08.04.2013 08:00 James Franco und Vanessa Anne Hudgens

"Spring Breakers" - Presse lobt Selena Gomez' Mut, zweifelt aber an der Umsetzung

"Spring Breakers" - Presse lobt Selena Gomez' Mut, zweifelt aber an der Umsetzung

Bild 1-5 (c) Wild Bunch

Von: GFDK - Kino.de - 5 Bilder

Harmony Korines Partyspektakel hat schon vor dem Kinostart die Presse beschäftigt. Besonders der Mut von Selena Gomez, einen Imagewechsel zu wagen, wird honoriert. Der Weg weg Disney-Mädchen hin zur ernstzunehmenden Schauspielerin  scheint aber ein weiter zu sein.

Zum Film:

Candy, Südstaaten-Schönheit und Adrenalin-Junkie, will mit ihren drei nicht minder attraktiven Freundinnen in Florida den Spring Break feiern. Weil ihnen aber das nötige Kleingeld fehlt, beschließen sie einen Coffee Shop auszurauben. Der Coup läuft schief, sie landen im Gefängnis. Da taucht der rappende Drogendealer und Waffenhändler Alien auf und stellt für das Quartett die Kaution. Doch keine gute Tat ohne Gegenleistung: Die Girls sollen seinen Rivalen beseitigen. Und die Mädels haben mit diesem Auftrag keine allzu großen Probleme.

Neonfarbene Bilder, die fast in den Augen schmerzen. Die Sonne sticht gnadenlos vom Himmel. Halbnackte Mädels räkeln sich in aufreizenden Posen. Die Jungs wissen nicht, wohin sie zuerst schauen sollen. Tequila und Bier fließen in Strömen. Marihuana-Schwaden hängen in der Luft. Die Musik dröhnt, die Atmosphäre ist aggressiv. Chaos, Lärm und Ausgelassenheit. Leben als Party: Spring Break in Florida.

Ein Mann mit treuer Fangemeinde und ureigenem Stil ist Harmony Korine, unter anderem hat er mit Larry Clark das Skrip zu "Kids" geschrieben. Ein Filmemacher, der weiß wovon er erzählt. Mit seinem gnadenlos grellen, grotesk überzogenen "Spring Breakers" macht er seinem Namen als enfant terrible Hollywoods einmal mehr alle Ehre - und liefert zugleich eine verführerische, von Oberflächenreizen getragene Arbeit ab, die für ein feierwütiges Teen-Publikum maßgeschneidert scheint. Vier College-Girls, Candy (Vanessa Hudgens), Faith (Selena Gomez), Brit (Ashley Benson) und Cotty (Rachel Korine), steht der Sinn nach einem ausgelassenen Kurzurlaub in Florida. Weil das nötige Kleingeld fehlt, wird ein Coffee Shop überfallen. Der Coup misslingt, die Girls landen im Knast. Alien alias James Franco, rappender Drogen- und Waffendealer mit blitzenden Goldgebiss, stellt die Kaution. Dafür sollen die Südstaaten-Schönheiten seinen Konkurrenten aus dem Weg räumen.

Sex, Drugs und Rock'n'Roll. Das ist hier ganz wörtlich zu nehmen. Dazu gesellen sich Raub, Rap und Lesben-Sex. Die Frauen zeigen den Männern wo der Hammer hängt. Lange Takes, endlose Wortkaskaden, schwarzer Humor. Viel Improvisation scheint beim Drehen im Spiel gewesen zu sein. Lüstern schwenkt Benoît Debies Kamera die Körper der formschönen Protagonistinnen, allesamt angesagte Jungstars, ab - knappe Bikinis, Netz-Tops, zerrissene Shorts, die mehr zeigen als verhüllen. Viel linearer, viel narrativer als bei seinen vorangegangenen Filmen, "Gummo" oder "Mister Lonely" beispielsweise, geht Korine hier vor, jugendliches Lebensgefühl und Rebellion fängt er perfekt ein. Ums endlose High ausschweifender Exzesse und bittere Abstürze geht es, die Bilder gleichen einem wüsten Fiebertraum. Hinzu kommt ein pumpender Soundtrack von Cliff Martinez ("Drive"), auf dem unter anderem Tracks der Dubstep-Größe Skrillex und Multitalent Franco ("127 Hours") zu hören sind. geh. Quelle: kino.de

Regie: Harmony Korine

Cast:  James Franco und Vanessa Anne Hudgens

 

Das sagt die Presse:

Tagesspiegel:

http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/spring-breakers-selena-gomez-wagt-den-abschied-vom-braven-maedchen/8028300.html

The Guardian:

http://www.guardian.co.uk/film/2013/apr/07/spring-breakers-review-harmony-korine

Moviepilot:

http://www.moviepilot.de/news/die-filmanalyse-zu-spring-breakers-121329

 

Der Film läuft seit dem 21.3.2013 in die Kinos. Im Verleih von Wild Bunch (Central).