30.01.2012 07:10 nominiert für 3 Oscar

Kinostart 2.2.2012: Dame, König, As, Spion - Agententhriller nach John Le Carrés Bestseller um einen pensionierten Topspion

Fotos: StudioCanal + trailer

Von: kino.de - 4 Bilder

Furioser Agententhriller nach John Le Carrés berühmten Bestseller über die Jagd nach einem Maulwurf im Herzen des britischen MI6 während des Kalten Krieges.

Vier Jahre dauerte die Entwicklung des Projekts und das Warten hat sich gelohnt. Der Schwede Tomas Alfredson inszeniert den über zwei Stunden dauernden spannenden Agententhriller mit Bedacht und ohne große Eile als Spionagefilm alter Schule. Es zeugt von Mut und Selbstvertrauen, sich an die Verfilmung eines der erfolgreichsten Bücher Le Carrés zu wagen, dessen TV-Serie mit Alec Guiness als legendärer MI6-Agenten George Smily zudem noch als Klassiker gilt. Wie immer bei Le Carré, der dem Filmemacher eine Art "carte blanche" und den Rat gab, nicht die Serie zu kopieren, dreht sich die Geschichte um Liebe und Verrat. Da vergisst man gerne, dass der Kalte Krieg schon 20 Jahre vorbei ist. Alfredson lässt sich auch mehr einfallen als die Starbesetzung mit Oscar-Preisträger Colin Firth als Agent Bill Haydon, John Hurt als Chef Control und Gary Oldman in der Rolle des aus dem Amt geworfenen Spions Smiley, der nun für den "Circus" (so der Codename für MI6) reaktiviert wird, um einen Maulwurf zu enttarnen, auf dessen Konto eine missglückte Geheimdienstaktion in Budapest geht. Control verliert deshalb seinen Job. Es ist das Jahr 1973 und der MI6, der britische Secret Service, muss Schritt halten mit den konkurrierenden Geheimdiensten anderer Länder und für die Sicherheit im Land sorgen. Der Feind kennt kein Pardon. Es herrscht Angst, dass man durch einen Doppelagenten, der für die UdSSR wie auch England arbeitet, in große Gefahr gerät. Mit einem jüngeren Agenten (Benedict Cumberbatch) nimmt Smiley die Aktivitäten des "Circus" in Vergangenheit und Gegenwart unter die Lupe, aber die Spur zum Maulwurf bleibt kalt. Irgendwann bleiben nur noch fünf Agenten als Verräter übrig, darunter Smiley selbst. Bevor die Wahrheit ans Licht kommt, eskaliert die Situation.

In ruhigen Kamerafahrten, eingetaucht in kühlen und trostlosen Bildern in Brauntönen, in einer ausgewählten Sprache und einer Ausstattung vom Feinsten - da stimmt alles vom Feuerzeug bis zur Lampe aus den 1970er Jahren, von den furchtbaren Tapeten ganz zu schweigen - kreiert der Film eine klaustrophobische und dichte Atmosphäre in der Paranoia des Kalten Krieges. Wie die einsamen Männer in Trenchcoats, die ständig einen Whiskey kippen und eine Zigarette nach der anderen paffen, sich gegenseitig misstrauisch beäugen, weder glamourös wie Bond durch die Welt jetten oder schöne Frauen verführen, sondern einen drögen Bürojob erledigen, dennoch Interesse wecken, das liegt an der klugen Anordnung des streckenweise undurchschaubaren Puzzles ohne große Action. Der Fokus liegt auf dem komplizierten Innenleben der Protagonisten, von denen jeder bei näherem Hinschauen verdächtig scheint. Einfach nostalgisch schön. mk. Quelle: www.kino.de

 

Großbritannien/Frankreich/Deutschland 2011
Laufzeit: 127 Min.
FSK: ab 12 Jahre Gary Oldman
Colin Firth
Tom Hardy

Regie: Tomas Alfredson
Verleih: Studiocanal

 

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