13.03.2013 08:00 Projekt "Psycho"

Kinostart 14.3.2013: "Hitchcock" - An die Biographie Alfred Hitchcocks angelehntes Drama von Sacha Gervasi über Rastlosigkeit und Kreativität

"Hitchcock" - Biografisches Drama von Sacha Gervasi über die künstlerische Erneuerung von Alfred Hitchcock

Bild 1-5 (c) Fox

Von: GFDK - Kino.de - 5 Bilder

Nach "Der unsichtbare Dritte" will sich Alfred Hitchcock künstlerisch erneuern. Doch sein neues Projekt muss er selbst finanzieren und dafür alles riskieren, weil jedes Studio "Psycho", seinem Film über einen von der toten Mutter dominierten Killer, die Unterstützung verweigert. So stürzt sich der Regisseur auf seine größte Herausforderung, belastet mit seiner Egomanie und Obsession für seinen Star Janet Leigh seine Beziehung zu Alma Reville, die ihm stets treue Ehefrau und unverzichtbare Mitarbeiterin war.

Wie Orson Welles war Alfred Hitchcock eine überlebensgroße Persönlichkeit und selbst der breiten Öffentlichkeit als kugeliges Original mit sehr speziellem Humor bekannt. Erstmals ist der Regietitan, von Anthony Hopkins in Gestik und Körpersprache gut nachempfunden, selbst Hauptfigur eines Films. Mit Hitchcock als schwarzhumoriger Mord-Kommentator, eine Verbeugung vor den Kult-Auftritten in seiner TV-Anthologie "Alfred Hitchcock präsentiert", eröffnet Gervasis Film. Dieses Intro führt den berüchtigten Serienmörder Ed Gein nicht nur als Folie für Norman Bates in "Psycho", sondern auch als Repräsentation der dunklen Seiten Hitchcocks ein, die nur in seinen Filmen ein Ventil fanden. Ein ungewöhnlicher Drehbuchkniff, der Gein in Hitchcocks Träumen mehrfach auftauchen lässt, aber letztlich keinen Nachweis liefert, wie abgründig der Meister vielleicht wirklich sein konnte. Die Titelfigur ringt hier nicht mit Dämonen, sondern Beziehungsalltag, zeigt sich kindlich verspielt, wenn sie jenseits des häuslichen Rückzugsgebiets mit diabolischer Freude schockieren und manipulieren kann. Von Ehefrau Alma Reville, die seine Filme als Mitautorin und kreative Ratgeberin qualitativ veredelt, wird Hitchcock mit Loyalität belohnt, obwohl er obsessive, unausgesprochene und unerwiderte Affären mit sinnlich-kühlen Blondinen pflegte - und empfindlich reagieren konnte, wenn einmal Auserwählte, wie etwa Vera Miles, Familienglück über Traumkarriere stellten.

Vorlage für "Hitchcock" war Stephen Rebellos bekanntes Sachbuch über den schwierigen Entstehungsprozess seines riskantesten Projekts, von "Psycho". Dieser jedoch bleibt nur gestreifter dramaturgischer Hintergrund - vom Projektbeginn bis zu den Auseinandersetzungen mit der Zensur. Im Fokus steht Hitchcocks Beziehung zu seiner Frau und der beiden eigene, zutiefst britische Humor, der in den gemeinsamen Wortduellen für die witzigsten Momente sorgt. Das Insiderische, so gern es Cineasten vielleicht gesehen hätten, beschränkt "Hitchcock" auf das Nötigste und kann auf Stars wie Hopkins, Helen Mirren oder Scarlett Johansson in der Rolle von Janet Leigh bauen, aus einem interessanten, aber doch speziellen Stoff das Maximum an amüsantem Entertainment herauszuholen. kob. Quelle: kino.de

Regie: Sacha Gervasi

Cast: Helen Mirren, Sir Anthony Hopkins, Scarlett Johansson

Laufzeit: 98 min.

FSK: 12

 

Pressestimmen und weitere Links:

Offizielle Homepage:http://www.hitchcock-derfilm.de/

Dradio: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kinoundfilm/2035308/

 

Der Film kommt am 14.3.2013 in die Kinos. Im Verleih von Fox.