee lebt die einzige Süßwasser-Robbe der Welt. Und im fernen Osten leben die letzten Exemplare des legendären sibirischen Tigers.

 

Filmemacher Kay Siering präsentiert in seinem Dokumentarfilm die ganze Vielfalt und den Mythos Sibiriens. Anderthalb Jahre lang reiste er mit Kameramann Jürgen Heck und Assistent Yannick Schmeil immer wieder in die ferne Region. Insgesamt verbrachte das Team mehr als elf Wochen in der russischen Einsamkeit. Mehr als 60.000 Kilometer reiste die Crew mit Flugzeugen und Helikoptern über den gigantischen Landstrich. Temperaturen zwischen minus 40 Grad und plus 35 Grad Celsius stellten Filmemacher und Equipment immer wieder vor enorme Herausforderungen.



Sendetermin: Samstag 17.11.2012, 20.15 Uhr Arte

 

 

 

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