10.04.2013 08:00 Catherine Zeta-Jones, Russell Crowe, Mark Wahlberg

Kinostart 18.4.2013: "Broken City" - Großstadtthriller von Allen Hughes über den Wert von Moral

"Broken City" - Großstadtthriller von Allen Hughes über den Wert von Moral

Bild 1-5 (c) Universum Film (Central)

Von: GFDK - Kino.de - 5 Bilder

Sieben Jahre sind vergangen, seitdem Detective Taggart einen Mann erschoss und seinen Dienst quittieren musste, weil sein Freispruch in einem Notwehrprozess nur mit Manipulation erreicht werden konnte. Nun meldet sich bei ihm der Mann, der damals belastende Beweise gegen Taggart unter den Tisch kehrte. Für New Yorks Bürgermeister soll der Ex-Cop den Liebhaber seiner Frau ermitteln. Viel zu spät erkennt Taggart, dass es bei diesem Auftrag um mehr geht und nicht nur eine Ehe, sondern auch Karrieren und sein eigenes Leben auf dem Spiel stehen.

Der Dreck steht hoch in der Metropole am Hudson, erreicht die Verwaltungsspitzen, bis ihn ein Mann von ganz unten von den Straßen fegt. Stark verkürzt, ist das die Essenz dieses Politthrillers, der ohne große Erschütterungen der Genrefundamente und damit etwas berechenbar sein Einzelkämpferszenario präsentiert. Brian Tuckers Skript zu "Broken City" stand 2008 auf der Black List der besten unproduzierten Drehbücher. Für die Verfilmung, die Allen Hughes ("Book of Eli") frei von überzogenem Actionzwang und erstmals auch ohne Zwillingsbruder Albert inszenierte, wurde das durchaus dialogstarke Skript von überkomplexen dramaturgischen Auswucherungen befreit. Das blieb nicht folgenlos für die Glaubwürdigkeit einiger Situationen und Figuren, dennoch sieht man gerne zu, wie starke Darsteller einen Film nach Hause bringen, der zur Abwechslung einmal offensichtlich für Erwachsene gemacht ist.

Die jüngste Figur ist auch die erste, die sich aus dem Plot verabschiedet - ein halbwüchsiger Latino, den der New Yorker Detective Taggart (Mark Wahlberg) nach eigener Aussage in Notwehr erschossen hat. Ein Beweis, der Taggarts Behauptung in Frage stellt, wird mit dem Segen von Bürgermeister Hostetler (Russell Crowe) unter den Tisch gekehrt. Somit wird Taggart in seinem Prozess freigesprochen, muss aber den Dienst quittieren. Sieben Jahre wühlt er als Privatdetektiv im Schmutz ganz unten, bis er ganz oben, im Sumpf von Intrigen, Korruption und Mord, mitschwimmen darf. Für den Bürgermeister soll der Ex-Cop den Lover seiner Frau (Catherine Zeta-Jones) identifizieren, bevor Hostetlers Wahl-Konkurrent die Affäre als Munition benutzen kann.

Schneller als Wahlberg wird mancher Zuschauer durchschauen, welche Figur hier tatsächlich Sympathien verdient. Wirklich sauber und integer ist kaum einer, sieht man von Taggarts Assistentin ab, die unter den Nebencharakteren den stärksten Eindruck hinterlässt. Newcomerin Alona Tal spiegelt darstellerisch die Kompetenz des kompletten Ensembles. Aus diesem stechen Crowe, charismatisch und schmierig, Barry Pepper in der Rolle seines Widersachers und in nur wenigen Szenen auch Zeta-Jones' heraus, die mit ihrer Figur Seele, wenn auch kein Rückgrat zeigen darf. kob. Quelle: kino.de

Regie: Allen Hughes

Cast: Catherine Zeta-Jones, Russell Crowe, Mark Wahlberg

Laufzeit: 109 min.

FSK: 12

 

Pressestimmen und weitere Links:

Offizielle Homepage:

http://www.broken-city.de/

Guardian:

http://www.guardian.co.uk/film/2013/mar/03/broken-city-review

 

Der Film kommt am 18.4.2013 in die Kinos. Im Verleih von Universum Film (Central).