05.11.2013 09:49 ist der klimawandel aufzuhalten?

Jetzt im Kino: Chasing Ice - Aufrüttelnder Dokumentarfilm des National Geographic-Fotograf James Balog

Kino chasing ice Gletscherbeobachtung

Der Meeresspiegel steigt weltweit und Stürme nehmen zu. Die geologische Veränderung kann auch schnell gehen. Das Abschmelzen der Gletscher geht weiter (c) James Balog

Kino chasing ice Meeresspiegel steigt weltweitKino chasing ice Solheim Gletscher IslandKino chasing ice Gletscher in Island, Montana, AlaskaKino chasing ice geologische VeraenderungKino chasing ice Dokumentarfilm
Von: GFDK - kino.de

Spektakuläre und aufrüttelnde Dokumentation über den Fotografen James Balog, der mit hohem technischem und körperlichem Einsatz den Klimawandel festgehalten hat.

Im Frühjahr 2005 begab sich National Geographic-Fotograf James Balog für ein heikles Projekt in die Arktis: Er wollte mit der Kamera den drastisch voranschreitenden Klimawandel festhalten. Zuvor sah er die warnenden Prognosen von Umweltwissenschaftlern noch als allzu schwarzmalerisch. Doch seine Mission änderte alles. Mit speziellen Zeitraffer-Kameras und von Helikopter, Kanu oder Schlittenhund aus aufgenommen Bildern, beweist er, wie Gletscher vor unseren Augen verschwinden. Sein Auftrag hat ihn fast Karriere und Gesundheit gekostet.

James Balog beweist uns, wir sind nicht machtlos gegen den Klimawandel

Ein Film, der die ganze Welt aufrütteln sollte: James Balog plädiert an uns alle, da der Klimawandel nicht nur eine Frage der Politik ist, die uns glauben macht, wir seien machtlos. Er beweist, dass wir gemeinsam die Fähigkeiten haben, etwas dagegen zu unternehmen - daher ist der Film nicht nur hinsichtlich seiner beeindruckenden Bildsprache so herausragend. Regisseur Jeff Orlowski gelingt es stilistisch und inhaltlich, zu motivieren und zu verzaubern. Er macht sichtbar, was wir nur aus Erzählungen kennen. Eine Bereicherung für alle Doku-Fans. Quelle: kino.de

Verleih: NFP (Filmwelt) Kinostart 7. November 2013

Prädikat besonders wertvoll Auszeichnung der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW)
James Balong ist Fotograf. Voller Leidenschaft widmet er sich seiner Berufung und dem jeweiligen Objekt, das er betrachtet. Vor Jahren fiel seine Aufmerksamkeit auf die Schönheit und Faszination der Materie Eis. Doch durch den Klimawandel und die darauf folgende Erderwärmung verschwindet das Eis nach und nach von der Erde. Gletscher schmelzen, die Temperaturen steigen nach oben und die Naturkatastrophen häufen sich. Doch immer noch gibt es Zweifler an dieser wissenschaftlich verifizierten ökologischen Katastrophe. Und so hat sich James Balong zu einem Langzeitprojekt entschlossen.

In seiner Studie "Extreme Ice Survey (EIS)" platzierte er mehrere Kameras an verschiedenen Orten in der Welt wie Island, Alaska oder Montana. Dort finden sich riesige Gletscherformationen, die seit Urzeiten vorhanden sind. Und die Ergebnisse seiner Studie sind erschreckend. Der Film unter der Regie von Jeff Orlowski begleitet den engagierten Fotokünstler bei seinem Projekt mit allen Hürden und Problemen. Dazwischen immer wieder Aufnahmen des "ewigen" Eises, mit seiner gleichzeitigen Fragilität und Erhabenheit. Und zum Schluss begleitet der Film Balong bei seiner wichtigsten Mission: die Botschaft des drohenden ökologischen Kollapses den Leuten zu vermitteln. Vor allem den Zweiflern. Denn nach diesen Bildern ist es noch nicht zu spät zum Handeln. Aber zu spät zum Zweifeln.
Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)