16.08.2013 08:00 Regie: Juan Diego Solanas

Kinostart 22.8.2013: "Upside Down" - Kirsten Dunst und Jim Sturgess in einem Zusammenspiel zweier Welten

Upside Down

Selten war 3D so berechtigt wie in diesen brillanten CGI-Konstruktionen für ein wildromantisches Orwell-Babylon. Bild 1-4 (c) Concorde

Regie: Juan Diego SolanasKirsten Dunst, Jim Sturgess, John MacLarenKinostart 22.8.2013
Von: GFDK - Kino.de - 4 Bilder

In einem Universum, in dem sich zwei Planeten Kopf an Kopf einander gegenüberstehen, verlieben sich Adam und Eden, obwohl sie nicht nur die Schwerkraft trennt, sondern auch das brutale Polizeisystem ihrer politisch konträren Zwillingswelten, deren scharf schießende Wächter die Romanze abrupt beenden. Zehn Jahre später nutzt der aus dem armen Part stammende Adam seinen Erfindergeist, um im Büroturm Transworld anzuheuern, wo er sich von der ausbeuten lässt, um Jugendliebe Eden wiederzusehen. Doch die hat eine Amnesie erlitten.

Filme im Kino

Eine originelle "Metropolis"-Variante hat der Argentinier Juan Diego Solanas ("Nordeste") erdacht und nach eigenem Drehbuch in Kanada eine internationale 60-Millionen-Dollar-Vision kreiert. Jim Sturgess und Kirsten Dunst kämpfen darin wie Romeo und Julia für ihre Liebe und müssen Grenzen und Schwerkraft überwinden, um eine finster-neoliberale Apartheid-Welt aus Arm und Reich zu einen. Die Fantasy im Science-Fiction-Gewand wird getragen vom romantischen Kern und von schwindelerregenden 3D-Räumen, die wie geschaffen sind für das Kino.

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weil sie uns Geschichten erzählen

Solanas stellt zwei bewohnte Planeten haarscharf nebeneinander, womit sich eine gefaltete Optik wie in "Inception" ergibt, als Paris Kopf steht. Zwei inverse und konträre Welten stehen sich gegenüber, eine hochentwickelte, Up Top, und eine zerstörte, Down Below: die reichen Bosse beuten die Bewohner der Krisenregion aus. Was auch immer von oben oder unten kommt, wird stets von seiner eigenen Gravitation angezogen.

Wegen all der Staunwerte ist die Story simpel gehalten: Boy meets girl. Ein Schäferstündchen in schneeumwehten Berghöhen, das Adam und Eden ineinander verschlungen schwebend verbringen - sie heben ihr Gewicht gegenseitig auf - beendet ein brutaler Polizeiübergriff, der sie trennt und Adams Leben ruiniert. Erst zehn Jahre später stöbert er Eden, die seit ihrem Sturz damals an Amnesie leidet und ihn vergessen hat, per Zufall wieder auf. Er schleicht sich als Arbeitsdrohne in den Transworld-Turm, der beide Welten verbinde, in eine Büroetage, deren Decke wie gespiegelt wirkt und Adam von der ahnungslosen Eden nur ein paar Stockwerke und doch eine ganze Welt separiert.

Diese Welt ist eine berückende Erscheinung aus phantastischen Landschaften und riesigen Bauwerken, getaucht in kühle Blautöne, durchwirkt von 3D-Effekten, die einem buchstäblich den Kopf verdrehen. Selten war Dreidimensionalität so berechtigt wie in diesen brillanten CGI-Konstruktionen für ein wildromantisches Orwell-Babylon.

Darin erscheint nur Adams wundersame Tinktur rosafarben. Die warme Farbe ist Sinnbild für den (melo)dramatischen Kampf des Paares für seine Liebe, gegen Gesetze und Intoleranz. Bob (Timothy Spall) hilft mit, die kapitalistische Kälte zu überwinden, indem er Anti-Schwerkraft-Westen fertigt, die Adam hypernervöse Dates mit Mondschein-Gipfel und Stürze durch Wolken bescheren. Solanas ist eine traumhafte Mär gelungen, die Wunder und Mysterien des Universums feiert. tk. Quelle: kino.de

Regie: Juan Diego Solanas

Cast: Kirsten Dunst, Jim Sturgess, John MacLaren

Laufzeit: 100 min.

 

Der Film kommt am 22.8.2013 in die Kinos. Im Verleih von Concorde.