08.05.2014 08:50 Verlegt von 1924 nach Indien in der Gegenwart

Fräulein Else: Eine Neuinterpretation von Arthur Schnitzlers Klassiker

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Fräulein Else ist ein Film über eine junge Frau, die an ihrem inneren Konflikt, sich zu prostituieren um ihrer Familie zu helfen, zerbricht. © Martinetz (One Filmverleih)

Film Fraeulein Else Elefant in FlussFilm Fraeulein Else Geschminktes Gesicht
Von: Martinetz (One Filmverleih)

Arthur Schnitzlers Klassiker in einer Welt, die von der globalen Finanzkrise eingeholt wurde - klingt im ersten Moment schwer vorstellbar, vor allem, was das Setting in Nordindien betrifft. Doch das Konzept funktioniert. Es liefert ein überraschend gutes Zusammenspiel zwischen den Figuren, dem Schauplatz und den gesellschaftlichen Gegebenheiten. Regisseurin Anna Martinetz, die eigentlich aus dem Dokumentarfilm kommt, hat ein kleines Meisterstück von literarischer Qualität geschaffen - einzigartig, originell und mit einer tragischen Wendung.

Else, die Hauptfigur aus Arthur Schnitzlers Novelle von 1924, soll für ihre Eltern einen wohlhabenden Familienfreund um ein Darlehen bitten, um der Familie aus ihrer Geldnot zu helfen. Als Gegenleistung will dieser die junge Frau nackt sehen. Else zerbricht fortan an ihrem inneren Konflikt zwischen Loyalität zur Familie und der Selbstprostitution. Der Film verlagert Schnitzlers Geschichte in die heutige Zeit und hat die idyllische Berglandschaft Nordindiens zum Schauplatz. Die Geschehnisse ereignen sich in einem Luxus-Hotel.

Quelle: kino.de

Kinostart: 22.05.2014

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