22.05.2012 08:23 erhielt den Publikumspreis auf dem Sundance Festival

Kinostart 24.5.2012: Sharayet - Eine Liebe in Teheran - Drastischer Film über die Liebe zweier Frauen im autoritären System des Irans

Fotos: Salzgeber + Trailer

Von: Kino.de - 4 Bilder

Im totalitären System des Iran ist nicht nur das öffentliche, sondern auch das private Leben bis hin zur Sexualität von strengen Regeln bestimmt. Oft suchen sich die Jugendlichen ihre eigenen Wege zur Freiheit.

So auch die beiden Freundinnen Atafeh und Shirin aus Teheran, die nach außen hin alle Bestimmungen befolgen, doch abends mit ihren Freunden heimliche Partys feiern und mit Drogen und Sex experimentieren.

Die Ereignisse überschlagen sich, als Atafehs Bruder Mehran einen Drogenentzug durchstehen muss und sich schließlich auch noch herausstellt, dass Atafeh und Shirin mehr als nur platonische Freundschaft verbindet.

In ihr Spielfilmdebüt lässt die amerikanisch-iranische Regisseurin Maryam Keshavarz ihre eigenen Erfahrungen aus Kindheit und Jugend einfließen und legt damit nicht nur einen authentischen, persönlichen Innenblick vor, sondern reflektiert ihr Herkunftsland auch aus objektiver Distanz, die sie durch ihre Migration in die USA gewonnen hat.

Gerade dadurch wird die traurige Tatsache deutlich, dass die Verwirklichung eines liberalen, selbstbestimmten Lebens in einem autoritären Regime nahezu unmöglich ist, von gleichgeschlechtlicher Liebe ganz zu schweigen. Der Film erhielt den Publikumspreis auf dem Sundance Festival 2010. Quelle: www.kino.de

 

USA/Iran 2011
Laufzeit: 105 Min.

Nikohl Boosheri
Sarah Kazemy
Reza Sixo Safai

Regie: Maryam Keshavarz
Verleih: Salzgeber

Jan Künemund
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