29.03.2013 08:00 Über die negativen Seiten des Mutter-Werdens

Kinostart 04.04.2013: Ein Freudiges Ereignis - Charmante, ehrliche Tragikomödie mit Louise Bourgoin, Pio Marmaï und Josiane Balasko

Ein Freudiges Ereignis - Charmante, ehrliche Tragikomödie mit Louise Bourgoin, Pio Marmaï und Josiane Balasko

Bild 1-7 (c) Camino Verleih

Von: GFDK - Kino.de - 7 Bilder

Die junge Philosophiestudentin und ihr Freund genießen das Leben in vollen Zügen. Über den positiven Schwangerschaftstest freuen sich beide. Bei der werdenden Mutter kommen angesichts des Erwartungdrucks von Freunden und Familie leise Zweifel auf. Doch kaum ist der Wonneproppen auf der Welt, herrscht eitel Sonnenschein. Aber Hormonsprünge, klamme Kasse am Monatsende und Nächte ohne Schlaf, mangelndes Verständnis füreinander, bringen die beiden auseinander und die Liebesbeziehung in eine Krise.

Vater oder Mutter zu werden ist das schönste Zeichen der Liebe und des Verbundenseins, so verkünden es die Werbung oder so mancher Politiker. Das oft als ultimatives Glück gepriesene Ereignis kann aber auch die Beziehung auf eine harte Probe stellen oder gar zerstören. Bei der jungen Philosophie-Studentin Barbara und ihrem Freund Nicolas hängt der Himmel voller Geigen und nach dem positiven Schwangerschaftstest freuen sich beide. Sukzessive kommen bei der Schwangeren angesichts nerviger Geburtsvorbereitungskurse und Arztbesuchen, Ratschlägen von allen Seiten und dem unerfüllten Sexualleben, ihrem Heißhunger als Vegetarierin auf Fleisch, leichte Zweifel auf. Doch kaum ist der Wonneproppen auf der Welt, herrscht eitel Sonnenschein. Mit der Hilfe von Eltern und Freunden wird das Projekt "Perfektion" gestartet und scheitert. Die Heldin fühlt sich als "schlechte Mutter" und vom Partner zu wenig beachtet und unterstützt, der fühlt sich als Mann vernachlässigt und ausgegrenzt, dazu mangelndes Verständnis für einander, Hormonsprünge, klamme Kasse am Monatsende und Nächte ohne Schlaf. Für die Beziehung eine Katastrophe.

Rémi Bezançon erzählt nach der gleichnamigen Romanvorlage von Eliette Abécassis vom "Baby Clash", von Mutterschaft als Marter und von Liebe als simple Illusion. Die Chronologie der Ereignisse beginnt mit großer Leichtigkeit und endet trotz bewegender und humorvoller Momente in Traurigkeit, so dominieren im ersten Teil flüssige Kamerabewegungen und leuchtende Farben, im zweiten härteres Licht und blassere Farben. Die Geschichte wird streckenweise aus unterschiedlicher Perspektive betrachtet, es entsteht ein "zweigeteilter" Blick auf das Paar, wobei die großartige Louise Bourgoin ihre Figur ziemlich idealisiert, während der Pio Marmaï sich mit einer weniger sympathischen Rolle zufrieden geben muss. Bei den Großmüttern - Josiane Balasko als Ex-Hippie und Gabrielle Lauzure als bourgeoise Lady - verbrät Bezançon die üblichen Klischees. Er räumt mit der Verherrlichung von Mutterschaft rigoros auf und kratzt ein Tabu an. Nach diesem Film kann keiner mehr sagen, warum hat uns niemand gewarnt? mk. Quelle: kino.de

Regie: Rémi Bezançon

Cast: Louise Bourgoin, Pio Marmaï, Josiane Balasko

 

Weitere Links:

 Offizielle Homepage:

http://www.einfreudigesereignis-film.de/

Camino-Filmverleih:

http://www.camino-film.com/2012/02/un-heureux-evenement.html

 

In Kürze Mehr!

Der Film kommt am 13.12.2012 in die Kinos. Im Verleih von Camino (Filmagentinnen).