19.02.2012 10:51 Berlinale-News:

Die ersten Preisträger der Berlinale Shorts 2012 für den DAAD Kurzfilmpreis und der Berlin Short Film Nominee for the European Film Awards stehen fest

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Von: Internationale Filmfestspiele Berlin

Die prominent besetzte Internationale Jury für den besten kurzen Film, Emily Jacir, eine der bedeutendsten zeitgenössischen Künstlerinnen aus dem Nahen Osten, Sandra Hüller, renommierte und vielfach ausgezeichnete Film- und Theaterschauspielerin, Gewinnerin des Silbernen Bären 2006 für ihre Darstellung in Requiem (R: Hans-Christian Schmid) und David OReilly, in Kalifornien ansässiger, irischstämmiger Filmemacher, der für seine innovativen Animationen bekannt ist, und Gewinner des Goldenen Bären für den besten Kurzfilm 2009 für seinen Film Please Say Something, vergibt den DAAD Kurzfilmpreis und den Berlin Short Film Nominee for the European Film Awards an folgende Produktionen:

 

Der DAAD Kurzfilmpreis des Berliner Künstlerprogramms des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD) geht an den Regisseur Trevor Anderson aus Kanada für seinen Film The Man That Got Away. Das Musical des Regisseurs erzählt die Lebensgeschichte seines Großonkels aus der kanadischen Provinz. Onkel Jimmy war schon als Kind klar, dass er schwul ist, dass sich das nicht gut anfühlte, dort zwischen Mechanikern und Defensivspielern im lokalen Baseballteam, und der sich entsprechend auf den Weg machte - aus der Provinz in die große Stadt - der Spirale des Lebens folgend. Die Jury begründet ihre Entscheidung mit den Worten: „Dieser exzentrische Film setzt mit einer herausragenden Musik und Choreographie eine heitere, persönliche Erzählung um, die voller Emotionen ist.“

 

Trevor Anderson war 2009 bei den Berlinale Shorts mit dem kurzen Film The Island vertreten. Der DAAD Kurzfilmpreis beinhaltet einen dreimonatigen Arbeitsaufenthalt in Berlin. Stipendiaten der Sparte Film des Künstler­programms sind und waren u.a. Avi Moghrabhi aus Israel, Xiaolu Guo aus China, Asghar Farhadi aus dem Iran, Gewinner des Goldenen Bären 2011 für seinen Spielfilm Nader und Simin – Eine Trennung.

 

Die Nominierung für den Besten Europäischen Kurzfilm, der Berlin Short Film Nominee for the European Film Awards, geht an den Film Vilaine Fille Mauvais Garçon (Two Ships) von Justine Triet aus Frankreich. Die Produktion ist das Spielfilmdebüt der Bildenden Künstlerin und spiegelt das junge, wilde, zerrissene Großstadtleben zweier Nachtschwärmer um die 30 wider: Thomas, ein junger, abgebrannter, alleinstehender Künstler. Laetitia, eine attraktive, intelligente, junge Frau auf hohen Schuhen. Eine Party. Ein Tanz. Eine Aufforderung. Zusammen teilen die beiden die Nacht zwischen Krankenhaus und Bett, zwischen Leichtigkeit und Drama. Sie sind die hell leuchtenden Sterne, die den Malereien eine Tiefe geben. Die Begründung der Jury: „Ein Versuch, die Geschichte zweier einsamer Charaktere zu erzählen, die inmitten der immer wieder hereinbrechenden Last der Wirklichkeit auf der Suche nach einem Moment der Leichtigkeit sind. Mit quasi-dokumentarischen Mitteln gelingt es der Regisseurin, uns die Protagonisten so nahe zu bringen, dass sie uns realistisch erscheinen.“

 

Die Entscheidung über den Goldenen und Silbernen Bären für die besten kurzen Filme wird heute Abend bei der Preisverleihungsgala im Berlinale Palast bekannt gegeben.

 

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