09.03.2014 08:45 Perfekte Verkörperung durch Fassbinder

"Baal" - in die 68er Bewegung verlegte Verfilmung von Berthold Brechts erstem Theaterstück

Film Baal Fassbinder Schygulla

Baal ist eine in die Zeit der 68er verlegte Verfilmung von Brechts erstem Theaterstück mit Rainer Werner Fassbinder. © Weltkino

Film Baal Sigi GraueFilm Baal Fassbinder
Von: Kino.de

Verfilmung von Bertolt Brechts erstem Theaterstück (1918) von der deutschen Regiegröße Volker Schlöndorff, deren Aufführung von Brechts Witwe Helene Weigel lange Zeit verboten wurde.Der für BR und HR produzierte Film lebt von der darstellerischen Ausnahmeleistung (und den Paralellen zum Leben) von Rainer Werner Fassbinder, der Baal als Kraftprotz mit verlorener Seele spielt.

Schlöndorff erlaubte sich Freiheiten und deutete den Stoff zeitgemäß um und siedelte ihn 1968 in der Zeit der studentischen Revolte und sexuellen Befreieung an.

Die Verfilmung von Berthold Brechts erstem Theaterstück

Der grobschlächtige Dichter Baal beschwört in einer Schenke den Sommer und wird auf der Party seines Mäzens ausfallend: Er kommandiert die Frauen, die er mit seiner Lyrik betört, herum und vergrault die anwesenden Verleger. Baals einzigewr Freund ist Eckart, der seine Launen akzeptiert.

Frauen wie Sophie oder Luise sind für Baal Randfiguren seines Macho-Lebens. In seiner selbstgewählten Isolation. lässt er nichts und niemand außer sich gelten. Baal bringt Eckart um und stirbt in der Nähe der Bretterhütte der Holzfäller im Wald.

Kinostart: 20.03.2014

Quelle: Kino.de